Around Oahu

Es geht also doch: auf Hawaii kann so etwas wie Alltag eintreten. Auch wenn es zur Zeit ein eher entspannter ist, kehrt Normalität ins Leben ein, wo 30 Grad am Morgen und der Verzicht auf Schuhe und lange Sachen einfach dazu gehört.

Nach fünf Tagen auf der Insel habe ich mich  Dienstag zunächst nochmal dem Stadtleben entzogen. Mit dem Bus entfloh ich über den sechsspurigen Highway Honolulu, um zwei Stunden später an der North Shore zu landen. Seltsame Dinge mögen mich geritten haben, als ich gänzlich ohne Adresse und Name des Hostels dem Bus entstieg. So kostete es mich weitere zwei Stunden, ehe ich unter Hinzuziehen von google.maps mein Endziel gefunden hatte. Ein kleines Hostel am Berg gelegen, mit exotischem Garten und Hängematten, nur durch den Kamehameha Highway vom Strand getrennt. Der perfekte Ort zum dreitägigen Ausspannen. Mit einem klapprigen Fahrrad machte ich mich gestern auf zur Erkundungstour, die mich über ein erstaunlich gut ausgebautes Radwegnetz am Meer entlang führte. Einblicke in die fantastische Berglandschaft im Landesinneren und eine Horde surfender Schildkröten gehörten zu den Highlights des Tages. Weniger der glühende Sonnenbrand, der nun meinen Rücken ziehrt.

Nach dem Besuch von Haleiwa, ein vom Surfen geprägtes Fischerörtchen, klingt der Tag später am Sunset Beach aus, dessen Name selbstredend Programm ist. Morgen wird die erste Inselumrundung mit der Fahrt entlang der Ostküste zurück nach Honolulu komplettiert.

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Sunset Beach at North Shore of Oahu. Erster Strand ohne Japaner mit angewachsener Kamera!

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Blick vom Highway ins Landesinnere der Insel. Kostete leider Eintritt, deswegen Boykott.

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Haleiwa. Ebenso North Shore.

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Sunset Beach again. Wat schön! 

 
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  • von:Oalex

Am Ende der Welt

Jetzt bin ich also tatsächlich auf Hawaii. 12 Stunden Zeitunterschied nach Deutschland, mehr als 2.000 Meilen von sämtlichen Kontinenten entfernt. Nachdem die Tage zwischen New York und Chicago noch lang ersehnte Reisewünsche erfüllten, mutet es sich jetzt an wie eine Illusion. Zu fern scheint es noch, dass dieses paradisische Fleckchen Erde mein Zuhause für die nächsten fünf Monate ist. Schon in Seattle machte sich urplötzlich eine neue Art der Vorfreude breit, als ich erstmals Honolulu als Endziel auf dem Bildschirm erblickte. Nach sechs ermüdenden Stunden mit ausschließlich Pazifikwasser als Ausblick taucht da plötzlich das Archipel aus dem Nichts auf. Die erste nennenswerte Lichterkette entpuppt sich schnell als Honolulu, dessen Ausmaße unendlich scheinen.

Nach beinahe 24 Stunden auf den Beinen bringt mich ein Shuttle Service direkt nach Waikiki, wo sich auch zu später Stunde noch leicht bekleidete Menschenscharen auf dem Boulevard herumtreiben. Ein Reservierungsfehler bringt mir zunächst fünf Nächte in einem Einzelzimmer eines Hostels in Waikiki ein. Von hier aus lässt sich die Stadt hervorragend erkunden, zu Fuß über die penibel gesäuberten Bürgersteige in den Häuserschluchten von Waikiki oder by Board auf den Wellen der Südküste.

Immer noch beeindruckt von der Schönheit dieser Insel und den ungewohnt warmen Temperaturen lasse ich getreu dem hawaiianischen Motto "Hang Loose" erstmal gepflegt die Seele baumeln. 9 Tage sind es noch, bis offiziel wieder der Ernst des Lebens beginnt. Dann startet Summer I und bittet mich unerhörte zwei Tage pro Woche auf den Campus.

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Waikiki Beach. Darf beim ersten Blogeintrag natürlich nicht fehlen.

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Ala Moana Drive in Honolulu. Grün und sauber wie die deutsche Polizei.

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Sunset am Waikiki Beach. Ebenso kitschig wie schön. 

 
Current mood:Gechilled

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  • von:Oalex

Reif für die Insel

Launisches Wetter und verwaiste Strände in Chicago haben mich mehr und mehr den heutigen Tag herbeisehnen lassen. Bei ungemütlichem Wind und immer wieder kehrenden Regenschauern haben wir uns zwei weitere Tage in der Stadt umgesehen. Höhepunkt war zweifelsohne der Trip auf den John Hancook Tower am Dienstag Abend. Im 96 Stock, direkt an der Glasfront mit Südwestblick, genossen wir das hell erleuchtete Chicago. Durch den Besuch der hiesigen Bar konnten wir uns die Kosten für das Observatory Deck sparen und gemütlich sitzend den Ausblick geniessen.

Nach einem letzten gemeinsamen Pubstreifzug mit Daniel haben sich unsere Wege am heutigen Morgen vorerst getrennt. Nach 11 unglaublich lustigen und ereignisreichen Tagen führt ihn sein Weg nun via Landweg an die Westküste. In einem Vier-Stunden-Flug habe ich dies bereits hinter mich gebracht. Entlang des Missouri und über die Ausläufe der Rocky Mountains hatte ich einen spektakulären Flug, der mit dem Einflug entlang der Skyline von Seattle gekrönt wurde.

