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Samstag, 10. September 2005

Ereignisreich?

Und wieder mal stehen wir vor dem Wochenende. Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende - jedenfalls für Deutschland. Daniel Kübelböck bei Big Brother, Freispruch für Türk und die Bundestagswahl am Sonntag in einer Woche wird sich wohl ein wenig in die Länge ziehen.

Aber ehrlich gesagt, wie dramatisch das auch alles ist - jedenfalls wenn man den Zeitungen im Lidl glauben mag, die ich bei jedem Einkauf an der Kasse lese - ich finde, es gibt schlimmeres. Sein Haus in einem neu entstandenen, kleinen See zu verlieren, weil man zum falschen Zeitpunkt am falschen Ende der Welt wohnt.

Wobei wir ja vor kurzem gesehen haben, das auch wir hier nicht sicher sind vor der Natur. Obwohl hier in München im Vergleich zu anderen kleinen Gemeinden nicht viel passiert ist, sah die Isar schon furchterregend aus, wie sie Tag für Tag weiter anstieg.

Jetzt ist ja zum Glück bei uns alles vorbei, an der Isar wird wieder gebadet, die Medien beschäftigen sich mit wichtigerem. Jedenfalls mit dem, was für die wichtig scheint. Was ja auch bei jeder Zeitung anders ist.

Zum Beispiel war vor einiger Zeit in der BILD zu lesen, das der Weltuntergang nah ist. Ein riesen Steinbrocken wird auf die Erde stürzen, und wir werden alle sterben wie damals die Dinos. Und das ist sicher, kein entkommen.

In der AZ las sich das ein wenig anders. Ja, da ist wohl ein nicht grad kleiner Himmelskörper, der unserer Erde so nah kommt wie kein anderer zuvor - aber er ist immer noch weit genug weg, das wir uns keine Sorgen machen brauchen. Nur die Wissenschaftler freun sich wie Schnitzel, das sie endlich mal wieder was zum staunen und forschen haben.

In der Süddeutschen Zeitung dagegen mußte man schon sehr lange suchen, um überhaupt irgendwas über dieses nach BILD-Zeitung todbringende Steinchen zu finden.

Da merkt man eben die Prioritäten. Meine Priorität zum Beispiel ist jetzt gemütlich Abend zu essen, mich vor den Fernseher zu hau´n, weil ich morgen erstmal einen riiieeeesen Garten in Ordnung bringen muß. Riesige Haufen Laub, Tausende Hecken zu schneiden und eine mega Terasse zu fegen.

Na gut - ein wenig übertrieben. Es sind vielleicht fünf Hecken, und soviel Laub liegt da auch nicht. Noch dazu hab ich mich freiwillig dazu gemeldet. Ist für den guten Zweck. Ich hoffe nämlich, das mich die nächste göttliche Naturkatastrophe wieder verschont, wenn ich versuche, mich für andere einzusetzen. Bisher hat´s funktioniert.

Vielleicht sollt ich mal ne Mail an Mr. Bush schicken. In Amerika finden sich sicher viele Gärten, die er umgraben könnte, um seine Sünden zu begleichen. Aber ob die United Staates da reichen?

Dienstag, 30. August 2005

Romantikgegner

Meine Familie - das ungeschlagen wichtigste in meinem Leben. Jeder hat natürlich seine Prioritäten. Und meine sind meine Kinder. Meine bald 6-jährige Tochter und mein 4-jähriger Sohn.

Man kann es spießig nennen, aber ich brauch nicht mehr zur absoluten Zufriedenheit. Ich bin jetzt 25 Jahre alt, seit 9 Jahren in einer Beziehung mit dem Herrn des Hauses. Das ist schon komisch, wie so eine Teeny-Liebe durch die Jahre wächst, sich verändert und auf gar nicht geradem Wege über den Highway des Lebens fährt.

Da muß man auch mal rechts überholen, die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreiten und aufpassen, das man die richtige Ausfahrt erwischt. Sonst muß man wieder umdrehen, zurückfahren und es von neuem versuchen. Denn selbst das beste Navigationssystem hat hier und da seine Tücken.

Aber, und das sag ich nicht ohne Stolz, unseres funktioniert bis auf ein paar Macken ganz gut. Trotz aller Umleitungen und Baustellen. Wir sind auf dem richtigen Weg.

Wobei man natürlich wieder fragen kann: "Welcher zur Hölle ist denn der richtige Weg, woran erkennt man ihn?" Keine Ahnung. Den richtigen Weg zu erkennen ist nicht einfach, manchmal erkennt man auch erst am Ziel, das es der richtige war. Dafür erkennt man den falschen oft recht schnell.

