PuritanicalEvil
Einträge "Juni 2007":
Donnerstag, 28. Juni 2007
Träumerei
Current mood: mittelprächtig
Samstag, 23. Juni 2007
Massigst Spass
So gestern Abend kann jetzt ruhig auch als voller Erfolg gewertet werden. Pünktlich um 3 nach acht^^wurd ich von der Hanna abgeholt und ab gings nach Münster ins "Subways" ( wurde extra dafür abgeholt, die eigentliche Fahrt zur Party kam erst später - fühle mich geehrt^^ ) um mal zu testen, wie lecker sich die "gesunde Alternative zu McDonalds und co" so macht. Hat eigentlich recht lecker geschmeckt und wir wissen jetzt auch, dass Sandwiches an der gleichen Macke kränkeln wie Burger - hinten fällt immer alles raus.^^
Danach gings dann wieder zurück nach Spachbrücken um dort Hannas Paps abzuholen, der an dem Abend den eigentlichen Fahrdienst für uns übernommen hat. Fand ich echt locker, dass er uns zu jeder noch so späten Zeit abgeholt hat, das macht auch nich jeder!
Nachdem wir dann noch schnell zwei Klassenkameradinnen von Hanna ( Zwillinge ) in Zimmern eingesammelt hatten gings dann ab ins "Tropical" in Münster. Vor dem Eingang hat man dann auch noch jede Menge alte und neuere Bekannte getroffen und nachdem wir dann an der Garderobe unsere tolle Getränkekarte in die Hand gedrückt bekommen haben ( quasi die hippe Version von nem Deckel ;P ) gings dann auch rein in den Schuppen, um schonma mit dem Mindestverzehr von 3,50€ anzufangen.
Wer mich kennt, der weiss dass ich ja eigentlich überhaupt nich auf solche Parties steh, zu viele Herdentiere ( Mainstreamvolk, jede Menge Hopper und anderes Gesocks ) und meistens eben für meinen Geschmack einfach nur langweilige und beschissene Mucke. Allerdings weiss auch jeder, der mich kennt und mit mir auf so ner Party mal nen guten Tag erwischt hat, dass der Basti nur genug Spassmacher in sich reinschütten muss, um auch mit solcher Mucke klarzukommen. Naja, gestern war zufällig so ein guter Tag, jede Menge nette Leute um einen rum, viele Bekannte wiedergetroffen ( leider fehlte die Spassfraktion aus Zimmern ), die Maike leider wohl zum letzten Mal für über ein Jahr gesehn und nach der Einfuhr von diversen Binding-Pils ( als die alle waren gings mit Corona weiter ) auch ordentlich auf der Tanzfläche die Sau rausgelassen. Da wars mir dann auch scheissegal ob ich mir mit jedem Blick aufs Podest Hoffmanns halbnackten Poser-Body reinziehen musste - wer's brauch.^^ Zu guter letzt hat der DJ dann auch zwischendrin mal n paar krachigere Sachen gefunden, die den verdammt HipHop und House-lastigen Sound ein bisschen aufgelockert haben ( die zweite Ladung geiler Songs gabs dann aber erst als wir schon draussen standen und auf unser "Taxi" gewartet haben ). Alles in allem wars einfach ein richtig geiler Abend und dementsprechend "entspannt" bin ich dann auch um viertel nach 4 in die Kiste gefallen.
