Einträge "Februar 2007":

Dienstag, 27. Februar 2007

Welcome to the Freakshow: Edguy Jubiläumsshows am 23. und 24.2.07 in Angersbach

So, nun ist schon der dritte grössere Konzerttermin für dieses doch noch recht junge Jahr abgehakt und man muss sagen: Es war mal wieder einfach nur G-E-I-L!^^

Am Freitag um kurz nach 15 Uhr starteten Tom und meine Wenigkeit in Ober-Ramstadt um nach knappen 2 Stunden, einigen Merkwürdigkeiten ( ohne ersichtlichen Grund, wie bspw Ampeln oder ein Unfall, ein 2 km Stau kurz nach dem Autobahnende nahe Fulda, der sich nach 5 Minuten in wohlgefallen auflöste ) aber trotzdem noch mit guter Laune in der Jugendherberge in Fulda aufzuschlagen.
Direkt beim einchecken wurde uns dann auch recht schnell klar, dass das Haus übers Wochenende fest in Langhaar-Hand war. Vom Herbergsvater wurden wir dann auch gleich darauf aufmerksam gemacht, dass zwei Mädels noch eine Mitfahrgelegenheit zum Konzert suchten, woraufhin wir uns natürlich sofort bereit erklärten, die Damen mitzunehmen ( wer jetzt sowas wie "typisch Jungs" denkt, dem sei gesagt, dass die Mädels erstens doch nen ganzen Zacken älter als zumindest ich waren und nebenbei bemerkt auch nur zu 50% ansprechend aussahen^^ - aber beim Metal gehts ja um die Musik und nich ums aussehen... ).

Nachdem wir in Rekordzeit ( 3 min ) unser Zimmer bezogen hatten, gings auch schon wieder ab ins Auto und auf ins eine halbe Autostunde entfernte Angersbach zum Veranstaltungsort, dem wirklich exzellenten Wartenberg-Oval. Dort gab es dann für alle Mitfahrer jeweils eine überraschende Neuerung: Unsere beiden Damen wunderten sich, dass die Leute in Hessen so ordentlich in der Schlange vor der Halle warteten und die beiden Südhessen bekamen endlich mal zu sehen, dass es auch Hallen gibt, die pünktlich öffnen können und so verhindern, dass man sich auf gut deutsch den Arsch abfriert ( da könnte sich die Stadthalle Langen locker mal 15 Scheiben abschneiden... ).

In der Halle angekommen ging dann der übliche Konzertalltag los: Warten, sich den Merchandise Stand angucken, warten, kurz die Blase erleichtern, warten, was trinken. warten - bis dann endlich zum ersten Mal das Licht ausging und Doro die Bühne enterte.
Die altgediente deutsche "Metal-Queen" ( o-Ton vom Basser ) bot dann auch eine solide, wenn auch leicht kitschige Show, erzeugte beim Verfasser dieser Zeilen immer wieder ein leichtes Grinsen ob der im besten Mix aus Deutsch und Englisch dargebotenen Ansagen ( generell fand Frau Pesch das ganze Wochenende "supertoll" ), überzeugte aber mit einer guten Setlist, die auch alten Klassikern mehr als genug Platz einräumte. Zum obligatorischen Kitschfetzen "Für Immer" kam dann "special guest" Chris Caffery ( etatmässiger Gitarrist seiner Soloband, des Trans Siberian Orchestra und natürlich der absoluten Götterband schlechthin - Savatage ) auf die Bühne, um den Sound für die folgenden drei Songs ( u.a. auch "All We Are" ) nicht nur um zusätzliche Gitarrenpower, sondern auch um einige geniale Soli zu bereichern, die wieder einmal zeigten, dass dieser Mann nicht von dieser Welt ist. Nach einer guten Stunde war dann Schluss mit Frau Pesch und alles wartete gespannt auf den Headliner.

Nach einer angenehm kurzen Umbaupause ( Doros Set wurde schon auf dem Edguy Schlagzeug gezockt, bei dem dann nur noch zwei "Kuhfell" Tomms ausgetauscht wurden ) wurde dann ein Edguy-typisches seeehr spassiges Schlager-Intro eingespielt ( dieses Mal wars irgendein spanisch/mexikanischer Siesta Kram^^ ) und nach dem obligatorischen "Ladies and gentlemen - welcome to the freakshow!!" stürmte Deutschlands beste Metalband die Bühne und legte los wie die Feuerwehr. Geboten wurde ein guter Mix aus neuerem und älterem Material, wobei der Fokus eindeutig auf den letzten drei Scheiben "Mandrake", "Hellfire Club" und "Rocket Ride" lag. Zu meiner grossen Freude packte die Band auch ein paar Songs aus, die sie schon länger nicht mehr live dargeboten hatte. So kamen wir bspw zum ersten Mal in den livehaftigen Genuss der "Mandrake" Single "Painting on the Wall" und auch "The Headless Game" fand endlich wieder Beachtung in der Setlist. Ansonsten bat der Abend weniger Überraschungen, es wurde hauptsächlich ein Best of Programm geboten. Tobi war wie immer super aufgelegt und auch das kultige Schlagzeugsolo ( eingeleitet von einem wohlbekannten, röchelnden Atem, gefolgt von dem ultracoolen Zitat "Lord Vader." - "Yes, Master?!" - "RISE!!" ) zum "Imperial March" aus Star Wars war wieder äusserst unterhaltsam. Insgesamt also wieder ein klasse Gig von Hessens bekanntester Band.

