Urlaub vom Urlaub

Über eine Woche ist es nun schon wieder her, als ich wie ein kleines Kind zu Weihnachten auf den Flieger aus LA gewartet habe. Mit dreistündiger Verspätung bekam ich meine Liebste also Samstag vor einer Woche wieder. Dem üblichen Standardprogramm in Honolulu folgte am Freitag die Anmietung eines Cabrios. Mit offenem Verdeck frühstückten wir in den Bergen mit Blick über Waikiki und machten uns anschließend entlang der Ostküste auf zur North Shore. Ausgehend von einem urgemütlichen Hostel am Sunset Beach tourten wir zwei Tage um Oahu und befuhren Straßen, die auch mir bis dato unbekannt waren. Lediglich Petrus hatte an unserer Idee des offenen Fahrens etwas auszusetzen und schickte überdurchschnittlich viel Regen von oben. Ein sehr entspanntes Wochenende ließen wir Sonntag Abend am Yokohama Bay ausklingen und stürtzten uns in gut drei Meter hohe Wellen, ehe ein Bilderbuch-Sonnenuntergang den Tag beendete.

Sieben Uhr am folgenden Tag saßen wir bereits im Terminal des HNL International Airport. Der Pilot persönlich holte uns und weitere vier Passagiere ab, um uns zu der einmotorigen Maschine zu geleiten, die uns nach Molokai bringen sollte. Eine halbe Stunde später landeten wir auf der fünftgrößten Hawaiiinsel und nahmen unseren Jeep in Empfang. Unverzüglich legten wir die 40 Meilen ans Ostende der Insel zurück und endeten im Halawa Valley. Der Highway führte, verwaist und einspurig, ohne Blanken direkt am Meer entlang. An den Felsen entlang schlengelte sich die Straße am glasklaren Wasser entlang in die Berge, wo wir einen fantastischen Blick in das Grüne Tal genossen, zwei Wasserfälle garnierten die Aussicht. Diese waren auch unser Ziel für eine dreistündige Wanderung. Allerdings war es unmöglich, den Beginn des Wanderweges zu finden. Nachdem wir eine Stunde im Feld umherirrten, bot uns ein Einheimischer seine Dienste als Reiseleiter an. Die $40 ließen uns jedoch dankend ablehnen. Stattdessen durchquerten wir die Insel gen Nordküste. Am Kolaupapa Outlook blickten wir aus 600 Metern auf eine abgeschnittene Halbinsel, die durch steile Felswände nur per Flugzeug zu erreichen ist.

Zeitüberfluss sei Dank fanden wir wenig später eine Schotterpiste, die 16 Meilen in die Berge des Inselinneren führten. Weder Mensch noch Auto begegnete uns in den folgenden zwei Stunden. Ständig wechselnde Vegetation und eine enge, steile Piste ließen uns den Atem anhalten. Aus dem Nichts befanden wir uns am Bergkamm auf 1200 Metern. Unter uns baute sich ein Tal auf, das mit Schönheit nicht zu sparen wusste. Grün uns steil fielen die Hänge ab, an dessen Ende war das Meer zu sehen. Wasserfälle stürtzten von Becken zu Becken die 1200 Meter hinab. Keine Menschenseele teilte mit uns diesen Augenblick.

Die Nacht verbachten wir schließlich im Zelt am One Ali'i Beachpark. Ein Uhr nachts wurden wir mit den Worten "Hello, hello, this is the police!" unsanft aus den Träumen gerissen. Es war an der Zeit zu kontrollieren, ob wir ordnungsgemäß die drei Dollar Gebühr bezahlt hatten. Am heutigen Dienstag erkundeten wir noch die Westseite Molokais, die hauptsächlich kahl und verdürrt ist. Ein langer, einsamer und weißer Sandstrand und eine Kaffeeplantage gehörten zu den Highlights. Halb Acht, 30 Minuten eher als erwartet, holte uns der Pilot im verlassenen Terminal des Flughafens ab, um uns und eine weitere Person zurück nach Honolulu zu fliegen. Der Sicherheitscheck fiel heute unter den Tisch. War eh kein Personal mehr da. Am HNL International nahmen wir mit einer Sturzflugkurve gekonnt einer anderen Maschine den "Vorflug", so dass wir nach 20 Minuten wieder in Honolulu waren. Vom Rollfeld wurden wir direkt durch einen Hinterausgang in die Freiheit geschickt.

Molokai war letztendlich sehr sehenswert. Die Uhren ticken etwas langsamer und auch Ampeln sucht man vergebens. Angenehm war auch die Tatsache, zwei Tage nicht ständig auf anderen Touristen zu treffen.

