Warten auf ein Licht im Dunkel Zärtlichkeit heilt die Wunden des Lebens, die wir für unheilbar hielten.

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Donnerstag, 30. November 2006

Wie die Zeit vergeht

Am Montag wurde mir mal wieder bewusst, wie schnell doch ein Jahr vergeht und was so alles passiert ist. Die Entwicklungen, die Menschen, die gekommen oder gegangen sind und dass alles so anders geworden ist, wie man es sich vorgestellt hat. Man erinnert sich genau, was man sich gewünscht oder vorgestellt hat und dann steht man jetzt da und denkt zurück und weiß, dass es doch gar nicht so schlecht geworden ist und man das ehemals Gewünschte eigentlich gar nicht unbedingt haben möchte.

Ein Jahr bringt so viel Leben, Bereicherung, Erfahrung, Trauer, Glück, Schmerz und Wohlbefinden mit sich, dass man gar nicht merkt, wie schnell es umgeht. Früher hat es noch lange gedauert. Wenn wir nach Weihnachten hofften, dass es doch bald wieder kommen möge und als wir dachten, jedes Lebensjahr ziehe sich schleppend dahin und es daure noch ewig, bis man endlich "groß" sei. Jetzt beobachten wir erstaunt, wie die Zeit nur so rast, was alles in diesem Jahr passiert ist und dass es einem gar nicht vorkommt wie ein Jahr, eher wie ein halbes, oder nur ein paar Monate.

Vielleicht bekommen wir es irgendwann mit der Angst zu tun, wer weiß. Aber im Moment staunen wir noch über diese Schnelligkeit, diese Reihe von Ereignissen, die auf uns eingestürzt ist und schon wieder vorüber ist. Uns wird irgendwann in dieser Überlegung die Idee kommen, dass wir jetzt wieder Wünsche oder Vorstellungen bezüglich des nächsten Jahres haben. Wir sehen uns vielleicht an einem bestimmtem Punkt im Leben, oder wir wünschten, wir würden uns schon an einem sehen, weil wir vielleicht planlos sind. Und gleichzeitig wird uns bewusst, dass alles ganz anders kommen wird. Nichts wird exakt so passieren, wie in unserer Fantasie. Es werden negative Dinge kommen, Überraschungen, Einschläge, Dinge, die uns prägen, Dinge, die wir uns jetzt nicht im Entferntesten vorstellen könnten. Aber gleichzeitig wissen wir, dass unser Leben auch nicht im Nichts enden wird. Es wird weiter gehen. Also egal, was wir jetzt sehen, es wird immer anders kommen.

Und in einem Jahr stehen wir wieder an derselben Stelle, denken zurück und lächeln vielleicht leise.

Donnerstag, 23. November 2006

Manchmal

Ja, manchmal da fragen wir uns, was in naher Zukunft passiert - oder sogar in ferner. Wir denken uns, dass es doch besser wäre, zu wissen, was auf uns zukommt, damit wir uns darauf einstellen können. Aber - und das ist doch das wichtige - wir lernen von jeder einzelnen Erfahrung. Und wenn wir uns schon vorher darauf einstellen könnten, dann wäre der Lerneffekt nicht der gleiche. Falls wir auch hinterher den Eindruck haben, wir lernen nichts von dem Geschehenen, sollten wir doch sehen, dass manche Dinge nicht so geschehen würden, wäre vorher nicht etwas gewesen, das uns prägte. Manche Erfahrungen passieren also, um uns zu prägen und andere um das anzuwenden, was wir aus vorherigen gelernt haben. Hinterher denken wir oft, wir hätten anders handeln sollen, doch sind es genau diese Dinge, die uns prägen; die Handlungen, von denen wir zu Beginn dachten, wir hätten sie anders machen sollen. Vielleicht werden wir unser ganzes Leben lang nicht akzeptieren, dass wir nie wissen werden, was auf uns zukommt. Vielleicht aber erkennen wir manchmal - und wenn es nur einmal von so vielen Malen ist - dass es gut so ist, wie es passiert. Denn wäre unsere Persönlichkeit noch die gleiche? Könnten wir immer noch behaupten, dass wir uns mögen? Und für all die anderen Male gilt wohl einfach: Augen zu und durch. Denn bekanntlich kommt nach jedem Unwetter auch wieder Sonnenschein.
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Geändert am 23. November 2006 um 02:33

Donnerstag, 19. Oktober 2006

A quote

"I wanted a perfect ending. Now I've learned, the hard way, that some poems don't rhyme, and some stories don't have a clear beginning, middle, and end. Life is about not knowing, having to change, taking the moment and making the best of it, without knowing what's going to happen next. Delicious ambiguity."

