Einträge "August 2007":

Donnerstag, 30. August 2007

Puh....

So, nach knapp 2 1/2 Stunden bin ich jetzt mit packen zu 95% fertig. Müssen jetzt nur noch die Kamera und mein Handy ins Gepäck. Hätte nich gedacht das packen so anstrengend sein kann. Hab jetzt aber auch verdammt viel mit ( ich hab irgendwie die Befürchtung das es ZU viel is :S ) aber dafür soll es ja auch für 1 Jahr reichen. Jedenfalls is der Rucksack innen proppenvoll und aussen wurde an jeder erdenklichen Stelle auch noch was festgeschnürt. Müsste aber noch unter 20 Kilo geblieben sein, was sich allerdings nich so genau feststellen lassen liess, da der ganze Rucksack allein nicht standfest ist. Beim letzten Mal lag ich bei ca 16 Kilo. Hoffentlich geht das gut.^^ Wenn man so hört, dass man bloss nich zu viel mitnehmen soll und das andere ( weibliche! ) Teilnehmer grad mal 13 Kilo dabei haben ( ok sie plant ja auch nur für 4 Monate zu bleiben ), dann wird man schon ein bisschen nervös. Aber naja, das wird schon ok so sein. Und ich seh so oder so aus wien Packesel mit meinen ganzen Taschen und co.^^
Currently playing: Blind Guardian - Straight Through The Mirror

Donnerstag, 9. August 2007

Durcheinander

Es klingt verdammt komisch, aber momentan komm ich mir eher vor wie an nem typischen Abend im Oktober oder November. Ich sitz zuhause rum, hör mir Musik an und versuch irgendwie, die Zeit totzuschlagen bis ich zum Tom fahren kann. Der einzige Unterschied is, dass es noch hell ist und die Temperatur vielleicht 5°C höher ist. Scheiss Wetter für nen Sommer....grml.
Currently playing: Metallica - ( Welcome Home ) Sanitarium ...passt perfekt zu dem Wetter

Dienstag, 7. August 2007

Bands, die ich live gesehen hab

So, ich hab mir gedacht ich mach einfach mal ne kleine Auflistung von den ganzen Bands, die ich bis jetzt live gesehen hab, auch um mal mein Gedächtnis in der Beziehung wieder aufzufrischen. Ich hab auch versucht, möglichst alle Vorbands zu berücksichtigen, allerdings wollte mir auf Teufel komm raus nicht mehr der Support für Grave Digger auf der Rheingold-Tour einfallen und auch an einen Grossteil der Bands, die jeweils Ektomorf und Abandoned im Bruch supportet haben kann ich mich nich mehr erinnern - auch wenn das nix mit übermässigem Alkoholkonsum zu tun hat.^^

 

So, here we go

  1. In der Halle

 

- HammerFall 2x

- Edguy 6x

- Nighwish 1x

- Iron Maiden 1x

- Grave Digger 2x

- Ektomorf 3x

- Children of Bodom 3x

- Abandoned 3x

- Destruction 1x

- Masterplan 2x

- Dream Evil 1x

- The Poodles 1x

- Krokus 1x

- Brainstorm 1x

- Sabaton 1x

- Dragonforce 1x

- Nocturnal Rites

- Blind Guardian 1x

- Astral Doors 1x

- Sonata Arctica 2x

- Timo Rautiainen ( oder wie auch immer der sich schreibt )1x

- Funeral for a Friend 1x

- Jon Oliva's Pain 1x

- Saidian 1x

- Verdict 1x

- Kayser 1x

- Blinded Colony 1x

- Doro 2x

- HIM 1x

 

  1. Auf Festivals

 

- In Extremo 1x

- Motörhead 1x

- Machine Head 1x

- Rose Tattoo 1x

- Böhse Onkelz 2x

- JBO 2x

- Accept 1x

- Samael 1x

- Unleashed 2x

- Pretty Maids 1x

- Heaven Shall Burn 1x

- Ensiferum 1x

- Amon Amarth 1x

- Wolf 1x

- Sentenced 1x

- Mystic Prophecy 2x

- Legion of the Damned 1x

- Nevermore 1x

- Sodom 1x

- Randalica 1x

- Bolt Thrower 1x

- Evergrey 1x

- Finntroll 1x

- Soilwork 1x

- Fates Warning 1x

- DIO 1x

- Gods of Blitz^^ 1x

- Cradle of Filth 1x

- Gamma Ray 1x

- Threshold 1x

- Freedom Call 1x

- Norther 1x

- Keep of Kalessin 1x

- Vader 1x

- Hatesphere 1x

- Korpiklaani 1x

- Kreator 1x

- U.D.O. 1x

 

