Garden Island

Hawaii macht allmählich Deutschland Konkurrenz, zumindest in Anbetracht der Feiertage. Freitag ist frei, um sich auf den samstäglichen Independence Day vorzubereiten. Wir nutzen den Tag für einen Besuch der Westküste, wo wir am westlichsten Punkt der Insel Robben begegnen und in der Yokohama Bay einen schönen Sonnenuntergang verfolgen. Pünktlich um Neun sind wir im bergigen Vorland Honolulus, wo wir einen exklusiven Blick auf das Feuerwerk zum 233. Geburtstag des Staates haben. Herzlichen Glückwunsch!

Zwölf Stunden später fliegen wir auf das 100 Meilen nordwestlich gelegene Kauai, wo uns ein sportliches Coupé zum Erkunden der Insel zur Verfügung gestellt wird. Auf dem Weg zum Hostel besuchen wir die Wailua Falls, die sich im Parallelschwung gut 20 Meter in ein grünes Tal ergießen. Weiter nördlich fahren wir ins Landesinnere, wo am Ende der Straße das Keahua Arboretum zu einer Wanderung in die Berge einlädt. Durch dichtes Grün laufen wir einige Minuten, müssen wenig später jedoch auf Grund unpassender Kleidung den Rückweg antreten. Nach dem Check-in im Hostel in Kapaa fahren wir den Highway weiter Richtung Norden. Traumhafte Strände und die enger werdende, am Fels entlang führende Straße rechtfertigen den Ruf der Insel als eine der schönsten weltweit. Am Kee Beach im äußersten Norden endet die Straße an einem gemütlichen weißen Strand mit glasklarem Wasser. Wir besuchen zwei Höhlen und lassen uns am Hanalei Beach nieder, der von Dr. Beach soeben zum schönsten Strand der USA gekührt wurde. Widerrede ist hier wohl zwecklos. Quelle: www.drbeach.org.

Zurück im Hostel werden wir anlässlich des heiligen Tages mit einem Barbeque überrascht. Der Hostelinhaber ließ sich nicht lumpen und schmohrte ein Mahl zusammen, für das er offensichtlich die ganze Insel eingeladen hatte. Bewegungsunfähig genossen wir nach dem Essen die schöne Atmosphäre im Garten des Hostels.

Sonntag benötigen wir 1,5 Stunden, um ans westliche Ende der Insel zu gelangen. Im Kokee State Park erwischen wir einen von wenigen wolkenfreien Tagen, um ins Kalalau Valley zu blicken. Auf 1200 Metern stehen wir auf dem Bergkamm und genießen die Aussicht über ein grünes, weitläufiges Tal, eingeschlossen von steilen Bergwänden, die wie eine Ziehharmonika gefaltet empor ragen. Ein Walking Trail führt gute drei Meilen auf dem Kamm entlang, durch dichte Wälder und unwegsames Gelände, für das sich unsere Flipflops wieder einmal nicht als das praktischste Gehwerkzeug erweisen. Atemberaubend sind hingegen die Ausblicke, die man direkt an der Bergkante erfährt. Am Fußende geht es ohne Umwege 1000 Meter in die Tiefe.

Zurück Richtung Küste passieren wir den Waimea Canyon State Park, auch der Grand Canyon des Pazifiks genannt. Diverse Lookouts bieten Sichtweisen, für die jedes Vokabular unzureichend ist. Abschließend folgen wir einer langen Schotterpiste an den Polihale Beach, der mit etwa 20 Meilen zu den längsten der Inseln gehört. In Einsamkeit erfrischen wir uns im Pazifik, genießen einen letzten Blick auf die Na Pali Coast und treten den Rückweg nach Kapaa an.

Montag versuchen wir uns in vorgeschrittener Ausrüstung erneut im Keahua Arboretum. Nach über eineinhalb Stunden Fußmarsch durch den Urwald, inklusive zweier Flussdurchquerungen, müssen wir ernüchtert feststellen, dass es ohne motorisierter Fortbewegung nichts zu sehen gibt. Das Bergmassiv wird immer wieder durch Lichtungen sichtbar, ein freier Aussichtspunkt ist hingegen nicht in Sicht. Schlammbeschmiert und durchgeschwitzt fahren wir noch zum Poipu Beach, um uns für den Rückflug zu reinigen. Der Flug beansprucht wieder einmal weniger Zeit als die 30 minütige Busfahrt vom Flughafen zu meiner Wohnung. Ein sehr gelungener Trip lässt mich zu dem Schluss kommen, dass eine Wahl der schönsten Hawaiiinsel zur Unmöglichkeit wird.

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Unterwegs in der grünen Hölle des Keahua Arboretums.

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Stillleben am Kee Beach im Norden Kauais.

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Hanalei Bay. Laut Dr.Beach der schönste seiner Gattung. Kann man geben, wie Werner Hansch sagen würde.

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Ganz in der Nähe, einladend zum Bleiben!

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Kalalau Valley - Ziehharmonika aus Fels.

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Und als Ganzes. Schwer zu toppen!

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Waimea Canyon. Atemberaubend!

Vivi
am  8. Juli 2009  um  13:44

Ach Alex, wo is die Zeit hin...? Wirkt nur noch wie ein Traum, das man das alles gesehen hat... Fühl dich gedrückt! ;)
Trosi
am  12. Juli 2009  um  04:39

Schöner hätte ich es nicht schreiben können, Hawaiialex! Gut, ich hätte noch sowas wir Bananenunfall, Katzen***Pip und Wasserflaschenweitwurf eingemogelt...nu aber das behalt ma einfach och so im köppl :-P Hab jetzt schon Fernweh, dazu einen fetten Jetlag: 3:42-->Trosi hellwach und vermisse dich! Komm bald zurück, aber genieße zuvor noch ausgiebig die letzte Zeit bei den Reis***Pip! Aloha :)

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