Einträge "Juli 2006":

Freitag, 21. Juli 2006

Lebenszeichen....

...werd ich hier auch mal wieder von mir abgeben. Immerhin isses schon ne ganze Weile her das ich was geblogt hab und das kann ja nich ewig so weitergehen.
Leider gibts nich sonderlich viel und interessantes zu berichten, die letzten Tage sind eigentlich alle recht gleich verlaufen. Möglichst lange gepennt, aus den Federn geschält, in der Sonne gebraten, mittags ins Schwimmbad für ein bissl Abkühlung und ein wenig Bräunng ( was irgendwie nich so ganz funktionieren will^^ ) und Abends dann entweder zuhause oder unterwegs bei Kumpels. Bei der Gelegenheit wurde dann natürlich ein Film nach dem anderen geguckt, unter anderem Geständnisse-Confessions of a Dangerous Mind, King Arthur Director's Cut, Kill Bill Vol 1, GoodFellas und gestern Abend dann Ab durch die Hecke. Der Film is schon ziemlich gut und hält unserem Konsumverhalten recht gekonnt den Spiegel vor. Die Gagdichte der Spitzenreiter Shrek 1+2, Findet Nemo und Ice Age 1 (!) erreicht er jedoch nicht wirklich. 

Aber trotz allem: "Aber ich mag doch den Keks!" Laughing

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Current mood: Alles klar

Montag, 10. Juli 2006

Finaler Abpfiff

Nun ist sie also auch vorbei: Die FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2006 im schönen Deutschland.
Gestern Abend war nach dem Finale der Schlussstrich unter 4 Wochen Jubel , Trubel, Heiterkeit, 4 Wochen Fußballwahnsinn, überschwängliche Freude, abgrundtiefe Trauer, 4 Wochen lang entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. 

Die deutsche Mannschaft hat sich am Samstag würdig mit 3:1 und damit verbunden dem hochverdienten dritten Platz aus dem Turnier verabschiedet. Und gestern Abend wurde dann in Berlin mit Italien der nun aktuelle Weltmeister gekrönt. Gleichzeitig auch Schauplatz eines wohl äusserst unfreundlichen Abgangs von Zinedine Zidane.

Was bleibt nun also nach 4 Wochen kollektiven Chaoses? Ein Deutschland ( deutsches Volk klingt mir dann doch zu seltsam ), dass sich nicht mehr dafür schämt das zu sein was es ist: Eben deutsch. Menschen, jung und alt, die mit schwarz-rot-gold auf der Fahne, im Haar, auf dem Shirt, im Gesicht oder sogar gleich dem ganzen Körper feiernd, singend, tanzend und hupend durch die Innenstädte braust. Die den Italienern, den Portugiesen, den Brasilianern beweisen, dass man auch in Deutschland, abseits von Maßbier, Weisswurst und Schuhplattler, feiern kann, was das Zeug hält. Das es nicht nur ( wie hier in Rossdorf ) die Italiener sein können, die mit Autokorsos die halbe Nacht den Ort in Atem halten ( wie gestern Abend, aber da waren auch noch Feuerwerkskörper dabei ) können, sondern eben auch wir - die Deutschen.

 Die deutsche Nationalelf hat allen Zweiflern, zu denen auch ich gezählt habe, gezeigt, was in ihr steckt, was sie zu leisten im Stande ist, wenn sie denn will. Und hat gleichzeitig auch noch einiges an Potential offenbart, das sich bei konstanter Entwicklung auch bei der EM 2008 in einem der Spitzenplätze niederschlagen wird.
Aber sie hat nicht nur tollen Fußball gespielt. Sie hat auch eine einzigartige Euphorie entfacht und den Deutschen auf diesem Weg auch in gewisser Weise eine neue Identität gegeben. Sie hat mitgeholfen das sich Deutschland der Welt wirklich als die Freunde präsentiert hat, bei denen man zu Gast war. Sie hat ein neues, ein positives Nationalgefühl geschaffen, Ost und West vereint und gezeigt das Deutsche mehr können, als sich von der Vergangenheit erdrücken lassen. Sie hat den Deutschen wieder Deutschsein gelehrt. Und das im wohl positivsten Sinne, den man sich vorstellen kann.