 

Currently playing: Candlemass - Destroyer
Entry modified
Geändert am 7. August 2007 um 12:47

Donnerstag, 2. August 2007

We shook the Hallenboden: Earthshaker Fest vom 19.-21.07. in Rieden/Kreuth

Nachdem wir dieses Jahr auf Grund des in unseren Augen nich ganz so prickelnden Billings unser bisheriges "Stammfestival", das Rock Hard in Gelsenkirchen,  links liegen haben lassen blieben nach diversen Umentscheidungen, Abwägungen und sonstigen Schwierigkeiten drei Konstanten übrig: Tom, meine Wenigkeit und das Earthshaker Fest im  bayrischen Kreuth.

Da wir uns  kurzfristig dazu entschlossen hatten nicht schon Mittwochabend zu fahren und so zwar einen schlechteren Zeltplatz aber geschonte Nerven in Kauf nahmen ging die ganze Sause eben erst am frühen ( für Tom wars sogar scheisse früh ) Donnerstagmorgen los. Punkt acht saßen wir im Auto und nach einem letzten Stop bei meiner werten Oma um die Styroporbox abzuholen und an der nächstbesten Tanke gings auch schon ab Richtung Dieburg und auf die Autobahn.

Nach ein paar kleineren Staus und ziemlich viel Geschwitze erwartete uns dann auf dem letzten Teilstück kurz vor dem Festivalgelände das erste "Großereignis" des Wochenendes: Eine wunderbare Polizeikontrolle. Nachdem die drei vor uns fahrenden Wagen nach einem kurzen Blick ins Fahrerfenster weitergewunken wurden, durften wir uns schön brav ( der Penner hat noch nicht mal "guten Morgen" gesagt ) auf den mit Provinzcops nur so zugepflasterten Kontrollplatz begeben. Dort ging dann das volle Programm ab: Papiere kontrollieren, Leibesvisitation ( Tom musste die Hosen runterlassen, mir wurde in meine schön pervers miefenden Schuhe geschaut - haha!^^ ) und die Kontrolle des Kofferraums. Dazu muss gesagt werden, dass unsere Freunde und Helfer hierbei lediglich den Kofferaumdeckel kurz aufgemacht haben, ein Blick rein und wieder zu das Ganze. Hätten wir also wirklich gewollt, die grob geschätzt 4 Tonnen "feinstes Marihuanah" ( Insider für den Herrn Pirker^^ )  wären nicht gefunden worden und wir hätten uns das ganze Festival seelig schwebend von Wolke 7 aus angucken können. Naja...

Der Campingplatz selbst gestaltete sich dann sehr einladend; auf kleinen Hügeln liegend konnte man sich wunderbar breit machen - zumindest solange bis die Security in rekordverdächtigen 1 1/2 Stunden das komplette Areal um unser Zelt ( inkl. dem von mir dafür gehaltenen Rettungspfad ) mit Autos, Leuten und Zelten zugepflastert hatte. Glück für uns, dass unsere Nachbarn mit ihrem grossen Pavillon quasi nen Weg freihielten.
Nachdem wir in kürzester Zeit ( wir werden eben von Jahr zu Jahr besser^^ ) unser Zelt aufgebaut hatten kam dann auch erstmal das Festival-Pflichtprogramm für den perfekten Einstieg dran: Musik ( aus der Umgebung; irgendne krude Mischung aus Grave Digger, Iron Maiden und mit Akkustikgitarre begleiteten, selbstgesungenen Iced Earth-Songs ), ein kühles Dosenbier ( 5,0 rult ) und ner amtlichen Shisha. 

Donnerstag, 19.07.07

Bei wenig angenehmen Temperaturen ( zumindest wenn man keinen Schatten hat ) saßen wir dann die Zeit bis zum ersten für uns relevanten Gig des Tages ab. Am späten Abend machten wir uns dann an der Straße entlang auf zum Eingang auf das Festivalgelände und bemerkten schnell, dass unser Zeltplatz gar nich so schlecht gewählt war. Statt dem üblichen Hardcore-Programm aus sacklauter Dauerbeschallung und Party all night long hatten wir ein relativ ruhiges Eckchen mit humanen Leuten erwischt. Auch das wir vom Zelt bis zum Einlass gerade mal 10 Minuten gebraucht haben sprach für uns.
Nach einem relativ laschen Sicherheitscheck ( meine Gürteltasche wurde erst am Samstag entdeckt... ) gings dann übers recht kleine Gelände zur Ostbayernhalle, in die das Festival auf Grund einer Unwetterwarnung kurzfristig verlegt worden war.
Die wirklich große Halle, die wohl sonst wie das gesamte Gelände für Reitsport genutzt wird, bot eine gute Sicht auf die große Bühne und auch die Akkustik war über die gesamten 3 Tage eigentlich immer sehr gut.