Danke an dieser Stelle auch nochmal an die Hanna für das Aspirin, ohne das ich heute morgen bestimmt nich so gerade und klar aus den Federn gekommen wär.^^
Current mood: bisschen kratziger Hals, ansonsten tuts gut^^
Freitag, 22. Juni 2007
Viel Aufwand und behämmerte ABMs
Gestern war eigentlich so'n Tag, der eher ein Montag als ein Donnerstag hätte sein können. Der Klaus und ich wurden mit nem Kühlcontainer ( für alle die noch nich im Bilde sind: Ich jobb zur Zeit ja bei der Pfungstädter Brauerei im Inventar und bin fürs beliefern von Festen, etc zuständig ) voller Zeug nach Dietzenbach zu nem Firmenfest geschickt. Eigentlich alles in allem ne Sache von der guten Stunde vor Ort ( mussten die Fässer auch noch an den Verkaufswagen anschliessen ) plus Fahrtzeit. Wir also brav um viertel vor acht vom Hof getuckert und ( nach diversen ziemlich deppen Angaben vom Navi ) in Dietzenbach gelandet und dort dann auch gleich festgestellt, dass wir den endgültigen Stellplatz des Containers nur über ne ziemlich grosse Wiese erreichen konnten, was an und für sich eigentlich nich das Problem sein sollte - wenn, ja wenn Gott nicht morgens schon mal für die nächste Sintflut ( kommt bestimmt bald, so wie wir uns aufführen ) geprobt hätte. Dementsprechend aufgeweicht war dann auch das satte Grün und wer die Problematik von relativ schweren Gefährten auf relativ weichem Untergrund kennt kann sich denken was dann passiert ist.
Bis auf 20 Meter haben wir den Container auch ans Ziel rangebracht, allerdings is Klaus dann fast stecken geblieben und konnte den Laster gerade so noch retten. Daraufhin meinte dann der Chef des Betriebes ( Namen werd ich hier jetzt mal keine nennen, copyright, you know?^^ ), dass er den Hänger ja auch mit seinem Traktor ziehen könnte, der würde sich ja nich festfressen. Wir hatten keine ( zumindest keine wirksamen ) Einwände und so kam der Herr mit seinem PS-Monster ( das Teil schafft ganze 6 km/h ) angeschlichen um den Container seinem Standort zuzuführen. Natürlich wurde nun gezogen anstatt gedrückt, weswegen das Teil nun auch falschrum steht. Er also schön losgezogen und die ersten Meter gings auch noch richtig gut, bis er dann nen 1a-Wheelie hingelegt hat und beinahe vom Bock gepurzelt wäre, als sich unser doch ziemlich schwerer Container dann so richtig schön eingegraben hatte. Mit dem Traktor ging daraufhin nix mehr ( wir konnten ja nich riskieren, das arme Ding explodieren zu lassen ) und nur wenig später war die nächste grandiose Idee geboren. Der "Schwerlaststapler" ( ich nenn das Ding einfach mal so, ihr wisst schon, der grosse Bruder der Normalausgabe ) sollte den Hänger soweit anheben, dass der Traktor doch wieder ziehen konnte. Gesagt, getan, die Gabel sauber postiert, Fuss aufs Gas - und sauber abgerutscht, um ne schicke Delle in die Lafette zu fahren. Der nächste Versuch verlief auch im Sand und so wollte der Kerl dann erst nochmal zurücksetzen um anders anzusetzen. Das Problem war nur, dass der Stapler inzwischen auch eingesunken war und genausowenig wegkam...
Letztenendes wurde dann der Stapler mit dem Traktor und ein paar Schaufeln und Brettern aus dem Dilemma befreit ( wobei auch noch unser schönes Abschleppseil aus Stahl geschrottet wurde, aber was tut man nicht alles für zufriedene Kunden mit kühlem Bier ) und der Container dann doch noch unter enormem Aufwand die letzten beiden Meter bewegt. Insgesamt hat uns der "kurze" Ausflug also 4 Stunden gekostet.