Ich bin gespannt wie lange sich dieses neue Gefühl wohl hält.... 

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Current mood: Alles klar

Sonntag, 9. Juli 2006

Kaputt, aber trotzdem ganz gut drauf....

...bin ich heute Mittag, nachdem ich mich nach ca 6 Stunden Schlaf aus dem Bett gequält hab. 

Gestern Abend hat mein Vater endlich seinen 50en Geburtstag nachgefeiert und zwar mit ganzen 86 Leuten am Anglerheim in Roßdorf. Es war gigantomanisch. Drinnen war ein Mörder-Buffet aufgebaut, zwischen Hütte und Vor ( bolz- ) Platz war für die unverbesserlichen, die auch bei nem Geburtstag nich auf die momentane Volksdroge Fussball verzichten können ein Fernseher aufgebaut, und auf besagtem Bolzplatz ( den wir extra noch zusätzlich angemietet hatten ) waren 2 große Pavillons, ein Mischpult für unseren DJ ( Freund von meinem Vater ), ein Kühl- und ein Zapfwagen aufgebaut, von dem aus 6 Jungens der Kerweborsch die Bewirtung übernommen haben. Und die hatten ordentlich zu tun. Ich hab mal geguckt, die zwei 50er Fässer waren komplett leer...

Natürlich war deswegen den ganzen Tag im Fischer-Camp höchstspannung angesagt und da wird auch nicht vor nem noch ein bissl Kranken Halt gemacht. Also hab ich morgens schön mit meinem Vater die Unmengen an Kisten ins Auto gepackt, runtergefahren und da grad wieder ausgeladen. Dann noch diverse Speisen angekarrt, im ALDI noch fehlendes eingekauft und 15 Schnakenkerzen im toom-Baumarkt in Zimmern gekauft und rangeschafft. Mittags war ich dann auch noch mal für 2 Stunden der Aufpasser an der ganzen Chose, den immerhin standen da mehrere 1000 € an Pfungstädter-Bier-Utensilien herum. Die einzigen die allerdings gekommen sind waren ein paar Angler, die sich noch'n bissl in ihrer Hütte gelümmelt haben und ein paar Kids, die Fussball spielen wollten. 

Der wirklich harte Teil kam dann nach der Feier ( die übrigens sehr viel Spaß gemacht hat ), denn der Nico, der Tom, die Steffi und meine Wenigkeit waren dazu abgeordnet worden, bis morgens um halb sieben Nachtwache zu schieben. Wir hatten dann zwar den ganzen Zapfwagen für uns und somit jede Menge Freifahrt, aber nach ner Stunde waren wir dann doch schon sehr müde. Also wurde der letzte Teil der Wache ein ziemlicher Kampf. Noch toller wurde es dann, als sich meine Mutter bei der Ablösung um fast ne ganze Stunde verspätete. Letztendlich haben wirs aber doch noch ganz gut gepackt, ich hab den Nico noch schnell heimgekarrt und bin um halb acht todmüde ins Bett gekracht. Sowas brauch ich dann so schnell auch nich wieder. Durchmachen war noch nie meine Stärke.... 

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Current mood: noch'n bisschen schläfrig

Freitag, 7. Juli 2006

Beschäftigung

Tja und noch immer sitz ich hier rum und bin schön krank. Zwar lass ich mir nich mehr mein jeweiliges Essen durch den Kopf gehe, aber wenn man nachts schwitzen muss wie ein Schwein, weil einem durchs Fieber verflucht heiss is, ist das auch kein sonderlich grosser Spass. 

