Von Freiheiten, Zwängen und sonstigen Plänen

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Jetzt ist es also amtlich - der geneigte Herr Abiturient muss ab sofort nicht mehr in die Schule, zumindest bis zu den mündlichen Prüfungen  Ende Juni. Und am Mittwoch gleich nochmal zur praktischen Sportprüfung, bei der ich nich weiss obs mir davor grauen soll oder ob ich einfach cool bleiben soll. Naja, jedenfalls is jetzt nochmal genug Zeit, um für die mündlichen Prüfungen ( Ethik und Sporttheorie ) zu lernen. Und zwischendrin noch ein bisschen zu feiern. Und sich endlich um nen Ziviplatz kümmern zu können. Wenn alles klappt is zumindest der diese Woche noch unter Dach und Fach.

Gestern war ich dann mal wieder in meiner "tollen" Tätigkeit als Schiedsrichter unterwegs. Nach 40minütiger Fahrt nach Zwingenberg, 60 Minuten Gepfeife, eigentlich annehmbarer Leistung und recht zufriedenen Spielerinnen, sowie einer Trainerin, die sich am Ende zurückhalten musste, um nicht vor Wut zu platzen stand für mich fest - das war das letzte Mal. Soll sich doch ein anderer Depp den Arsch aufreissen. Da nimmt man den Anfahrtsweg auf sich, wird halbwegs anständig bezahlt, nur um in jedem Spiel auf den Sack zu kriegen. Anfangs lief mal wieder alles bestens, ausgeglichene Entscheidungen inklusive. Doch dann kams 1 Minute vor Ende der ersten Halbzeit zu ner schwierigen Torentscheidung ( ohnehin nicht klarer Fall, Stress und ne ungünstige Position ), die die Gefühle der Heimtrainerin hochkochen ließen. Von da an gings dann kontinuierlich bergab, jede noch so kleine Entscheidung wurde kritisiert, die Zuschauer haben auch noch schön draufgehauen und allen wars egal ob man den Mann in Schwarz damit nun noch nervöser und damit schlechter macht oder nicht. Hauptsache man hat seinen Sündenbock und mit dem dann Spaß. Wenn man dann für jede Entscheidung, egal für welche Seite, von der jeweils anderen konsequent Feuer kriegt hat man irgendwann keinen Bock mehr. Bedenkt man zusätzlich noch, dass in den letzten 3 Jahre vielleicht hochgerechnet 4 Spiele dabei waren, in denen mal keine Probleme auftraten greift man sich schon an den Kopf und fragt sich, was der ganze Scheiss eigentlich soll. Klar, Schiedsrichter is kein einfacher Job und man sollte ja wissen worauf man sich einlässt. Bloß wenn die Anfrage von guten Freunden der Eltern kommt, die man nich zurückweisen will is das was anderes. Da sagt man dann lieber mal schneller Ja als Nein. Und nicht zuletzt tut man damit auch noch was für den Verein. Doch wenn man dann 2 Wochenenden pro Monat jedes Mal durch die Scheiße watet und sich dabei immer mieser vorkommt hört der Spaß langsam auf. Und da ist es mir dann auch egal, ob unsere 1. Mannschaft deswegen mit Punktabzug in die Runde startet. Sollen sie halt aus der ohnehin schon faulen A-Jugend Leute rekrutieren.
Für mich als Schiedsrichter heisst es aber ab sofort: No way!

Jetzt steht erst mal noch die eingangs erwähnte Sportprüfung am Mittwoch, sowie die Organisation unseres Klassentreffens am Wochenende bei mir zuhause auf dem Plan. Dafür muss ich noch verschiedene Leute aktivieren, Geld eintreiben, Salate organisieren, etc pp. Wird nicht einfach, ist aber zu schaffen. Und last but not least sollte ich mal kucken, dass ich endlich Schwung in mein Liebesleben bringen kann. Auch das wird für mich nicht einfach werden, aber irgendwann muss man sich auch mal seinem inneren Schweinehund stellen.
Bin mal gespannt, was diese Woche noch so für mich parat hält...

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