Zurück in der Brauerei bekamen wir dann noch Innendienst aufgebrummt, da sich unser werter Oberchef dazu entschieden hatte, fürs Wochenende bei irgendner Begehung nen voll funktionstüchtigen Biergarten anzubieten. Das ihm das Wetter da wohl garantiert nen Strich durch die Rechnung machen wird wurde dabei mal grosszügig ignoriert. Aber so sind Chefs eben - im Prinzip wie kleine Kiddies, die unbedingt alles so haben wollen wies ihnen passt. Mir auch egal, ich krieg selbst so nen Scheiss bezahlt.^^
Heute war dafür ne eher ruhige Kugel angesagt und ich bin auch schon um zwei rausgekommen. Genug Zeit also, um mich nochma aufs Ohr zu hauen, damit ich heute Abend fit bin für die letzte Abi-Vofi des jetzigen 13er Jahrgangs der ADS im Tropical in Münster. Werd schön um acht von der Hanna abgeholt, dann gehts nochma nach Münster ins Subway, was futtern ( ma gucken wie das is ) und dann ab auf die Fete. Muss auch ma wieder sein sowas.^^
Ansonsten noch für alle dies interessiert: Candlemass ( zumindest die neue Platte^^ ) sind geil! Schön geile Mischung aus alten Black Sabbath, Nevermore ( vom Gesang her son bisschen ) und Paradise Lost ( nur noch düsterere Atmosphäre ). Ich glaub Doom Metal gefällt mir. *g*
Current mood: soweit alles klar
Dienstag, 12. Juni 2007
Bands, die der Basti mag - Teil 5: Iron Maiden
Heavy Metal. Hart, schnell und meistens auch ziemlich laut. Ein Musikgenre, dass Menschen auf der ganzen Welt eint und das aufrund seiner zahllosen Subgenres und Schattierungen eine schier unerschöpfliche Quelle an grandioser Musik bietet.
Es gibt tausende verschiedene Bands und viele von ihnen spielen einen äusserst eigenständigen Stil. Aber egal ob man sich nun eine topmodern produzierte Metalcore-Scheibe ( von Bands wie bspw Killswitch Engage oder Caliban ) oder aber eine Power Metal-CD ( etwa von Edguy oder Blind Guardian ) in den Player wirft: Alle diese Bands und ihre Stilistiken speisen sich ( auf das wesentliche - den Heavy Metal - reduziert ) aus einer relativ überschaubaren Quelle, aus einer kleinen Anzahl an Bands, die vor über 20 Jahren einen kreativen Stein ins Rollen brachten, der nachfolgende Bands mal stärker, mal weniger stark beeinflusste, aber doch überall seine Spuren hinterliess, bevor er zu dem musikalischen Massiv geworden ist, dass Heavy Metal heute ist.
Sucht man nach den Ursprüngen des heutigen Heavy Metal ( die Ursprungsbewegung wurde bereits massiv von Bands wie Black Sabbath, Led Zeppelin und Deep Purple beeinflusst ), so stößt man auf eine Ende der 70er/Anfang der 80er stattfindende Bewegung namens "Ne Wave of British Heavy Metal", kurz NWOBHM und damit auch zwangsweise auf die wohl einflussreichste und wichtigste Band der damaligen ( definitiv ) und der heutigen ( noch definitiver ) Zeit: Iron Maiden.
Iron Maiden werden 1975 von Bassist Steve Harris, damals noch ohne Namen, gegründet. Harris kommt jedoch bald danach auf den Trichter und die "Eiserne Jungfrau" ist geboren. Die Band startet in einer äusserst ungünstigen Zeit für Heavy Metal und Hardrock; in der Besetzung Steve Harris ( bass ), Paul Mario Day ( vocals ), Dave Sullivan ( guitar ), Terry Rance ( guitar ) und Ron Matthews ( drums ). Auf Druck der Plattenfirma bewegte man sich in den Anfangstagen musikalisch eher im damals gerade schwer angesagten Punk.
Die erste Maiden-Show fand am 1. Mai 1976 in London statt. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Gitarren bereits von Dave Murray und Bob Sawyer übernommen worden und auch am Mikro fand sich mit Dennis Wilcock ein Neuzugang. Doch auch diese Besetzung sollte nicht lange Bestand haben.
Sawyer stieg machte sich recht schnell wieder aus dem Staub, Doug Sampson kam für Ron Matthews auf den Drumhocker und auch der Fronter wurde nochmals gewechselt: 1978 griff sich ein Typ namens Paul Di'Anno das Mikro und sollte es so schnell nicht mehr aus der Hand geben. Nachdem 1979 Rod Smallwood Manager der Band geworden war ( und es bis zum heutigen Tage bleiben sollte ) unterzeichnete die Band auch den ersten richtigen Plattenvertrag mit der EMI. Noch einmal gab es einen Besetzungswechsel zu vermelden, so fand sich mit Dennis Stratton ein neuer zweiter Gitarrist und mit Clive Burr rührte ein neuer Mann die Kessel. Von nun an sollte die Erfolgskurve für Maiden steil nach oben zeigen.