Zur Info am Rande: Der Blog will seit einigen Tagen nicht so wie ich will. Deshalb folgt diesem Eintrag unmittelbar der Nächste. Bis ich das Problem nicht lokalisiert habe, kann ich leider keine neuen Bilder hochladen. Wird aber nachgereicht!

Hawaiianischer Bürokratendschungel

Ein weiteres Mal ist vor einer reichlichen Woche ein hervorragendes Kapital Hawaii beendet worden, als Trosi am vorletzten Freitag die Heimreise antrat. Seit dem sind nicht viele spannende Ereignisse zu meinem Hawaiiabendteuer dazu gekommen. Die Erkundung von Ewa Beach letzten Montag war eher ein ernüchternder Ausflug. Nach einstündiger Busfahrt endete ich an einem Strand, auf den man zwar einen schönen Blick auf Honolulu hatte, mein imaginäres Endziel war es jedoch nicht. So machte ich mich per pedes auf den Weg durch einen Wald und wanderte eine gute Stunde einer Straße entlang, um schließlich in militärischem Sperrgebiet zu landen. Das hatte ich nicht bedacht, noch weniger war ich darüber informiert. Lediglich die zahlreich einfliegenden Flugzeuge nur wenige Meter über meinem Kopf sorgten für erfreuliche Momente. Vier Mal trat ich in den letzten Tagen auch den Weg nach Waikiki an, um auf ein glattgebügeltes Meer zu treffen. Surfen eher zwecklos! Gestern machte ich mich zum Sonntagsausflug auf zur North Shore, hegte diesen Gedanken jedoch nicht allein. Über zwei Stunden benötigte der Bus zum Sunset Beach. Als ich diesen jedoch menschenleer und sonnengeflutet vor fand, war jeder Ärger verflogen.

Am Samstag enden nun auch 102 Tage endloser Trennung, wenn Nicole endlich hawaiianisches Territorium betritt. Damit einhergehend sind zahlreiche Erkundungstouren, deren Basis ich heute mit dem Erwerb diverser Parkzutrittsgenehmigungen schaffen wollte. Das hierfür zuständige Amt war schnell gefunden, ein hilfreicher Passant verwies mich zudem in den 4. Stock. Hier angekommen legte man mir die erste Etage nahe. Parkpermits - nie gehört, so das Echo am Tresen. Kurz telefoniert und schon wusste man, mein Ziel liegt auf der anderen Seite des Gebäudes. Eine nette Dame wusste auch hier sofort bescheid, dass die zuständige Abteilung im 3. Stock gelegen ist. Zimmer 325, das war präzise. Permits für Maui? Sind wir nicht zuständig, zwei Zimmer weiter, bitte! In der Formel eins hätte man mir nun die Schwarz-weiß karierte Fahne gewunken, denn von hier waren es nur noch zwei weitere Gänge Fußmarsch. Von vier Camping und Wandergenehmigungen für 3 Inseln konnte man mich immerhin mit zwei ausstatten. Zumindest fast. Nachdem ich im Bezug auf meine persönlichen Daten mal wieder die Hose runter lassen musste (was nach 4 Monaten USA mittlerweile Routine ist), scheiterte die Prozedur an der nicht gegebenen Anwesenheit Nicoles. Persönliches Vorstellen beim Amt ist schon angebracht, wenn man auf Maui eine Nacht im Zelt schlafen will!

Die Kollegen hier haben es gut im Griff, dass sich das Volk nicht den ganzen Tag am Strand aalen kann!

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Blick von Ewa Beach auf Honolulu mit Flugzeugverkehr.

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Der selbe Blick, dieses Mal von der Flughafenvorstraße.

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Am Ala Wai Kanal in Waikiki.

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My second home: Nippes substituiert durch Sunset Beach.

 
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  • von:[unbekannt]

Garden Island

Hawaii macht allmählich Deutschland Konkurrenz, zumindest in Anbetracht der Feiertage. Freitag ist frei, um sich auf den samstäglichen Independence Day vorzubereiten. Wir nutzen den Tag für einen Besuch der Westküste, wo wir am westlichsten Punkt der Insel Robben begegnen und in der Yokohama Bay einen schönen Sonnenuntergang verfolgen. Pünktlich um Neun sind wir im bergigen Vorland Honolulus, wo wir einen exklusiven Blick auf das Feuerwerk zum 233. Geburtstag des Staates haben. Herzlichen Glückwunsch!

