Rückschritt?
Es gab da mal eine Phase, in der ich Happy Sound music verabscheut habe. Habe im Hochsommer im Urlaub auf dem Balkon gesessen, Tanz der Hexen von Anne Rice in der Hand und habe dazu Fields of the Nephilim und Nick Cave and the bad seeds gehört. Einige Menschen in meinem Umfeld meckerten darüber, dass ich ja nicht immer nur schwarz tragen könne und doch bitte nicht die Augen so dunkel schminken sollte...Irgendwie ist mir diese Phase vor einer ganzen Weile schon abhanden gekommen und mir wurde schon vorgeworfen meine Seele verkauft zu haben, u.a. weil ich mich erdreistet habe zu Klängen von Justin Timberlake und Konsorten zu tanzen^^
Möglicherweise kaufe ich mir so gesehen meine Seele grade in kleinen Raten zurück... Nach Bochum Total fand da irgendwie mal wieder ein kleines Umdenken statt. Was mich allerdings nicht wieder zurückschubst in alte Gewohnheiten, sondern meinen Horizont einfach mal wieder ein paar Zentimeter erweitert. Wenn man sich das mal so anschaut sieht es fast so aus, als würd ich einfach alles hören was man mir so in die Hand drückt und sagt hör mal rein is ganz gut^^ aber ganz so kann man das auch wieder net sehn.
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Aber das wäre perfekt. Denn es gibt kaum eine bessere Methode seinen Horizont zu erweitern und seinen Geschmack zu finden.
Daher verteilte ich früher gerne mixtapes oder mix-CDs mit Künstlern, von denen ich mir sicher war, dass die Empfänger sie nicht kennen würden. Sie wurden neugierig, suchten nach mehr. Ich gab mehr. Sie kauften mehr. Entdeckten für sie vorher unbekannte aber trotzdem geniale Musik. Und das zog sich so weiter.
Und gleichzeitig wurden sie sich auch mehr dessen bewusst, was sie garnicht mochten.
Wenn dir also jemand etwas gibt, hör rein. Entscheide Fall für Fall, ob es etwas für dich ist.
Und finde immer mehr deinen Musik-Typ, außerhalb der schwachsinnigen alten Genre-Begrenzungen. :)