1980 bricht sich eine neue Sensation aus England ihre Bahn ins restliche Europa. Iron Maiden haben soeben ihre selbstbetitelte Debütscheibe von der Leine gelassen und erobern mit ihrer heftigen Mischung aus Hardrock, Punk, sowie etlichen eigenen Stilmitteln ( so auch hier schon die mittlerweile berühmten Twin-Leads ) die Herzen aller Metalfans des Kontinents. Songs wie "Prowler" und "Running Free" walzen mit ihrer nie gekannten Power und Agression alles platt, was sich ihnen in den Weg stellt. Paul Di'Anno verkörpert perfekt den Rowdy, dem man besser nicht nachts auf der Strasse begegnen sollte und prägt die erste Maiden-Veröffentlichung mit seiner stark vom Punk beeinflussten Stimme. Die Szene ist vollkommen aus dem Häuschen. Eine Revolution hat begonnen.
Bereits ein Jahr später, 1981, schieben Maiden mit "Killers" ihr zweites Album nach ( inzwischen ist mit Adrian Smith ein neuer Gitarrist an Bord ), welches genauso heftig einschlägt wie das Debüt. Die Songs sind noch ausgefeilter, haben aber nichts von ihrer Kraft verloren und können so der Band einen weiteren Popularitätsschub bescheren. Auch das wieder auf dem Cover zu sehende, inzwischen liebevoll "Eddie" getaufte, Bandmaskottchen ist wieder mit von der Partie und leistet seinen Teil zum völlig eigenen und unverwechselbaren Gesicht der Band.
Auf der anschliessenden Tour räumen Maiden nach allen Regeln der Kunst ab, wenn - ja wenn sie es denn schaffen aufzutreten: Paul muss auf Grund seines immer bedenklichere Züge annehmenden Alkoholkonsums vor allem in Deutschland zahlreiche Shows absagen. Die Tatsache, dass er das pure Rock'n'Roll--Leben führt, fordert ihren Tribut und gipfelt in Di'Annos Rausschmiss aus der Band.
Was damals in vielen Fankreisen als Ende der Band angesehen wurde ( man war sich sicher, dass niemand Paul ersetzen könnte ), sollte sich kurze Zeit später als wahrer Glücksfall erweisen. Als Nachfolger verpflichtete die Band niemand anderen als "Samson's" Bruce Dickinson, der bereits auf dem Album "Shock Tactics" seine exzellente Stimme unter Beweis stellen konnte.
Mit Dickinson zusammen enterte man das Studio, um neue Songs aufzunehmen. Die 1982 veröffentlichte "Run to the Hills"-Single liess alle Kritiker sofort verstummen und stellte doch nur einen winzigen Vorgeschmack auf das, was da noch folgen sollte, dar.
Anfang 1982 erschien mit "The Number of the Beast" ein absolutes Monster von einem Album, das die Band in Bestform präsentierte und ausnahmslos Klassiker ( u.a. "The Prisoner", "Hallowed be thy name" und das legendäre Titelstück ) enthielt. Das Album setzte sich auf Anhieb auf Platz 1 der britischen Charts fest und war dort auch so schnell nicht wieder wegzubekommen. Metalfans in ganz Europa standen Kopf, die Band rannte alle nur erdenklichen Türen ein und trat eine Lawine los, die die ganze Welt überrollte. Iron Maiden hatten es mit ihrem 3en Album geschafft, den Heavy Metal schlagartig überall in der Welt zu etablieren! Es folgte eine ausverkaufte Tournee und überall hinterliessen Maiden restlos begeisterte Fans. Nichts konnte die Band jetzt noch aufhalten.
Ende 1982 erfolgte erneut ein Besetzungswechsel als Clive Burr die Band Richtung "Trust" verliess und im Gegensatz dazu der nun Arbeitslose "Trust"-Drummer Nicko McBrain bei den Jungfrauen anheuerte. In dieser Besetzung entstanden in der Folgezeit weitere erstklassige Alben wie "Piece of Mind" ( 1983 ) und "Powerslave" ( 1984 ).