Da durch sowas natürlich leider auch die Aktivitäten mit den Kumpels flachfallen musst ich mir anderweitige Beschäftigung suchen. Was für ein Glück, dass ich hier noch zwei DVDs rumliegen hatte, die nur darauf gewartet haben, geguckt zu werden.
Als erstes hab ich mir mal  "Road to Perdition" mit Tom Hanks vorgenommen, so ein Mafiafilm über einen  Berufskiller und seinen Sohn, die fliehen müssen, als der Sohn  zufällig einen Mord beobachtet.  Die Ausstattung des Films  ist  1A und über Tom Hanks Leistungen als Schauspieler brauch ich wohl nich mehr viel Worte verlieren.

Der zweite Film, der mich dann auch noch ein bisschen mehr beeindruckt hat war "Syriana" geschrieben und gedreht vom Drehbuchautor von "Traffic", Stephen Gaghan. Wieder haben wir es hier mit ner Art Episodenfilm zu tun, der insgesamt 4 Handlungsstänge miteinander vermischt. Allgemein dreht sich alles um Ölgeschäfte der USA im mittleren Osten, ihre Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen und die herangehensweise an ein solches Thema. So verfolgt der Zuschauer den Weg eines abgehalfterten CIA-Agenten, eines Beraters in Sachen Energiewirtschaft ( hoffe ich hab hier das richtige Fachgebiet getroffen^^ ), eines Anwalts, der eine Fusion zweier Konzerne überwachen soll und zweier nun arbeitsloser junger Araber, die durch ihre Situation zum Äussersten getrieben werden.
Filmisch wirkt das Ganze wiede, wie auch schon in "Traffic" teilweise semi-dokumentarisch und nicht wie ein wirklicher Kinofilm. Die Schauspielerleistungen der Top-Riege ( u.a. George Clooney, Matt Damon ) sind erste Sahne und auch wenn die Erzählung ohne erhöhte Aufmerksamkeit nicht zu verfolgen ist ( es fehlen optische Hilfsmittel wie die verschiedenen Farben in "Traffic" ) so ist nach dem Sehen doch eins klar: Dieser Film ist wichtig, weil er erstens ein aktuelles Thema recht anschaulich und vor allem realistisch darstellt und zweitens aus Amerika kommt - eben dem Land, das hier selbst so stark in die Kritik gerät. Endlich wieder ein Film, der ohne den sonst typischen Patriotismus auskommt und bereitwillig und gewollt den Finger in die Wunden einer kaputten westlichen Welt legt. Der Untertitel sagt es wahrhaft treffend : "Korruption ist alles".

Naja, werd die hoffentlich auch dann mit euch gucken können, wenn ich wieder voll da bin. Und haltet "From Dusk till Dawn" bereit. Darauf hätt ich nämmich auch mal wieder richtig Bock. Schön sinnfrei-absurdes Geballer.^^

 

Currently playing: Communic - Watching it all disappear
Current mood: mittelmässig

Donnerstag, 6. Juli 2006

Krank....

Tja, da sitzt man Dienstags Abends noch beim tom zuhause rum und verfolgt gebannt das vorzeitige Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM ( was meiner Meinung nach übrigens nich weiter schlimm ist, weil die Mannschaft so schon viel mehr erreicht hat als man ihr vor Turnierbeginn überhaupt zugetraut hätte ), fühlt sich super und hat seinen Spaß - und wacht am nächsten Morgen mit Halsschmerzen auf. Im Lauf des Tages gesellt sich dann auch noch Fieber dazu und auch die allseits beliebten Kopf- und Gliederschmerzen lassen nicht lange auf sich warten. Und am späteren Abend schafft man es dann schlussendlich auch noch das wenige gegessene wieder komplett nach draussen zu befördern. Echt geil. Schlafen kann man auch nicht richtig weil einen das Fieber von innen raus so richtig schön kocht. Nassgeschwitzt wälzt man sich von einer Seite auf die andere und versucht wenigstens ein bisschen zu schlafen. 

Offenbar hab ich mir ne Kombo aus Sonnenstich und leichter Sommergrippe zugezogen. Ich glaub ich bin der einzige Mensch ders fast schon regelmässig packt bei 35° Aussentemperatur Fieber zu bekommen. Hoffen wir mal das ich zur Geburtstagsfeier meines Vaters am Samstag wieder ganz bin.  

