Ein Wochenende.

Wie jedes andere, und doch anders. Aber vielleicht ein wenig ausholen.. die Woche war wiederholt normal schön - nichts spekatukäleres, aber gut. Am Freitag kam dann M. vorbei. Ich bestaune seinen Mut mit einem unangemeldeten Auto, welches nicht nur kleine Änderungen, sondern ca. 2 Zylinder zu viel unter der Haube aufzuweisen hat, die insgesamt ca 150 km zurückzulegen, nur um mir nen Gefallen zu tun. Ach, und rechten Blinker gibt es auch keinen, aber das ist egal. Denn Dank seiner Hilfe bin ich nun stolzer Besitzer eines ultraschicken 24-Zoll Bildschirms, der neben seinem kleinen Bruder, einem 22er eine sehr sehr hübsche Figur macht. Aber genug "rumgegeekt". Den Rest des Freitags verbrachte ich dann mit Karin Slaughter in der Badewanne - oder besser gesagt mit ihrem Roman "Zerstört". Wenn ich jetzt sage wie toll ich dieses Buch finde, dann liegt das unter anderem daran das ich schon alle anderen der Grant-County Reihe kenne und begeistert bin von Ihrer Art, den Leser zu fesseln, das ich mich nach dem dritten "Nur noch ein Kapitel heut Abend" wirklich zwingen muss es endlich weg zu legen. Auf dem Nachtschrank liegt daneben noch Flannery O'Conners "Everything that Rises must converge" und ich habe erst 2 Kurzgeschichten gelesen. Weil keine Ruhe einkehrt, denn ich habe immer was vor. IMMER. Und das ist ja nicht schlecht, nur... ach ihr wisst.. das alte Leiden.. Samstag früh startete ungewohnt munter mit nettem Training im Kraftraum (ich habe überaschenderweise das Laufband liebgewonnen...), danach wieder in die Badewanne, und dann etwas, was ich auch schon mal EWIG wieder tun wollte. Es mag wieder vergeekt klingen, aber JA, ich habe einen Super-Nintendo Emulator, und JA, ich spiele gerade Harvest Moon. (Und nein, das ist nicht normal für mein Alter...) Abends war ich dann mit einer Freundin, meiner Kamera und einer Taschenlampe unterwegs und wir haben (in genau dieser Konstellation) interessante Versuche mit "Light Grafitti" unternommen. Und nachdem wir ca 30 mal irgendwelchen Passanten erklärt hatten was wir da genau tun (und alle davon tierisch begeistert waren) habe ich mir ganz fest vorgenommen, das mal in größerer Runde und etwas vorbereiteter zu wiederholen. Obwohl ich erst garnicht rauswollte hat es wirklich riesen Spaß gemacht. Manchmal muss man sich eben einfach überwinden. Heute waren wir auf Einladung eines Profs (der irgendeinen Deal mit dem Kino hat und daher gut an Freikarten rankommt) zu "Liebe Mauer", sogar Drehbuchautor und Regisseur Peter Timm war da. Ein wirklich netter Film. Obwohl ich derartig postdramatischen Liebeskomödien (wenn ich es grob umrissen so mal nennen darf) hatte er wirklich viel Witz, Feingefühl und Emotion. Ich MUSS ihn an dieser  Stelle einfach weiterempfehlen (auch weil der gute Herr Timm einen wirklich symphatischen Eindruck bei mir hinterlassen hat) (nicht zu schweigen auch von der sehr Attraktiven Hauptdarstellerin ^^) Und jetzt? Jetzt lausche ich noch eine Runde Lynyrd Skynyrd, und verkrieche mich dann in mein Bett.. Und vielleicht les ich auch noch ein Kapitel. Aber nur eins!

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