Ich + Ich - Stark
und trinke zu viel Bier und Wein.
Meine Wohnung ist verödet,
meinen Spiegel schlag ich kurz und klein.
Ich bin nicht der, der ich sein will
und will nicht sein, wer ich bin.
Mein Leben ist das Chaos,
schau mal genauer hin.
Ich bin tierisch eifersüchtig und ungerecht zu Frau´n.
Und wenn es Ernst wird, bin ich noch immer abgehauen.
Ich frage gerade Dich: macht das alles einen Sinn?
Mein Leben ist ein Chaos,
schau mal genauer hin.
Und Du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest Dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst, ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht,
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
Ich bin dauernd auf der Suche
und weiß nicht mehr wonach.
Ich zieh nächtelang durch Bars,
immer der, der am lautesten lacht.
Niemand sieht mir an wie verwirrt ich wirklich bin.
Es ist alles nur Fassade,
schau mal genauer hin.
Und Du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest Dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst, ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht,
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
Ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
Stell Dich mit mir in die Sonne,
oder geh mit mir ein kleines Stück.
Ich zeig Dir meine Wahrheit für einen Augenblick.
Ich frage mich genau wie Du, wo ist hier der Sinn.
Mein Leben ist ein Chaos,
schau mal genauer hin.
Und Du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest Dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst, ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht,
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
Ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
~
Ich schaffe es immer wieder. Ich starte einen Webblog und irgendwann fällt mir ein, dass ich noch einen habe, den ich einmal geführt habe. Ich habe alles gelöscht, doch dieses mal verzichte ich, weiterzuziehen. Ich behalte den Namen Socordia. Ich behalte ihn, weil ich sorglos bleiben möchte in einem Lebensabschnitt, der mir momentan viel Kraft kostet, der mir Gedanken schickt, die ich nicht hören will. Ja, Sorglosigkeit. Die Ironie in meinem momentanen Leben, denn so ist es nicht.
Ich mache mir Sorgen um alles. Über meine naheliegende Zukunft, wie über die, die noch in der Ferne liegt und doch schon so nahe ist, dass ich ihr Rufen hören kann. Und mit jedem "Komm", das sie schreit, jagt sie mir einen Schauer über den Rücken und lässt meine Nackenhaare aufstehen. Die Matura (das Abitur) naht. Das Anmeldeformular wurde nun ausgeteilt und es macht mir Angst, jenes auszufüllen. Am o5.o5.2oo7 werden meine schriftlichen Prüfungen beginnen und ab o9.o6.2oo7 beginnen die mündlichen Prüfungen, auch wenn ich noch nicht weiß, welche Juniwoche meine Klasse zugeteilt bekommt. Und auch wenn dies alles noch ein gutes halbes Jahr von mir entfernt ist, lässt es mich erzittern. Es klemmt mich ein und lässt mich nicht los. Ich nehme mir Freizeit, um nach Luft zu schnappen und mir einen Freiraum zu verschaffen. Ich lese, um meine Gedanken abzulenken und finde mich wieder im Mai. Es ist ein Teufelskreis; und er wird immer enger.
Ich werde mir die Zeit wieder vertreiben, indem ich diesen Webblog gestalte. Es wird mir helfen, da bin ich sicher. Ich muss wieder schreiben; sogar eine Geschichte entsteht wieder. Das wird wohl mein abendliches Ritual, damit ich wieder einen angenehmen Schlafrhythmus bekomme.
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