Studieren auf der Insel

Der Mai neigt sich dem Ende entgegen und mit ihm der erste von vier Monaten auf Hawaii. Die letzte Woche war vor allem Literatur über die amerikanische Wirtschaft und Investitionsrechnungen gewidmet. Der Anblick des Whiteboards im Vorlesungssaal hätte mir am Donnerstag eigentlich Tränen in die Augen treiben müssen. Formeln und Gleichungen, deren Gesamtlänge sicher einmal den Waikiki Beach entlang gereicht hätte, zierten das Tafelbild. Das ich diesen Senf jetzt zusätzlich auch noch auf Englisch verstehen muss, trieb mir stattdessen ein fast kapitulierendes Grinsen ins Gesicht.

Trotz alledem bin ich in den vergangenen Tagen auch Aktivitäten nachgegangen. Mittwoch besuchte ich den Campus in den Bergen, der ebenfalls zur HPU gehört. Gelegen in einem herrlich grünen Tal, eingeschlossen von mächtigen Bergwänden, bietet er den Studenten einen Park und zahlreiche Sportplätze. In ruhiger und relaxter Atmosphäre konnte ich mich hier meiner Prosa widmen. Freitag nahm ich gemeinsam mit einem Iren und einem weiteren Deutschen den ersten Bus zur Hanauma Bay. Eine naturgeschütze Bucht im Osten Honolulus, deren glasklares Wasser ein Korallenriff beherbergt. Vor dem großen Besucheransturm konnten wir die Unterwasserwelt erkunden, unzählige bunte Fische wunderten sich über drei Herren mit komischen Schnorchelmasken im Gesicht. Der schöne Strand war zum Mittag unsere Bleibe, ehe wir ihn gegen einen, mir bis dahin unbekannten Abschnitt des Waikiki Beach eintauschten. Mit freundlicher Unterstützung von BudLight hatten wir einen netten Abend im Hostel mit all seinen internationalen Gästen.

Ein kurzes, aber intensives Vergnügen hatte ich mit meiner Neuerrungenschaft, Alfred dem Zweiten. Das Zweirad sollte mir hier ähnlich treue Dienste leisten wie einst sein motorisierter Gegenpart in Australien. Leider ist, nach gefühlten 20km, bereits die Kette gerissen, sodass für die Fahrt zum Strand  nun wieder TheBus herhalten muss.

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Hawai'i Loa Campus. Entspanntes Arbeiten.

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Eines der vielen Sportfelder. Hier Tennis und Basketball in der grünen Hölle.

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Hanauma Bay und sein Korallenriff. Noch fast menschenleer.

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Deutsch-Irische-Schnorchelvereinigung. Sören, Ryan und Alex in Hanauma Bay.

Frau Werner
am  29. Mai 2009  um  01:17

...und wie ist nochmal der kürzeste weg zu dir?

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