Im Dezember 1983 spielte die Band auf dem legendären "Rock/Pop in Concert" gemeinsam mit Größen wie Scorpions, Ozzy Osbourne, Def Leppard, Judas Priest, Krokus, MSG und Quiet Riot ( das Konzert wurde später gekürzt vom ZDF gesendet und sollte bis heute der einzige Kontakt des Senders mit Heavy Metal bleiben ). Nach der gigantischen "World Slavery Tour" veröffentlichte man 1985 den Livemittschnitt "Live After Death", sowohl als Vinyl, als auch als Kaufvideo.
Auf dem 1986 veröffentlichten "Somewhere in Time" experimentierte die Band erstmals mit Gitarrensythesizern und veränderte ihren Sound ein wenig, was nicht nur positive Reaktionen unter den Fans hervorrief, aber für die weitere Entwicklung der Band enorm wichtig war. Nach dieser Veröffentlichung legten Maiden zum ersten Mal eine längere Pause zwischen zwei Releases ein.
1988 erschien mit "Seventh Son of a Seventh Son" das bis dato progressivste Maiden-Album. Auch dieses Konzeptalbum fand anfangs nicht den grössten Zuspruch von Seiten der Fans, gilt heute jedoch als eines der besten Werke der Band.
Ein Jahr später, 1989, verliess Adrian Smith die Band, da er nicht den von Steve Harris angestrebten Weg "back to the roots" mitgehen wollte. Er wurde durch Jannick Gers ersetzt, welcher mit der Band 1990 "No Prayer for the Dying" veröffentlichte. Als erste Veröffentlichung musste sich dieses Album durch die Bank herber Kritik stellen und gilt auch heute noch als einer der schwächeren Releases.
1992 folgte mit "Fear of the Dark" ein weiterer zwiespältig aufgenommener Release, der allerdings mit dem Titelsong einen DER Maiden-Songs schlechthin enthielt. Trotz allem hielten die Fans der Band die Treue, konnten sie ja noch nicht wissen, was für ein schwerer Schlag auf sie zukam.
Nachdem er bereits mit "Tattoed Millionaire" Solopfade beschritten hatte, verkündete Sänger Bruce Dickinson Ende 1992 seinen Ausstieg aus der Band, um sich intensiver seiner Solokarriere zu widmen. Nun sollte das dunkelste Kapitel in der Maiden-History beginnen.
1994 präsentierte die Band mit Blaze Bayley einen neuen Sänger, der sein Können 1995 auf "The X-Factor" unter Beweis stellen konnte. Vielen Fans war diese Platte allerdings deutlich zu schwach und austauschbar geraten, zumal sich mit "Sign of the Cross" und "Lord of the Flies" nur 2 sehr gute Songs auf über 70 min Spielzeit tummelten. Zudem konnte ( auch mich ) Bayley nicht wirklich überzeugen und aus dem übermächtigen Schatten von Dickinson heraustreten. Die Ablehnung der Fans bekam die Band auch auf der anschliessenden Tour zu spüren, auf der man vor teilweise halbleeren Hallen spielte, die ohnehin schon kleiner waren, als die Hallen der vorherigen Touren. Auch live konnte Bayley Dickinson nicht das Wasser reichen, da seine Stimme mit ihrer eher tiefen Tonlage nicht dazu geeignet war, alte Stücke gut genug zu interpretieren. Dennoch versuchte es die Band weiter und zählte auf ihr loyales Following.
So erschien 1998 mit "Virtual XI" das zweite Album der Bayley-Ära, welches allerdings noch deutlicher Unterging als der Vorgänger. Viele Fans befürchteten damals das Ende der Band und sahen keine Chance, dass ihre Helden noch einmal an alte Großtaten anknüpfen könnten. Doch ganz so weit war es dann doch noch nicht.
Am 10. Februar 1999 bestätigten sich die schon lange vorher kursierenden Gerüchte und Adrian Smith UND Bruce Dickinson kehrten zur Band zurück, Jannick Gers blieb der Band trotzdem erhalten, was seitdem in einer dreifachen Gitarrenwand gipfelt.
