West Coast Story

Erneut nutze ich vier freie Tage, um dem Trouble in Waikiki zu entgehen. Eigentlich waren es sechs Tage, doch wer kann schon ahnen, dass der Professor die dreistündige Vorlesung verschläft, die gemeinserweise zur Siesta angesetzt ist!

Per Bus ging es also für mich westwärts, das Ende des Highways als Ziel. In Makaha hatte ich mir ein vielversprechendes Hostel ausgesucht, wo mich die nächsten Tage meinem Studium widmen wollte. Wie immer kam alles anders. Das Hostel, mehr Baustelle und Vision als Unterkunft, hatte in seinem Besitzer schon den Hauptschuldigen für die Misere. Dieser permanent Bier trinkende Mittfünfziger versorgte seine Gäste - bestehend aus drei Peruanern und mir - den Abend über mit BudLight und seiner Lebensgeschichte. Am nächsten Tag blieb uns somit nur noch die Flucht in den Norden. In einem 60iger Jahre Chevrolet, der sich bis auf die Frontscheibe sämtlicher Fenster entledigt hatte, ging es durchs Gebirge an die North Shore. Am altbekannten Sunset Beach waren wir dieses Mal mit Surfboards bewaffnet. Die Rückfahrt findet in diesem Blog Erwähnung, da es Aufgabe der Beifahrer war, in Rechtskurven die Fahrertür vor dem Aufgehen zu hindern. Nach 40 Jahren streiken wohl auch die besten Scharniere.

Der Sonntag startete mit einem ausgiebigen Schnorchelerlebnis am Strand von Makaha. In kristallklarem Wasser grüßten neben diversen Korallen auch Delfin und Schildkröte um die Wette. Stets mit Bierdose in der Hand chauffierte uns anschließend der Hostelbesitzer noch an der Westküste entlang, die ein sehr konträres Bild zur North Shore abgab. Kahle, bis ans Meer reichende Bergketten prägten das Bild. Touristenleer, aber umso amerikatypischer waren die wenigen Orte.

Schön, aber wenig produktiv war dieser Trip. Um den Anschluss im Online Kurs nicht zu verlieren, bleibe ich die nächste Woche in Honolulu. In 10 Tagen beziehe ich mein Zimmer im 31. Stock in Downtown. Bis dahin streife ich durch weitere Hostel. Sollte das mit der Logistikkarriere schief gehen, kann ich sicher mit einem Hostelguide Oahu&Waikiki groß herauskommen.default

Der Chevi, der uns an die North Shore brachte. Einsteigen auch ohne Türöffnung möglich. Regnet ja zum Glück selten auf Hawaii!

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Makaha Beach. Mehr Delfin als Mensch.

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Makaha Downtown. Fuchs und Hase kommen später zum Gute-Nacht-Sagen.

Johänsen
am  20. Mai 2009  um  09:58

Logistikalex Hawaiiathans!! Ich bin der pure Neid! Schildkröten...mann ey! Kannst du den Hostelguide nicht schon jetzt veröffentlichen, und mir dann von den Einnahmen den Flug zu dir sponsorn? Kriegst dann auch paar Bier von mir ausgegeben. Heute ist mal wieder Pachty im 5.OG - bin gespannt... Looping Loui bringt bestimmt keiner mit. ;-) Nebenbei mach ich die Glotze an, um WERDER beim GEWINNEN zuzusehen, jawoll.
TreueBlogleserGrüße aus der Südstadt. J

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