Gilda Radner

von: Shaleen in: Lyrics

Sonntag, 17. September 2006

Was man so erträgt...

Ich bin also zurück vom Krankenhaus und es lief weniger gut, als ich anfangs dachte. Anscheinend war das doch etwas Größeres und lange nicht so harmlos, wie ich glaubte und es auch hier dargestellt habe. Ein paar Komplikationen kamen letztlich auch noch dazu.

Ich bin gerade aus der Narkose aufgewacht, als ich merkte, dass ich etwas im Hals hatte. Ich hustete natürlich etwas benommen und vorsichtig. Da ich noch im Aufwachraum lag, merkte man das auch und gab mir ein Tuch, aber das, was da drin war, wollte einfach nicht wieder da raus. Also kam der Professor und holte mir mit der Pinzette zwei Blutklumpen aus dem Rachen. Durch das Husten hatte aber meine Nase wieder zu bluten angefangen und es liefen Sturbäche aus meiner Nase. Also entschied der Professor kurzerhand, mir gleich nochmal eine Narkose zu verpassen, damit er mir dickere Tamponaden hochschieben konnte. Dann war ich also nochmal weg.

Ziemlich gebeutelt von zwei Narkosen wachte ich irgendwann auf und konnte meine Augen nicht weiter öffnen als zu einem minimalen Schlitz. Durch die OP an der Nase sind meine Augen komplett zugeschwollen und lila und blau angelaufen. Der nächste Schlag also. Das Trinken war mir untersagt, weil ich so viel Blut geschluckt hatte, dass sie Angst hatten, ich würde erbrechen.

Beim Tamponaden rausziehen, blutete ich dann nochmal so stark wie nach der OP. Die Ärztin konnte die Tamponaden gar nicht auf einmal ziehen, weil sie nichts mehr gesehen hat vor lauter Blut. Und schlucken durfte ich von dem Blut auch nichts, das heißt, ich saß da wie ein brabbelndes Baby, das zudem noch aus der Nase blutete.

Durch den hohen Blutverlust ging der Wert meiner Blutmenge so weit zurück, dass sie es in Erwägung zogen, mir Blutkonserven zu geben. Dieser letzte Schock konnte aber verhindert werden - worüber ich sehr dankbar bin. Ich nehme jetzt Eisenpräparate und versuche, viele eisenhaltige Dinge zu essen.

Ansonsten bin ich noch etwas wacklig auf den Beinen, bekomme morgen den letzten Faden gezogen und - hoffentlich! - meine Schiene runter und dann gehts schon wieder in die Schule. Endspurt!

Freitag, 1. September 2006

Lebenszeichen

Wer hätte es gedacht. Aber ich halte mich über Wasser und lebe mein Leben wie es kommt, mit allen Höhen und Tiefen, die sich sehr reduziert haben, seit ich weiß, wie ich sie selbst beeinflussen kann.

Ich nehme also alles wie es kommt, schön nacheinander. Meine Fahrstunden, mein Krankenhausaufenthalt nächste Woche und dann auch mein letztes Jahr Schule, das danach bald anfängt. Zwischendurch nehme ich mir immer Zeit, mich über kleine Dinge aufzuregen und hoffe, dass mich so schnell nichts mehr aus meiner Bahn wirft, wie es schon viel zu oft geschehen ist.

Vielleicht merke ich erst in letzter Zeit, dass ich im letzten halben Jahr eine wichtige Entwicklung durchgemacht habe - für mich sehr wichtig. Ich kann endlich auch alleine auf mich und mein Seelenheil aufpassen, was mir bald sehr hilfreich sein wird, wenn ich mich entschieden habe, was nach der Schule kommt. Ich bin froh und glücklich, meistens. Nie ist alles perfekt. Aber zum ersten Mal merke ich, dass das nicht das wichtigste ist.

Current mood: Alles klar

Freitag, 7. Juli 2006

Müdigkeit als Folge von Stress

Fahrschule und Schule verplanen meinen Tag. Ich komme teilweise viel zu spät heim für meinen Geschmack und alles, was ich davon habe, ist eine Dauermüdigkeit. So auch heute. Nächste Woche meine letzte Klausur und dann bin ich bald fünf Tage in Dresden/Prag auf Studienfahrt. Und auch danach wird die Müdigkeit mich wieder kriegen.