2000 erschien mit "Brave New World" ein Comeback-Album nach Maß, das Iron Maiden in alter Stärke zeigte und als legitimer Nachfolger von "Seventh Son of a Seventh Son" gewertet wurde. Die Band begab sich auf eine umjubelte Welttournee, welche ihren Höhepunkt im ersten Konzert der Band in Brasilien bei "Rock im Rio" vor 250.000 ausrastenden Fans fand. Die gleichnamige Live-Doppel-CD und DVD erschien 2001 und bietet eine beeindruckende Vollbedienung.
2003 erblickte "Dance of Death" das Licht der Welt, welches jedoch als deutlich schwächer als noch "Brave New World" angesehen wurde. Dennoch begab sich die Band erneut erfolgreich auf Welttournee, auf der sie auch in der Frankfurter Jahrhunderthalle halt macht, wo ich die Chance bekam zu erkennen, das Maiden live ( trotz dem ultrahappigen Preis von 55€ ) eine absolute Macht sind. Wenn eine ganze Halle "Fear of the Dark" singt ist das schon beeindruckend.
Das bislang letzte musikalische Kapitel schlugen Iron Maiden 2006 mit dem Release des mittlerweile 14en Studioalbums "A Matter of Life and Death" auf. Das Album stiess auf breit geteiltes Echo. Vom "schlechten Versuch, an alte Glanzzeiten anzuknüpfen" bis hin zum "besten Album seit 'Seventh Son'" war alles vertreten. Als sicherlich unkluger Schachzug für die Band erwiess es sich, das ( in meinen Augen wirklich gute ) neue Album auf der folgenden Tour in voller Länge zu präsentieren und dabei bei einer Spielzeit von knapp 1 1/2 Stunden auf etliche Klassiker ( u.a. teilweise auch auf "Number of the Beast" ) zu verzichten. Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht als unrühmlicher Abschied von der Bühne in die Geschichte eingeht.
Den Einfluss, den eine Band auf viele weitere Generationen von Nachwuchsmusikern hat, kann man erst nach vielen Jahren erkennen. Bei Iron Maiden ist er heute überdeutlich in der Musik von solch stilistisch vollkommen andersgearteten Bands wie In Flames, Killswitch Engage, Children of Bodom oder auch Edguy zu finden. Vor allem "The Number of the Beast" hat zahlreiche Musiker nachhaltig beeinflusst und gilt nicht umsonst als eines der, wenn nicht sogar das wichtigste Heavy Metal Album. Das sogar die Prog-Kings von Dream Theater auf einer ihrer letzten Touren an manchen Abenden das komplette Album live coverten sollte für sich sprechen. Iron Maiden sind definitiv die wichtigste Heavy Metal Band dieses Planeten.
Anspieltipps zu geben fällt bei einem solch massiven Klassikerfundus natürlich dementsprechend schwer, zwingend sind jedoch "The Number of the Beast", "Run to the Hills", "Fear of the Dark", "Hallowed be thy Name" und "The Trooper". Zieht euch einfach die "Rock in Rio"-CD rein und ihr habt einen perfekten Überblick über das Schaffen dieser begnadeten Band.^^
Sonntag, 10. Juni 2007
Einer dieser Tage
Kennt ihr das auch? Diese typischen Tage ( bevorzugt Sonntage ), an denen man den ganzen Tag eigentlich nur rumsitzt, ohne sich grossartig mit was zu beschäftigen, einfach nur Zeit absitzt und drauf wartet das es Abend wird oder das irgendwas passiert. Wo man feststeckt, zwischen diesen beiden Polen, der Freude darüber, dass man einfach nichts tun muss, weil Wochenende ist und dieser ( teils ziemlich drückenden ) Gewissheit, dass einen der ganze Stress und der ganze Mist am nächsten Tag wieder einholen wird und man somit eigentlich nur seine Zeit absitzt, quasi wie ein Verurteilter der auf den Galgen wartet ( sehr metaphorisch gesprochen ). Und man sich aber trotzdem nich aufraffen kann, jetzt zumindest mal was wenigstens teilweise sinnvolles zu machen, obwohls das leichteste von der Welt wäre.