Beim betreten der Halle bekamen wir dann noch die letzten paar Songs von VADER mit, die aber ausreichten um dem polnischen Death Metal-Quartett einen absoluten Dampframmensound und eine sehr tighte Performance zu attestieren.

Das eigentliche Highlight des Abends stellten dann aber für uns GRAVE DIGGER da, die pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk zu den Klängen von "The Brave" die Bühne enterten und mit "Scotland United" den perfekten Einstieg in ein meiner Meinung nach absolut gigantisches Set schafften. Die Stimmung im Pulk ging sofort von 0 auf mindestens 120 und von da an ging eine einzige Party ab, die nicht nur mir ein fettes Grinsen ins Gesicht zauberte. Egal ob neuere Stücke wie "Silent Revolution" oder eben die komplette Klassikerpalette, bestehend aus "The Grave Digger", "Excalibur", "The Dark of the Sun" und "Knights of the Cross", die Meute ging nur noch steil. Die Mannen um "Onkel Reaper" Chris Boltendahl legten eine arschtighte Performance aufs Brett, fuhren einen optimalen Sound und böllerten ohne Ende. Lustig zu erwähnen, dass Keyboarder H.P. Katzenburg auch mal ohne Reaper-Kostüm auf die Bühne durfte, dann aber auch aussah wie ein Ripper Owens-Klon.^^ Als dann gegen Ende des Sets mit "Rebellion" der absolute Killer gezündet wurde konnten auch wir nicht mehr an uns halten und so war ne deftige Runde Crowdsurfen angesagt. Und beim finalen Rausschmeisser, dem unvermeidlichen "Heavy Metal Breakdown", brachen dann im Publikum nochmal alle Dämme und die Kuh flog ein letztes Mal - und zwar richtig! Einziger Wermutstropfen dieses ansonsten rundum perfekten Gigs war das Fehlen von Songs des "Rheingold"-Albums und vor allem meines persönlichen Faves "The Roundtable". Aber wer dafür so ne geile Sause bekommt, der verschmerzt auch das.^^

Anschliessend gabs ein quasi Heimspiel: Als Franken hatten J.B.O. ohnehin schon nen fetten Stein im Brett und wer dann auch noch so herrlich blöde Songs wie "Walk with an Erection", "Verteidiger des wahren Blödsinns" oder "Bolle" im Gepäck hat, der kann eigentlich nichts mehr falsch machen. Und so stürmte die "Rosa Armee Fraktion" dann auch mit enormer Spielfreude die Bühne und entfachte ein ( meist rosa gehaltenes ) Feuerwerk der guten Laune. Da wurden riesige rosa Luftballons ins Publikum geworfen, über Nazis hergezogen ( richtig so, die sehen wirklich aus wie Britney Spears!! ) und den Fans das "Glaubensbekenntnis" zum Heavy Metal abgenommen. Leider waren nur 50% von uns  ( in dem Fall Tom ) wirklich Textsicher und auch noch recht fit, so dass wir den Gig nach ungefähr der Hälfte abbrachen und uns SEPULTURA schenkten, die zwar laut Augenzeugen eine Pavarotti Version von "Roots" ( mit J.B.O. )  brachten, aber ohne Max Cavalera einfach nicht mehr das selbe sind.

 Freitag, 20.07.07

 Nachdem wir in der Nacht zum Freitag nochmal recht unsanft von ein paar besoffenen und offenbar hormonell übersteuerten Jungspunden geweckt worden waren, die auf Teufel komm raus mit unseren Zeltnachbarinnen in die Kiste wollten, kamen wir zumindest so am nächsten Tag ins Gespräch. Hatten wir uns am Tag vorher noch ziemlich gelangweilt, weil wir mit zwei Mann eben einfach nicht den Spass hatten, den man mit einer größeren Gruppe hat, so war das jetzt doch im ziemlich schnell vergessen weil wir ab sofort mit knapp 8 Mann unterwegs waren. Jede Menge Fun und dumme Sprüche für die nächsten Tage waren also garantiert. ^^

Die erste Combo des Tages, von der wir noch die letzten Töne zu hören bekamen, waren dann HATESPHERE. Die Dänen brachten die Halle mit ihrer verdammt brutalen Mischung aus Death und Thrash ordentlich zum kochen und sorgten für einige ausgerenkte Nackenwirbel. Auf jeden Fall ein amtliches Pfund, das da in den Zuschauerraum gepfeffert wurde.