So gestaltet sich mein Leben. Wenig spektakulär.

Freitag, 30. Juni 2006

Unsicherheit

Diese Situation verlangt mir mehr ab, als ich ursprünglich dachte. Ich lache noch, bin optimistisch und ich fühle mich irgendwie reifer. Aber gleichzeitig hat sich ein Schleier von Ernst auf alle Dinge gelegt, die ich tue und erlebe. Die Unbeschwertheit fehlt mir. Als hätte ich einen plötzlichen Prozess durchgemacht.

Es ist nicht allein die Traurigkeit, die dafür verantwortlich ist. Es ist die Unsicherheit und das Gefühl, dass es nicht klappen wird, das sich langsam einstellt. Meine permanente Angst, hintergangen zu werden, obwohl ich nicht mal einen Anspruch stellen darf. Trotzdem würde ein Traum platzen und momentan fühlt es sich an, als würde das bald geschehen. Davor fürchte ich mich. Vor dem Platzen meiner Träume. Dem sich immer wiederholenden Platzen... .

 

von: Shaleen in: Gefühle

Donnerstag, 22. Juni 2006

Tracy Chapman - The Promise

If you wait for me
then I'll come for you
Although I've traveled far
I always hold a place for you in my heart

If you think of me
If you miss me once in awhile
Then I'll return to you
I'll return and fill that space in your heart

Remembering
Your touch
Your kiss
Your warm embrace
I'll find my way back to you
If you'll be waiting

If you dream of me
L like I dream of you
In a place that's warm and dark
In a place where I can feel the beating of your heart

Remembering
Your touch
Your kiss
Your warm embrace
I'll find my way back to you
If you'll be waiting

I've longed for you
A and I have desired
To see your face your smile
To be with you wherever you are

Remembering
Your touch
Your kiss
Your warm embrace
I'll find my way back to you
Please say you'll be waiting

Together again
It would feel so good to be
In your arms
Where all my journeys end
If you can make a promise
If it's one that you can keep
I vow to come for you
If you wait for me

And say you'll hold
A place for me
I in your heart.

Currently playing: Tracy Chapman - The Promise
von: Shaleen in: Lyrics

Donnerstag, 15. Juni 2006

Unlust

Ich habe keine Worte mehr - irgendwie. Es gibt nichts, was ich sagen möchte und meistens fehlt mir auch die Zeit. Ich hätte nie gedacht, dass die Zeit irgendwann kommt, in der ich nichts mehr aufschreiben will, aber momentan ist sie da. Hier hat sich auch vieles verändert. Ich bin erstaunt.

Eine Momentaufnahme meines Lebens. Irgendwie.

In Gedanken bin ich nur bei meinem ♥.

Current mood: Skeptisch

Samstag, 10. Juni 2006

I've left my heart in Falls Church, VA

Genau das ist passiert. Ich habe wohl einen Hang zu dramatischen, komplizierten Geschichten.

Ich bin wieder daheim. Nach zwei wunderschönen Wochen. Und ich hasse es, wieder daheim zu sein. Ich will wieder nach Virginia. Ich bin heute morgen in Deutschland gelandet und gestern unter einem Meer von Tränen dort gegangen.

Die zwei Wochen gingen so schnell vorbei, dass ich es kaum gemerkt habe und ihr Ende hat mich wie ein Schlag getroffen. So viel Spaß, wie ich dort hatte, habe ich hier in einem Monat nicht und die Menschen, die ich dort getroffen habe, gehen mir einfach nicht aus dem Kopf. Vor allem genau eine Person.

R. und ich. Das war eigentlich gar nichts Geplantes. Aber es wurde uns ernst miteinander. Wir wissen selber nicht, wann und wie sich das eingeschlichen hat, aber jetzt sind Gefühle da und zwar nicht gerade wenige. Und ich bin hier und er in Falls Church. Und das aller verrückteste an der ganzen Sache ist, dass wir es versuchen. Wir haben praktisch schon damit angefangen. Weil er sagt "It's a story started in the US. And American stories always end happily. I promise." und ich es so gerne glauben würde. Wir wissen nicht, wann wir uns das nächste Mal sehen - schätzungsweise kann es ein Jahr sein. Es ist verrückt. Ja, das ist es.

Aber es ist genau das, was ich immer wollte. Nur unter erschwerten Bedingungen. Unter sehr schweren.

Ich vermisse ihn so höllisch.

Current mood: Skeptisch