Zwölf Stunden später fliegen wir auf das 100 Meilen nordwestlich gelegene Kauai, wo uns ein sportliches Coupé zum Erkunden der Insel zur Verfügung gestellt wird. Auf dem Weg zum Hostel besuchen wir die Wailua Falls, die sich im Parallelschwung gut 20 Meter in ein grünes Tal ergießen. Weiter nördlich fahren wir ins Landesinnere, wo am Ende der Straße das Keahua Arboretum zu einer Wanderung in die Berge einlädt. Durch dichtes Grün laufen wir einige Minuten, müssen wenig später jedoch auf Grund unpassender Kleidung den Rückweg antreten. Nach dem Check-in im Hostel in Kapaa fahren wir den Highway weiter Richtung Norden. Traumhafte Strände und die enger werdende, am Fels entlang führende Straße rechtfertigen den Ruf der Insel als eine der schönsten weltweit. Am Kee Beach im äußersten Norden endet die Straße an einem gemütlichen weißen Strand mit glasklarem Wasser. Wir besuchen zwei Höhlen und lassen uns am Hanalei Beach nieder, der von Dr. Beach soeben zum schönsten Strand der USA gekührt wurde. Widerrede ist hier wohl zwecklos. Quelle: www.drbeach.org.

Zurück im Hostel werden wir anlässlich des heiligen Tages mit einem Barbeque überrascht. Der Hostelinhaber ließ sich nicht lumpen und schmohrte ein Mahl zusammen, für das er offensichtlich die ganze Insel eingeladen hatte. Bewegungsunfähig genossen wir nach dem Essen die schöne Atmosphäre im Garten des Hostels.

Sonntag benötigen wir 1,5 Stunden, um ans westliche Ende der Insel zu gelangen. Im Kokee State Park erwischen wir einen von wenigen wolkenfreien Tagen, um ins Kalalau Valley zu blicken. Auf 1200 Metern stehen wir auf dem Bergkamm und genießen die Aussicht über ein grünes, weitläufiges Tal, eingeschlossen von steilen Bergwänden, die wie eine Ziehharmonika gefaltet empor ragen. Ein Walking Trail führt gute drei Meilen auf dem Kamm entlang, durch dichte Wälder und unwegsames Gelände, für das sich unsere Flipflops wieder einmal nicht als das praktischste Gehwerkzeug erweisen. Atemberaubend sind hingegen die Ausblicke, die man direkt an der Bergkante erfährt. Am Fußende geht es ohne Umwege 1000 Meter in die Tiefe.

Zurück Richtung Küste passieren wir den Waimea Canyon State Park, auch der Grand Canyon des Pazifiks genannt. Diverse Lookouts bieten Sichtweisen, für die jedes Vokabular unzureichend ist. Abschließend folgen wir einer langen Schotterpiste an den Polihale Beach, der mit etwa 20 Meilen zu den längsten der Inseln gehört. In Einsamkeit erfrischen wir uns im Pazifik, genießen einen letzten Blick auf die Na Pali Coast und treten den Rückweg nach Kapaa an.

Montag versuchen wir uns in vorgeschrittener Ausrüstung erneut im Keahua Arboretum. Nach über eineinhalb Stunden Fußmarsch durch den Urwald, inklusive zweier Flussdurchquerungen, müssen wir ernüchtert feststellen, dass es ohne motorisierter Fortbewegung nichts zu sehen gibt. Das Bergmassiv wird immer wieder durch Lichtungen sichtbar, ein freier Aussichtspunkt ist hingegen nicht in Sicht. Schlammbeschmiert und durchgeschwitzt fahren wir noch zum Poipu Beach, um uns für den Rückflug zu reinigen. Der Flug beansprucht wieder einmal weniger Zeit als die 30 minütige Busfahrt vom Flughafen zu meiner Wohnung. Ein sehr gelungener Trip lässt mich zu dem Schluss kommen, dass eine Wahl der schönsten Hawaiiinsel zur Unmöglichkeit wird.

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Unterwegs in der grünen Hölle des Keahua Arboretums.

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Stillleben am Kee Beach im Norden Kauais.

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Hanalei Bay. Laut Dr.Beach der schönste seiner Gattung. Kann man geben, wie Werner Hansch sagen würde.

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Ganz in der Nähe, einladend zum Bleiben!

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Kalalau Valley - Ziehharmonika aus Fels.

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Und als Ganzes. Schwer zu toppen!

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Waimea Canyon. Atemberaubend!