Danach war allerdings erst mal gepflegte Party an. Die irren Finnen von KORPIKLAANI enterten die Bühne und versetzten die Meute vor der Bühne für eine Stunde in ausgelassene Feierstimmung. Zu der unwiderstehlichen Mischung aus harten Gitarren und extrem tanzbaren Folkmelodien ( hier dargeboten durch Fiedel und Akkordeon ) kann aber auch kein Bein still stehen. Das sich die sympathischen Jungs auch von ein paar kleineren Problemen nicht aus der Ruhe bringen lassen bewies Fronter Jonne bei seiner akrobatischen Einlage am Mikroständer als dessen Halterung den Geist aufgab und er gemeinsam mit dem Mikro langsam zu Boden sank - und dabei fröhlich und ohne Fehler weitersang und Gitarre spielte. Einmalig!

Die nächste Band wurde von uns mit eher gemischten Gefühlen erwartet, waren wir uns doch nicht sicher ob wir wirklich Bock auf „Happy Metal" hatten. Doch FREEDOM CALL stellten auf der Bühne unter Beweis, dass sie live in einer ganz anderen Liga als auf Platte spielen. Unterstützt von einem wirklich satten Sound  ( der den auf CD um Längen schlägt ) brachten sie ihre eingängigen Melodien mit einer satten Extraportion Härte rüber und sorgten so für ausgelassene Stimmung im vorderen Hallendrittel. Egal ob der Opener „Warriors", „United Alliance", „Metal Invasion" oder der famose Schlusspunkt „Land of Light" - FREEDOM CALL haben sich mit dieser Show mehr als nur einen Achtungserfolg verdient. Das das ganze auch noch äusserst sympathisch rüberkam ist da nur die Kirsche auf dem feinen Power Metal-Sahnehäubchen. Sehr spassig!

Leider entgingen uns dann durch die anschliessend ausgegebene Unwetterwarnung und die damit verbundene Bitte der Veranstalter, doch bitte alles nötige zu sichern, GOD DETHRONED, auf die ich mich eigentlich schon gefreut hatte. So wurde es dann leider nichts mit der amtlichen Portion melodischen Death Metals aus Holland. Schade.
Auch von MASTERPLAN bekamen wir lediglich noch die letzten Minuten des finalen „Kind-Hearted Light" mit, doch dafür wurden wir im Anschluss ( mittlerweile in voller Mannschaftsstärke angetreten ) mit einer wirklich genialen Show bedient.

GAMMA RAY enterten unter tosendem Applaus die Bühne und starteten mit „Rebellion in Dreamland" gleich mit einem absoluten Kracher in ihr Set. Kai Hansens Truppe bot eine gigantische Show, die vom Spaßfaktor eindeutig den Höhepunkt des Freitags markierte und in der wirklich kein, aber auch gar kein Klassiker fehlte. Mit „Land of the Free", „Anywhere in the Galaxy" und "Heavy Metal Universe" ( inkl spassigem aber auch überflüssigem Mitsingspielchen ) wurde eine Granate nach der anderen gezündet und als die Hanseaten dann auch noch zu einem oberamtlichen Helloween-Medley, bestehend aus "Ride the Sky", "Future World" ( beide angespielt ) und dem komplett dargebotenen "I Want Out", ansetzten kochte die gesamte Halle bereits ÜBER dem Siedepunkt! Nach dem wiederum sehr geilen „Somewhere out in Space" wurde das Eingangs zu zwei dritteln gezockte „Rebellion" wieder aufgegriffen und beendete so einen wirklich bärenstarken Auftritt der sympathischen Truppe. Leider kann ich mir die für den Winter angekündigte „GammWeen" Tour ( Helloween und Gamma Ray als Doppelheadliner ) nicht anschauen, aber so ist das nun mal im Leben. Trotz allem ganz klar der Höhepunkt des Freitags!