Ich dacht eigentlich immer, dass ich solche Tage nach dem Ende der Schulzeit nich mehr erleben würde/müsste. Aber sie sind immer noch da. Schleichen sich immer mal wieder ein, von hinten an dich ran, ganz vorsichtig und dann umschlingen sie dich und lassen dich wie durch so nen dichten Nebel schweben, quasi wie auf sehr dicken Wolken.
Und wenn man dann, so wie ich jetzt abends bei lauen Temperaturen dasitzt, das Fenster offen und leise Geräusche von draussen, dann überkommt einen manchmal so eine komische Gefühlsmischung aus süßer Melancholie und praller Lebensfreude. Man ist einfach rundum zufrieden und kann sich einfach mal fallen lassen. Und wenn man dann noch passende Musik laufen hat, dann will man gar nicht mehr aufhören damit sich treiben zu lassen. Irgendwie total schön das Gefühl, wenn man auch einfach mal Ruhe hat.
Werd mich dann mal rauspflanzen, mit ner netten CD, ner guten Lektüre und nem kleinen Gläschen Rotwein. Bisschen das Leben geniessen und mich gleichzeitig darüber wundern, dass es einen manchmal so unsaft gegen Wände laufen lässt. Aber kann man dem Leben in solchen Momenten wirklich böse sein?
Current mood: luftig-leicht
Freitag, 8. Juni 2007
Hut ab!: Abandoned CD-Release-Party im Steinbruch in Nieder-Ramstadt am 06.07.07
So, am Mittwoch wars nach nem ziemlich anstrengenden Arbeitstag ( Preisfrage: Was ist noch schlimmer als zu viel Arbeit? Zu wenig! ) auch mal wieder Zeit, sich in mehr oder minder angemessener Lautstärke und Klangqualität die Lauschlappen freiblasen zu lassen.
Nachdem Tom unsere Karten schon vor knapp 2 Monaten reserviert hatte gings dann auch pünktlich um 20:00 ( kurz aufgehalten durch ne zu rauchende Shisha beim Tom zuhause ) ab in den schönen Steinbruch nach Nieder-Ramstadt um uns für 6 Euronen die volle Breitseite an sage und schreibe 5 regionalen und latent überregionalen Bands zu geben.
Pünktlich um halb neun gingen dann auch die Leuchten aus und nach einer kurzen Ansage ( inkl. Bitte um mehr Kleingeld beim Getränkebezahlen, weil selbiges ausgegangen war^^ ) vom DJ auch schon wieder an um die Bühne zu erhellen, auf der sich inzwischen auch schon "Saevitia" aus Aschaffenburg ( also Feindesland ) eingefunden hatten. Geboten wurde mehr oder minder innovativer Black Metal mit stark norwegischem Einschlag und eher suboptimalem Sound: Irgendwie war alles zu laut und verdammt schwammig. Die Bühnenpräsenz des Sängers beschränkte sich meist darauf, dass er anwesend war und auch der Gesang ( typisch nordisch-kreischend ) klang streckenweise eher wie die verdammt wütende Variante von Kermit dem Frosch. Alles in allem ein recht mässiger Opener...