 
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  • von:Oalex

Bettenwechsel

Eine Woche ist es her, als mit Vivi & Doktors Abreise wieder ein großes Kapitel hawaiianischer Geschichte geschlossen wurde. Nach erlebnisreichen Trips und mal mehr, mal weniger guten Wellen zogen es die Beiden am Donnerstag wieder vor, dass laue Berlin mit dem knapp unter 30°C warmen Honolulu zu tauschen.

Das Verstauen der Matratze stellte sich als unnötig heraus, da nur 36 Stunden später Trosi hawaiianisches Territorium betrat. Die Daseinberechtigung wies sie noch am Flughafen nach, als mir eine wohlgeformte Reissdorf Kölsch Flasche überreicht wurde. Doppeltes Heimatglück sozusagen!

Nachdem Samstag das Standard-Beginn-Touriprogramm am Waikiki Beach erledigt war, machten wir uns Sonntag direkt auf Richtung North Shore, die für mich mittlerweile zum Wohnzimmer mutiert ist. Ausgiebige Strandaufenthalte, gepaart mit hawaiianischen Dörfern und einem urgemütlichen Hostel gestalteten den Aufenthalt äußerst erholsam.

Seit Wochenbeginn gelten auch die beiden ersten Kurse als absolviert. Marketing Management und Interpersonel Communication beschäftigen mich die nächsten 6 Wochen von Dienstag bis Donnerstag. Aufgrund dessen ist auch von den letzten beiden Tagen nur über Lehrbuchinhalte zu berichten, was aus urheberrechtlichen Gründen an dieser Stelle unterlassen wird.

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Der Sonnenuntergang spiegelt sich Nachbargebäude. Mitdenkende Architekten!

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An der Ostküste Oahus. Durch diese Berge stapfte schon der mächtige T-Rex, verfolgt von Spielbergs Kamera.

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Warten auf den Bus an der North Shore. SUBs gibts da leider nicht.

 
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  • von:Oalex

Neverending Days

Die ereignisreichsten Tage auf Hawai'i liegen hinter mir. Montag wurde ich bereits drei Uhr morgens unsanft aus den Träumen gerissen. Über den stockfinsteren Highway Mauis führte uns der Weg zum Haleakala Krater. Gute zwei Stunden waren wir unterwegs, als wir 5:30 Uhr den Gipfel auf 3055 Metern erreichten. Der steilste Anstieg der Welt lag bereits hinter uns. Nirgendwo sonst kommt man in weniger Kilometern auf diese Höhe. Umringt von zahlreichen Schaulustigen wurden wir Zeugen, wie die Sonne aus den Wolken entstieg und den vor uns liegenden Krater langsam in morgendliches Licht färbte. Der Blick auf Maui und die Inseln Molokai und Big Island war grandios. Nach einem gemütlichen Frühstück auf 2000 Metern konnten wir uns der langen Sachen wieder entledigen und die Traumstrände der Westküste erkunden. Big Beach, mit grellgelbem Sand und türkisblauem Wasser, war zum Baden ob der gut vier Meter hohen Wellen leider ungeeignet. Nach 20 Stunden auf den Beinen nahm ich um Elf die letzte Maschine nach Honolulu und zugleich Abschied von meinen Eltern.

Honolulu diente Dienstag nur zum Besuch der Vorlesung. Um Sechs brachte mich Hawaiian Airlines in 50 Minuten nach Hilo, Big Island, wo Vivi & Doktor mich standesgemäß in einem 3,6 Liter starkem Cadillac in Empfang nahmen. Dieses, für die Insel gänzlich ungeeignte Geschos, war fortan vier Tage unser ständiger Begleiter. Den Mittwoch verbrachten wir im Volcano National Park. An unzähligen Lookouts bieteten sich phänomenale Ausblicke in den Krater, auf erkaltete Lavaströme und das gewaltige Bergland der Insel, überzogen mit grüner Natur und Überresten der Vulkanausbrüche. Die Natur änderte sich so schlagartig, dass eine direkte Verarbeitung der Eindrücke nicht mehr möglich war. Am Meer bewanderten wir den Lavastrom von 1992, der den Highway unter sich begraben hatte. Eine Rauchwolke in der Ferne belegte die Lava, die an dieser Stelle ins Meer fließt und neues Land entstehen lässt.