In drei Stunden verlasse ich dann erstmal das amerikanische Festland. Sechs Stunden wird die Reise noch dauern, bis das Paradies endlich erreicht ist. 84° Fahrenheit lassen auf einen weniger zickigen Petrus hoffen...

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Millenium Park in Chicago, in der Mitte "The Bean"

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Blick vom 96. Stock des Hancook Towers in südliche Richtung. Schön! 

 
Current mood:Ungeduldig

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  • von:Oalex

...und er träumt in Chicago

An einem verregneten Tag folgen wir dem Highway um den Lake Michigan. 400 Meilen liegen an diesem Tag hinter uns, als wir am Abend die amerikanische Bierhauptstadt Milwaukee erreichen. Im ersten Pub fragen wir lediglich nach weiteren Hot Spots dieser Stadt, landen jedoch in den Fittichen einer Gruppe Einheimischer, die uns den Abend über von Bar zu Bar führen und uns aus Gastfreundschaft den kompletten Pub Crawl finanzieren. Die Stadt brannte sich durch sehr aufgeschlossene Leute, die tolle Pubszene und eine von Kanälen durchzogene Innenstadt unwiderruflich ins Gedächtnis ein.

Am Sonntag wurde unsere Seentour dann mit der Einfahrt in Chicago komplettiert. Im Lincoln Park hatten wir zunächst einen fantastischen Blick auf die Skyline. In letzter Minute vor Ladenschluss gaben wir anschließend unseren motorisierten Weggefährten ab, der uns ohne zu murren 1.030 Meilen in vier Tagen durch vier Bundesstaaten begleitete. Ausgehungert stürtzten wir uns am Abend noch in Gino's Pizzeria, wo wir eine Deep Dish Chicago Pizza serviert bekamen, die glatt ein afrikanisches Dorf gesättigt hätte.

Heute Morgen genossen wir zunächst die Aussicht vom 520 Meter hohen Sears Tower, ehe uns der Weg an "The Bean" vorbei zum See führte. Sobald die Sonne weiter ostwärts gezogen ist, werden wir weitere Erkundungstouren starten. Bisher begeistert Chicago durch sein mediteranes, entspanntes Flair. Die New Yorker Hektik ist verschwunden und trotz der vielen Hochhäuser wirkt die Stadt nicht erdrückend. Die Hochbahn, die über der Straße einen Kreis um Downtown fährt - auch Loop genannt - verleiht Chicago seinen eigenen Style. Fazit: Unbedingt sehenswert!

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Daniel, Alex & Auto im Lincoln Park. Im Hintergrund die Skyline von Chicago, Illinois.

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Alex & Skyline spiegeln sich in "The Bean". Und einer von Beiden hat noch fotografiert. 

 
Current mood:noch 63 Stunden bis Hawaii!

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  • von:Oalex

In den Wäldern Michigans

Nach einem lustigen Abend in Buffalo's Partymeile ging es für mich am Mittwoch mit dem Linienbus zu den Niagara Fällen. Zu Fuß passierte ich die Rainbow Bridge, die einen ersten Blick auf die Wasserfälle erlaubte, nach Kanada. Der hiesige Ort Niagara Falls ist übersäht mit Hochhäusern und Casinos und hat seine Würdigung in diesem Blog noch nicht verdient. Die Nacht verbringe ich in einem netten Hostel etwas außerhalb. Der zweite Fußmarsch zu den Niagara Fällen beginnt zu Sonnenuntergang, wenn das Spektakel unter Beleuchtung stattfindet. In ständig wechselnden Farben wurden die Fluten angestrahlt, ein tolles Spektakel, dass nur durch Regen und Kälte leicht getrübt wurde. Die Stadt war schließlich zu ausgestorben und zugebaut, um einen weiteren Tag darin zu verbringen.

Meine Reisegruppe hatte sich zu diesem Zeitpunkt personell bereits verdoppelt. Mit Daniel aus München teile ich neben der Zuneigung zum Feierabendbier auch Reiseroute und -philosophie. So führte uns der Weg am Donnerstag zunächst zurück nach Buffalo, wo wir den Zug nach Cleveland, Ohio, nehmen wollten. Nach längerer Suche endeten wir, zum Amüsement anderer Reisender, am falschen Bahnhof. So musste erneut ein überfüllter Greyhound für die 300 km herhalten. Ein abgestandenes Hotel am Airport erreichten wir als Tagesziel. Drei Stunden und eine Stadtdurchquerung waren der Aufwand, um gestern unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Mit einem Dodge Caliber, here called "Shit Bug", haben wir zunächst 450 Meilen nach Tawas City am Lake Huron zurückgelegt. Am Ufer eines der Great Lakes bezogen wir ein Motel, dessen Inhaber uns unverzüglich zu Bier und Polittalk in seinen Partykeller einlud. Heute führte uns der verlassene Highway am Ufer des Huron entlang durch unendliche Nadelwälder, zwischen denen immer wieder ein Blick auf den türkis blauen See zu erhaschen war. Die Mackinac Bridge führte uns fünf Meilen über den See zum Lake Michigan. Die Sicht auf zahlreiche, kleine Inseln und die Weite der Seen waren spektakulär. Manistique im Norden Michigans war heute das Ziel, wo wir gemütlich sitzend am See das ein oder andere Bier verköstigt haben.

Endziel des Roadtrips ist Sonntag Chicago, wo nur noch 3 Tage bis zum Abflug nach Hawaii verbleiben.

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Niagara Fälle at Night. Buntes Spektakel

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Highway 23 in Michigan am Lake Huron. Gerade haben wir Städte wie Gaylord und Rogers City passiert. Und gleich gehts links! 

 
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  • von:Oalex

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