Im Anschluss konnten dann KREATOR das vorgelegte Stimmungslevel zumindest halten. Die deutsche Thrash-Institution legte mit „Violent Revolution" auch gleich ein oberamtliches Pfund vor und beschoss die gierige Meute im Anschluss mit einer blendend zündenden Granate nach der anderen. Unterstützt von einem wirklich äusserst schicken Bühnenbild ( das hauptsächlich auf den Artworks zum aktuellen Output „Enemy of God"  bestand ) bombte man einen Killersong nach dem anderen in den Pit. „Betrayer", „Enemy of God", „Suicide Terrorist", „Phobia" oder auch „People of the Lie" wurden von der Menge gierig aufgenommen und sorgten für einen der härtesten, wenn nicht sogar den härtesten Pit des Festivals. Milles wunderbar spitze Ansagen ( „Guten Abend Earthshaker...Open Air! Ich bin sicher das Unwetter kommt noch..." oder auch das an unsere allzeit gegenwärtigen Freunde in grün gerichtete „Die denken immer Metalfans wären aggressiv - lasst uns denen mal zeigen WIE aggressiv wir werden können!!" ) trugen ihr übriges zu einem genialen Auftritt bei. Das abschliessende „Flag of Hate" sorgte dann noch mal für total austickende Fans ( unter anderem bildete sich vor uns eine Menschenpyramide, deren „Spitze" wild headbangend mitfeierte ) und beendete eine gepflegte Stundenportion Gemetzel. Ganz gross!

Den Headliner TESTAMENT schenkten wir uns dann wegen stark geschwundener Kräfte komplett. War aber auch mal genug irgendwann.^^

Samstag, 21.07.07

Am Samstag hiess dann die erste Band des Tages für uns KEEP OF KALESSIN, die uns von unseren Nachbarn Jacko und Benny wärmstens empfohlen worden war. Die Norweger boten dann auch ein recht ansehnliches Packet melodischen Black Metals, dass allerdings zu dieser frühen Stunde kaum Banger in die Halle gelockt hatte. Dennoch ein recht starker Auftritt, der sogar einen für diese frühe Zeit äusserst amtlichen Sound vorweisen konnte.

Weiter gings dann direkt im Anschluss mit NORTHER. Die finnischen Children of Bodom-Soundalikes ( wenn auch auf den letzten beiden Alben mit erhöhter Thrash-Schlagseite ) boten einen leider eher weniger überzeugenden Auftritt. Sicher, das Material ist nicht schlecht und mir persönlich gefällt vor allem die „Mirror of Madness" ( von der immerhin „Blackhearted" und „Midnight Walker" geboten wurden ) ziemlich gut, aber die uninspirierte Performance und vor allem der grauenvolle Cleangesang sorgten mehr für gerunzelte Augenbrauen als für ein seeliges Grinsen. Zudem war der Sound für die auf vielen Soli fußende Mucke einfach zu breiig abgemischt. Schade drum...

Doch dann folgte nicht nur für mich das absolute Highlight des ganzen Festivals. Mit THRESHOLD enterte die rein spieltechnisch definitiv beste Band des Festivals die Bühne und startete mit „Light and Space" in einen absolut grandiosen Gig. Führt man sich die Tatsache vor Augen, dass der hauptamtliche Sänger Mac die Band eine Woche vor dem Gig verlassen hatte und der Ersatzmann Damian Wilson  ( der die letzten vier Alben nicht kannte ) erst 3 Tage zuvor zur Band gestoßen war und hier eine absolut geniale Performance lieferte, so konnte man einfach nicht anders als der Band allergrössten Respekt entgegenzubringen. Das ultrasympathische Auftreten der Band ( keinerlei Starallüren; ich glaube THRESHOLD waren die einzige Band, die ihr komplettes Equipment selbst aufbaute! ) tat sein übriges, um den Auftritt zu etwas ganz besonderem zu machen. Da störte es dann auch nicht das Damian die neueren Songs wie „Hollow" oder „Slipstream" mit einem Textblatt bestreiten musste. Und als die Band dann auch noch quasi ihm zuliebe den uralten Longtrack „Sanity's End" vom Debüt „Wounded Land" auspackte hatte sie ohnehin schon gewonnen. Bezeichnend, dass sich die Halle beim Auftritt immer mehr füllte und am Schluss das gesamte erste Hallendrittel den bärenstarken Auftritt der britischen Progger bejubelte. Ganz großes Tennis!!!

Danach war erst mal Pause für uns angesagt. Zwar zog Tom am Nachmittag noch mal kurz zur Halle um sich LEGION OF THE DAMNED anzuschauen, doch ansonsten war mehr kollektives Chillen bei Bier und Shisha angesagt.