Der Samstag wurde dann von uns hauptsächlich auf dem Zimmer mit wahlweise lesen, schlafen ( in exakt passenden Betten - kein Centimeter Luft an Kopf und Fussende^^ ) oder lernen verbracht, nur unterbrochen von einem kurzen Ausflug zu dem wohlbekannten Schnellrestaurant mit dem grossen "M" im Logo.  

Abends ging es wieder zum Oval, wo dann auch der Merchandise Stand grössere Beachtung erhielt.
Nachdem Doro eine fast identische Setlist geboten hatte ( abgerundet nur vom finalen "Hellbound", das schon am Abend vorher vehement gefordert worden war ) fieberten alle dem zweiten Auftritt von Edguy entgegen. Vorfreude mischte sich auch bei mir mit der Befürchtun, dass eine nahezu identische Setlist geboten werden könnte. Doch weit gefehlt:
Edguy griffen zwar immer noch auf unverzichtbare Klassiker zurück, aber auch mindestens genauso tief in die Schatzkiste. So mischten sich zum regulären Programm Perlen wie das noch nie live gespielte "Nailed to the Wheel", der "King of Fools"-EP Kracher "Holy Water" und auch "Tears of a Mandrake" wurde schliesslich gespielt. Zusammen mit dem Übersong "The Piper Never Dies" von der "Hellfire Club" ( für den man allerdings auch am zweiten Aben gerne wahlweise "Theater of Salvation" oder "The Pharaoh" hätte spielen können ) und bewährten Krachern wie "Vain Glory Opera", "Lavatory Love Machine", "Spooks in the Attic" und natürlich auch dem Ausflug zu Tobis Nebenprojekt "Avantasia" in Form des Titelsongs steckte der zweite Abend den ersten eindeutig in die Tasche. Kultig zudem Tobis Reaktion auf den Mikro-Soundcheck eines Roadies, der dabei massiv Werbung für das DFB-Pokal-Viertelfinale heute Abend betrieb ( "Ich sage für Dienstag nur: Nur der OFC!" ): In einer Songpause verschwand Herr Sammet kurz neben der Bühne um beim folgenden Stück mit einem OFC-Schal wedelnd über die Bühne zu stolzieren.^^ Ganz grosser Sport!!
Insgesamt also ein mehr als würdiges 15jähriges Bühnenjubiläum für die sympathischen Jungs aus Fulda, die nicht nur von Fans aus ganz Deutschland, sondern auch von Anhängern aus Frankreich, der Tschechei und sogar Japan (!!) gnadenlos abgefeiert wurden. Bleibt also nur zu konstatieren, dass Edguy auch beim inzwischen 6en mal gucken nicht langweilig werden.^^

 

Currently playing: Blind Guardian - Punishment Divine

Donnerstag, 8. Februar 2007

No Compromise: Ektomorf im Steinbruch in Nieder-Ramstadt

So gestern Abend stand das zweite Konzert dieses Jahres an, das durch meine Teilnahme gewürdigt wurde *sichwichtigmach*.^^

Ektomorf luden ins Steinbruch Theater in Nieder-Ramstadt und Nici, Sven, Matthias und meine Wenigkeit folgten dem Aufruf der supersympathsichen Ungarn.

Nachdem sich Nici um halb sieben bei mir blicken liess ging die kurze Fahrt Richtung Bruch auch schon los. Noch schnell Matthias eingesammelt un um 18:45 standen wir auch schon als erste vor den noch verschlossenen Türen. Nachdem dann auch noch Sven zu uns gestossen war ( und sich anhören musste, das kurz vor seiner Ankunft der Sänger von Ektomorf grüssend und grinsend an uns vorbeigestiefelt war ) wurden auch kurz danach die Türen geöffnet und wir konnten das kleine aber feine Kulturhighlight für Freunde der härteren Gangart in unserer Region betreten. 

Da es an diesem Abend für äusserst moderate 14 € gleich 5 Bands zu bestaunen gab ( davon 2 lokale Combos ) war für genügend Unterhaltung gesorgt.
Als erstes enterten Legal Hate die Bühne und wussten trotz unterirdischen Sounds ( der Soundmann fand  erst bei der vorletzten Gruppe die richtigen Knöpfe ) mit ihrem krachigen und modernen Thrash Metal zu begeistern.
Die 3 Jungs plus Dame ( am Bass und mit beängstigender Brüllstimme ) legten gut los, lockten das noch spärliche Publikum aber nicht wirklich aus der Reserve.