In gut zwei Stunden fuhren wir anschließend nach Kona, um für zwei Tage ein Hostel zu beziehen. Auf eher gastunfreundliche Weise wurden wir hier elf Uhr ins Bett zitiert. In der zweiten Nacht wurde ich zudem auf übelste Weise von Moskitos zugerichtet. Mit etwa 50, teils daumengroßen Stichen wurde ich über Nacht in einen Streuselkuchen verwandelt. Schmerzlindernd war der vormittagliche Schnorchelausflug nach Kahaluu Bay, wo beim Entern des Wassers höchste Vorsicht geboten war, keine Schildkröten zu ertreten. Über die Saddle Road ging es anschließend landeinwärts. Die Befahrung des 4205 Meter hohen Mauna Kea legten wir auf 2800 Metern ad acta, da unser Auto diesen Begebenheiten nicht gewachsen war. Hauptsache die Lederausstattung ist bequem.

Heute mittag ging es für mich zurück nach Honolulu, während Vivi & Doktor noch Kauai bereisen. Nicht zuletzt die Besetzung der Reisegruppe hat diese letzten Tage zu unvergesslichen Erlebnissen gemacht. Diese Schönheit und Vielfalt der Natur ist Moment nur schwer zu realisieren. Eine Rückkehr an diese Plätze in den nächsten Wochen ist damit unabdingbar.

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Gespanntes Warten auf den Sonnenaufgang auf 3055 Metern. Nur 5°C zeigt das Thermometer.

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5:38 Uhr, die Sonne ist da. Nicht mit Visa zahlbar, dafür mit wenig Schlaf.

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Road Closed. Seit 1992 keine Durchfahrt mehr im Volcano NP.

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Lavastrom in selbigem National Park. Unglaubliche Natur!

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Rauchender Krater, immernoch Volcano. Die Gefahr des Ausbruchs besteht.

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Die USA nahe ihres südlichsten Punktes auf Big Island, HI.

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Der Mauna Kea erhebt sich links des Highways. Der feine Cadillac wollte leider nicht nach oben.

 
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  • von:Oalex

Island Hopping

Am Mittwoch ist eine Autotour entlang der Süd- und Westküste geplant. Auf Letztere muss ich verzichten, da mir die Uni einen Strich durch die Rechnung macht. Eher als erwartet greift der nächste Kurs ins Geschehen ein. Zwischen fünf und neun gilt meine ganze Aufmerksamkeit in den kommenden Wochen dem Marketing Management. Zumindest mittwochs.

Nachdem Vivi und Doktor von der Westküste zurückkehren, fahren Doktor und ich noch ins spärlich beleuchtete Bergland im Norden Honolulus, um die beleuchtete Stadt zu bewundern. Von einer verlassenen Ausfahrt blicken wir von Waikiki bis Pearl Harbour, ein etwa 10 km langer Lichterteppich. Donnerstag sind wir in Erwartung des King Kamehameha Days, müssen jedoch ernüchtert feststellen, dass die Parade erst Samstag stattfindet. Zwei Surfboards retten den Tag schließlich nicht unerheblich.

Freitag verlasse ich dann nach sechs Wochen mal wieder das Eiland. 25 Minuten dauert der Flug nach Maui, wo mich meine Eltern & Co wieder in Empfang nehmen. Unbemerkt schleiche ich mich mit ins Feriendomizil, dessen Balkon nur einen Steinwurf vom Ozean entfernt liegt. Mit einem Geländewagen erkunden wir Samstag die Südinsel. Der Highway 31 führt, eng an die steil empor ragenden Felswände geheftet, durch unzählige Kurven am Meer entlang. Wasserfälle, Bambuswälder und eine blühende Natur lassen jedem botanischen Garten die Daseinsberechtigung entziehen. Jede passierte Kurve wartet mit einem neuen Highlight auf. Als der Ort Hana im Süden vorüberzieht, ändert sich die Natur von eng und grün in weitläufig und kahl. Der Asphalt hat sich gegen Schotterpiste eingetauscht. Als schließlich abendliches Licht und die Inseln Kaho'olawe und Molokini unsere Fahrt begleiten, startet der finale Kampf um die meisten Bilder des Tages zwischen der Dante und mir. Bei 250:600 ziehe ich jedoch deutlich den Kürzeren. Bei Bier und Barbeque klingt einer der schönsten Tage meiner bisherigen Reise aus.

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Honolulu bei Nacht von den Bergen aus betrachtet. Waikiki, in den Fokus genommen vom Doktor. Nice pics, man!

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Keine Schultern gibts an der Südostküste Mauis. Dafür atemberaubende Landschaften.

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Nur wenige Kilometer weiter. In der Mitte befindet sich der Mount Haleakala, immerhin 3055 Meter über NN.

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An der Südküste auf einem menschenleeren Highway.

 
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  • von:Oalex

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