Currently playing: Immortal - In My Kingdom Cold
Current mood: mitte

Montag, 3. Juli 2006

Schluss! Aus! Vorbei!

So hier folgt jetzt, wenn auch mit ein bisschen Verspätung, mein Bericht zu unserem Abiball, der in der ehrenwerten Halle am Schlossplatz in Aschaffenburg ( Feindesland!^^ ) stattfand - und das auch erst mit gehöriger Verspätung, da ja auf der aufgehängten "Kleinbildleinwand" zunächst mal der Sieg der deutschen Elf über Argentinien beobachtet werden musste. Nachdem dann die vorerst letzten "Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!" - Rufe verklungen waren gings ans Tische suchen und ans Futtern. Vorher wurden natürlich noch die extrem schnieken ( Grossteil der Jungens ), eleganten ( Grossteil der Mädels ), gewagten ( ein kleinerer Teil der Damen ), extremst nuttigen ( eine Person aus Groß-Zimmern, der die Oberweite beinahe aus dem Kleid gefallen wäre - man kanns auch übertreiben ) oder aber total genialen ( Nici S. aus R. mit seiner Kombo aus schwarzer Hose, schwarzem Hemd, Iro, Chucks und ner knallorangenen Krawatte ) Klamotten begutachtet. 

Der offizielle Teil des Abends wurde daraufhin wieder mit einer diesmal wirklich kurzen Rede unseres Schulleiters eröffnet und dann konnte man sich endlich am mehr oder weniger köstlichen Buffet bedienen. Wie auch immer, hauptsache der Magen war voll und damit bereit für die Aufnahme von diversen Bieren.^^ 

Der Abend verging dann auch in ziemlich geselliger Runde, es wurde viel gelacht und als dann das Showprogramm aufgefahren wurde, bestehend aus einer längst überfälligen Reunion UNSERER Take That, einem eleganten Ballett mit bunten Bändchen ( bestehend aus den Jungs des Abed-Geschi-LKs in rosa Tütüs^^ ) und dem finalen, abschliessenden Auftritt von wiederum UNSEREM one and only David Hasselhoff ( meisterlich imitiert von Felix S. aus GZ - Mutantenstadl lässt grüssen ), der unser Abimotto ( Looking for Freedom ) zum besten gab und schliesslich mit allen Abiturienten auf der Bühne das große Finale feierte, inkl. Polonaise und wiederum "Berlin"-Rufen! Würdiger Abschluss unter ein würdiges Rahmenprogramm.

Leider musste ich dann kurz danach der Müdigkeit und meinen Eltern Tribut zollen und die Heimreise antreten, ohne mich von allen zu verabschieden. Jetzt muss ich also hoffen, dass ich nicht jeden aus den Augen verliere, sondern zu möglichst vielen Kontakt halten kann.

Ist schon ein seltsames Gefühl und es macht einen auch echt traurig wenn man vom einen auf den anderen Augenblick feststellen muss, dass man 90% der Leute an diesem Abend zum vorerst letzten Mal gesehen hat und nicht wieder wie all die Jahre vorher jeden Morgen bekannte Gesichter treffen wird. Man sieht sich ein letztes Mal um im Saal und plötzlich wird einem bewusst das er da ist: Der erste wirkliche und einschneidende Bruch in seinem Leben. Der Wendepunkt, weg von alten Gewohnheiten und hin zu einer noch relativ unbekannten Zukunft, in der man neue Freunde finden und neue Herausforderungen annehmen wird. Und die man, meiner Meinung nach, auch verdammt gut angehen sollte, da man nur einmal die Chance zu etwas hat, denn wenn man erst mal tot ist, gibts kei zurück und keine zweite Chance mehr.

Halten wir es also mit den Worten "make the best out of your live" und beschreiten wir einen neuen Weg. Hoffentlich einen, der uns genau so glücklich macht wie der, den wir gerade verlassen haben.

Leute: ICH HAB EUCH ALLE SCHEISSE LIEB!! DANKE!! 

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Current mood: irgendwo dazwischen