In die Halle gings erst wieder zu UNLEASHED, von deren Show wir uns allerdings nur einen kleinen Teil zu Gemüte führten und uns anschliessend zur Autogrammstunde von Threshold verkrümelten. Allerdings haben wir wohl aus unserer Sicht nichts elementares verpasst, da sich zumindest meiner Meinung nach der zwar wirklich solide dargebotene Death Metal auf CD einfach besser macht als live. Das hat nichts mit der Qualität zu tun sondern einfach damit, dass er mir für ein Livekonzert zu wenig Abwechslung bietet, bzw einfach nicht genug Stimmung macht. Da denkt man doch wehmütig an den alles killenden Gig von Bolt Thrower auf dem letzten Rock Hard zurück...

Bei U.D.O. waren wir dann allerdings wieder in der Halle vertreten und wurden mit einem klasse Gig der deutschen Kampfmaschine aus Solingen belohnt. Neben neueren Tracks wie „Mastercutor" oder „Thunderball" begeisterte der kleine Mann auch mit diversen Klassikern seiner ehemaligen Hauptband Accept. So sorgten vor allem „Metal Heart" und „Restless and Wild" für Stimmung, bevor man mit der Zugabe „Balls to the Wall" im Publikum alle Dämme brechen liess und sich eine einzige riesige Party in der ganzen (!!) Halle ausbreitete. Klasse Gig von einem ganz Großen aus der Szene.

CRADLE OF FILTH legten danach erst mal mit grottenschlechtem Sound los, der sich im Verlauf des Gigs dann auch nur leicht ändern sollte ( oftmals kam Danis Mikro viel zu spät zum Gesamtsound dazu, so dass etliche Gesangspassagen auf der Strecke blieben ). Erwartungsgemäß wurde in Form von „Dirge Inferno" und „Tonight in Flames" auch einiges Material vom aktuellen „Thornography"-Output geboten. Das vordere Hallendrittel, das zu diesem Zeitpunkt fast ausschliesslich aus Pseudo-Blackies und Goth-Girls bestand ging erwartungsgemäss völlig steil. Wir begutachteten die Show aus angenehmer Entfernung und erfreuten uns an „älterem" ( „Her Ghost in the Fog", „Nymphetamine", „Gilded Cunt" ) und ganz altem ( „Ebony dressed for sunset", „The Principle of Evil made Flesh" ) Material. Meiner Meinung nach hätte es zwar auch gerne noch ein Song vom „Damnation and a Day"-Album sein dürfen, aber man kann eben nicht alles haben. Hervorzuheben wäre auch noch die Performance des neuen ( mir namentlich noch nicht bekannten ) Schlagzeugers, der sich im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch abspielte und an jeder nur möglichen Stelle in einem Song Fills einstreute, dass die Felle nur so krachten. Total krank, aber seehr fett. Der Rest der Bande übte sich dagegen meist in gepflegtem rumstehen und haareschütteln und trug so leider nicht dazu bei, den Ruf als nicht gerade überragende Liveband zu revidieren. Alles in allem trifft es ein „o.k." wohl ganz gut.

WITHIN TEMPTATION schenkten wir uns dann, denn noch einen doofen Nightwish-Klon brauchten wir dann nicht wirklich.
So gings dann auch zurück zum Zelt, wo wir dann leider von Regen überrascht wurden und uns erstmal in selbiges zurückzogen. Da der Himmel sich aber auch um 23:30 weiterhin fröhlich auskotzte mussten wir dem leider Tribut zollen und verpassten so leider mit MOTÖRHEAD auch noch den dritten Headliner. Etwas, dass uns wirklich etwas geärgert hat, waren die anderen beiden doch aus unserer Sicht verzichtbar gewesen.

Am Sonntag morgen gings dann auch recht früh schon nach Hause und um 12 Uhr konnten wir dann auch endlich wieder eine ( bei manchen von uns^^ ) dringend nötige Dusche nehmen.

Bleibt festzuhalten, dass der Spassfaktor vom letzten Jahr auf dem Rock Hard was die Zeit auf dem Campingplatz angeht leider nicht erreicht wurde, dafür aber der bei den Konzerten konstant hoch war ( Gerstensaft sei dank^^ ). Bei entsprechendem Billing sind wir dann auch in Zukunft gerne wieder im Polizeistaat Bayern dabei!
Currently playing: Dimmu Borgir - The Chosen Legacy