Den Namen der nächsten Combo hab ich leider irgendwie gar nich verstanden, ich kann mich hier nur noch dran erinnern, dass es was mit "blood" war und man aus Gross-Umstadt ( also quasi umme Ecke ) kommt. Geboten wurde teilweise melodischer Metalcore, der ganz gut zu konsumieren war, seine schönen Momente hatte, aber auch nich wirklich an die Vorbilder ( wohl Caliban, Chimaira, Killswitch Engage und Heaven Shall Burn ) heranreichen konnte. Erwähnenswert wären hier die schicke, knallrote BC RICH WARLOCK des Gitarristen und die Tatsache das der Sänger der Truppe des öfteren Mittwochs im Bruch zu finden is....

Aller guten Dinge sind drei. Das dachten sich wohl auch die Schweden von Blinded Colony als sie die Bühne enterten und mit wildem Acting lospreschten. Musikalisch wurde ( Überraschung, Überraschung ) melodischer Death Metal mit teilweise cleanen Vocals ganz in der Tradition von In Flames, Soilwork und Dark Tranquility geboten. Vor allem der Fronter der Truppe machte mit teilweise reichlich lächerlichen Einlagen, bei denen immer auf irgendeine Weise sein Shirt zum Einsatz kam, auf sich aufmerksam: Mal mit über den Kopf gezogenem Shirt singend, dann wieder das Mikro unter die Bekleidung geschoben und drauflosgekrächzt und und und. Mehr Fussball als Metal wollte man meinen. Nichtsdestotrotz hatte er einiges auf dem Kasten und man musste sich des Öfteren wundern, wie ein solch zerbrechliches Kerlchen solche perversen Töne hervorbringen konnte, ohne zu zerspringen. 

Den Co-Headliner markierten Kayser, laut Angabe auf dem Flyer die neue Band des Ex-Spiritual-Beggars-Fronters. Da ich mit beiden Combos keinerlei Erfahrungen habe, konnte man  also komplett Vorurteilsfrei an die Truppe herangehen. Geboten wurde eine Mélange aus Death/Thrash/Rock'n'Roll und Doom. Mit plötzlich glasklarem Sound wurde drauflosgebrettert, Interessierte konnten die Bierplauze des Sängers im offenen Hemd bewundern, während dieser auf diversen Aufbauten rumkraxelte und dabei grölte, als wolle er Lemmy und Mille Petrozza gleichzeitig fressen. Ziemlich lustige Mucke, aber dennoch warteten eigentlich alle noch auf den Headliner und sparten sich die Energie auf.

Diese sollte dann auch um kurz vor elf endlich freigesetzt werden, denn zu einem recht atmosphärischen Intro betraten Ektomorf die kleine Bühne des Bruch und fetzten gleich mit "Outcast" los. Von diesem Zeitpunkt an drehte der komplette Steinbruch kollektiv durch. Auch den Verfasser dieser Zeilen zog es ( zumindest für die ersten 3 Songs ) in den Moshpit, wo man auf zweierlei Arten durchgeschüttelt wurde: Zum einen von den Stössen der anderen "Teilnehmer", zum anderen von den wirklich ultrabrachialen Klängen von der Bühne aus. Ektomorf boten aber auch wirklich die perfekte Mixtur aus Geballer und mörderischem ( und wenn ich das so schreibe, dann mein ich das auch so ) GROOVE, zu der man einfach abgehen musste ( was mit ein paar Bier intus, wie im Fall des Verfassers, noch besser ging ). Geböller ohne Ende, jede Menge gejumpe und die willenlose Erfüllung der immer wieder gestellten Aufforderung "loose your fucking mind and destroy this place" ergaben ein rundum gelungenes Konzert. Definitiv immer wieder geil!!^^

Als letztes könnte man noch erwähnen, dass sich mein Nachbar genau gestern Abend dazu erbarmte mir meine seit über einem Jahr verschollene "Destroy" von Ektomorf vorbeizubringen. Zufälle gibts.^^ 

Currently playing: Ektomorf - I Choke
Current mood: bisschen geschafft aber happy

Montag, 5. Februar 2007

Oh wie ist das schön!!

So nun haben unsere Handballer das geschafft, was unseren Fussballern im Sommer verwehrt geblieben ist: WIR SIND GOTTVERDAMMT NOCHMAL WELTMEISTER!!! Und haben ein klasse Spiel abgeliefert. Zwar haben wir es peinlicherweise nicht geschafft in einer 6:4 Überzahl Tore gut zu machen, aber am Schluss haben wirs dann doch noch mal richtig krachen lassen. Gut so!!

Schön auch der eine Transparentspruch, gerichtet an unsere Osteuropäischen Nachbarn und Gegner: "Unsere Autos könnt ihr haben - Der Pokal bleibt hier!!"^^

 

 

 

 

 

Currently playing: Queen - We are the Champions
Current mood: saugut!^^