Als nächste Band ( inzwischen hatten wir uns stilecht mit "Abandoned"-Shirts versorgt und ein bisschen Blödsinn mit ein paar Bandmitgliedern gequatscht ) betraten nun "Fenfire" aus Darmstadt die Bretter, die die Welt bedeuten ( können ). Die Combo um Toms Ex-Klassenkamerad Herb am Schlagzeug zockte ziemlich melodischen Black Metal eher schwedischer Prägung, der streckenweise ein wenig an Dissection erinnerte. Hier zeigte sich dann meiner Meinung nach auch schon der Klassenunterschied zu "Saevitia": Die Band zockte tighter und vor allem der Sänger konnte mich mit seiner eher an Death Metal-Vocals angelehnten Stimme deutlich mehr überzeugen. Sonderlich "evil" sahen die Jungs allerdings nicht aus, auf Corpsepaint wurde fast gänzlich verzichtet, es herrschte eher ein bunter Mischmasch aus Thrash-, Death-, Normalo- und sogar Grunge-ähnlichen Stilen.^^ Der einzige der wirklich locker das Prädikat "komplett durchgeknallt" einheimsen konnte war der Bassist, der mit seiner stilistischen Mischung irgendwo zwischen Goth, Punk, Black Metal und Country total abgefahren rüberkam. Zusätzlich war er der einzige mit dezentem Corpsepaint; rote Kontaktlinsen und eine zerbissene Kunstblutkapsel trugen auch dazu bei, dass er bei einer Liste potentieller Schwiegersöhne garantiert der einzige wäre, der sich im Minusbereich wiederfinden würde.^^
"Everfest" schenkten wir uns dann komplett und liessen uns lieber mit einem frisch gezapften Pils im gemütlichen Biergarten nieder und verfolgten die Fussballübertragung im Fernsehen. Lustig war es, zu sehen, dass sich zwischen die ganzen bösen Metaler auch eine stinknormale Familie mit Hund und Kind gemischt hatte, die offenbar nochmal nen kleinen Zwischenstopp auf ihrer Radtour einlegen wollte. Krasse Sache das, zumal auch im Biergarten heftigste Mucke gespielt wurde.
Zum Beginn der Show von "Dead Eyed Sleeper" ( ex-Legacy ) aus dem Odenwald begaben wir uns dann auch wieder in den Club. Die Musik der Band, die mir vorher vom Merchandiser als "technischer, komplexer und brutaler Death Metal" beschrieben wurde, konnte uns allerdings nicht wirklich mitreissen; zumindest nicht an dem Abend. Sorry, aber wenn ich ne Thrash-Band sehn will, dann brauch ich einfach kein ultraabgefahrenes Geschrubbe àla Cannibal Corpse zur "Auflockerung". Also waren wir dann doch recht schnell wieder im Biergarten anzutreffen.
Als endlich "Abandoned" die Bühne betraten zeigte der Zeiger der Uhr auch schon 0:15 Uhr an. Frenetisch bejubelt legten die Jungs aus Darmstadt und Mühltal los wie die Feuerwehr und feuerten eine Old-School-Thrash-Granate nach der anderen ins Publikum, das auch sofort steil ging. Leider machte sich bei meiner Wenigkeit ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt endgültig die extreme Müdigkeit bemerkbar. Zu "Meat" wurde zwar nochmal richtig schön steilgegangen, aber den Rest der ( wie immer verdammt spassigen und musikalisch erstklassigen ) Show musste ich mir dann vom Rand des Pits aus anschauen - da ging nix mehr. Das Publikum hatte weiter seinen Spass und feierte zu alten und neuen Tracks, sowie den kultigen Ansagen von Fronter Kalli ( "Mir sin ja net nur hier zum spiele. Mir wern also jetz en klaanes Verkaufsgespräsch führn. Unsern Endstudent, Neuvadder un Bald - Ehemann Konny will sei alt Moped verkaufe. Wer hat'n Interesse?" ) eine fette Party. Um 1:15 Uhr war dann für uns auch Schluss und sichtlich geschafft traten wir den Heimweg an.
Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei ( dann auch ausgeschlafen ), wenn es wieder heisst "Hut ab vor der Deutschen Bäckerinnung!"^^
Montag, 4. Juni 2007
Black clouds hanging over me
Stelle gerade wieder fest das das Herz zugleich das wichtigste aber auch das grausamste Organ im Körper ist.
Und wenn dann auch noch Gefühle dazukommen ist die Seelenfolter perfekt....
Momentan würd ich am liebsten aus meinem Körper fahrn, laut schreien und dann wieder anfangen zu weinen, weil ich einfach so dumm bin und mir das immer wieder antue, aber nach wie vor einfach kein Lichtstrahl zu mir durchdringt. Das zarte Geschlecht weiss gar nicht was es uns Männern antun kann....
Current mood: depressiv-traurig
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