Oh mann, das klingt jetzt alles schon zu schnulzig, zu romantisch für mich. Dabei bin ich überhaupt nicht so.

Wenn ein Kerl zu seiner Freundin sagt: "Du bist mein schönstes Geschenk." oder "Ich würd für dich alles tun, ich hol dir die Sterne vom Himmel" - da wird mir schlecht.

Ehrlich, vielleicht liegt es an den Genen, oder ich bin allgemein nicht ganz normal - keine Ahnung. Eigentlich sagt man(n) uns Frauen ja nach, hoffnungslos der Romantik verfallen zu sein. Aber wie man an mir sieht: Nicht alle sind so.

Dafür gibt es meiner Meinung nach zwei Gründe:

1) Ich glaube nicht, das Männer solche gefühlsdusseligen Dinge wirklich von sich aus sagen - sie glauben einfach, das ihre Schatzileins das hören wollen. Vielleicht gibt es Männer, die das wirklich empfinden und ihrer Süßen dann auch in diesen schmalzigen Worten mitteilen wollen. Ich kenn jedenfalls keinen - heterosexuellen - Kerl, der so ist. Also falls ihr einen kennt - bitte melden, zwecks Überarbeitung meiner geschlechts-wissenschaftlichen Ansichten.

2) Wir sind nicht so. Also ich und mein Freund. Er sagt nie solche Dinge, und, bei Gott, ich bin ihm so dankbar dafür. Ja, das ist einer der Gründe warum ich ihn liebe. Ich glaub ich würd anfangen zu lachen oder einfach aufhören zu atmen, wenn er mal so Zeug zu mir sagt. Zum Glück sind wir uns da einig - wenn ich manchmal solche Heiratsanträge sehe mit lauter Gefühls-Bekundungen, vielleicht sogar noch vor vielen Leuten :

Das wäre ein Grund, Nein zu sagen. Definitiv. Nicht, das wir uns nie sagen würden, das wir uns lieben. Das schon. Aber ein "Ich liebe dich" reicht doch. Also mir. Da muß kein "Ich hab dich so vermisst als du unter der Dusche warst" folgen. Und kein Kerzenmeer mit Rosen auf dem Bett.

Romantik ist doch eigentlich mehr ein Gefühl. Das Gefühl, mit genau dieser Person sein Leben verbringen zu wollen, sich vertrauen zu können und aufeinander verlassen - in jeder Situation.

Nüchterne Grüße

Misstique

Sonntag, 28. August 2005

Hochzeiten und andere Katastrophen...

Und wieder mal ein Sonntag ...

Wobei Sonntag hier eher übertrieben ist - von Sonne weit und breit nix zu sehen.

Ich hüpf jetzt unter die Dusche, und dann sind wir bei meinen Eltern zum Essen eingeladen.

Der Herr des Hauses ist über´s Wochenende auf einer Hochzeit - beneide ihn nicht darum. Solche Großereignisse mit der Familie sind mir ein Graus, ich selbst habe nicht vor, mir so eine Hochzeit anzutun.

Wochenlang hat man Theater damit, Einladungen, Catering, Was zieh ich an, Wer soll nicht kommen, was wird der ganze "Spass" kosten - nein danke. Das hat mit Romantik nicht mehr viel zu tun.

Sonnige Grüße      

Misstique  

 

Back from the Roots . . .

So, also aus dem Mittagessen bei meinen Eltern ist dann doch ein wenig mehr geworden - bis zum Abendessen. In Anbetracht dessen, das sie grad drei Wochen in Urlaub waren, noch dazu mit meinen Kids, gab es natürlich viel zu erzählen und zu hören.

Ich beneide sie darum - drei Wochen Urlaub, in einem kleinen Ferienhaus, überwiegend sonnig . . . hmmm, schön. Ich habe die drei kinderlosen Wochen ein wenig anders verbracht. Eine Woche davon lag ich nur im Bett, krank und mit Fieber. Dazu muß man wissen, ich werd fast NIE krank. Und wenn, dann nehm ich ein paar Grippostad, leg mich abends früh hin und bin nach zwei Tagen wieder fit.

Nicht so diesmal. Schon der Weg zum Bad glich einer Expedition durch die Wüste - ohne Kamel und ohne Trinkwasser. Was mich aber nicht davon abhielt, Samstag abend aus zugehen. Immerhin muß ich es ausnutzen, wenn ich mal ausnahmsweise nach einer durchfeierten Nacht nicht morgens um sechs aus dem Bett gezogen werde, sondern ausschlafen kann. Diesmal leider durch einen für mich unverständlichen, grundlosen Rückfall in meine Krankheit (ob wohl der Wodka schuld war, oder doch das zu knappe Oberteil für die herrschenden Temperaturen) schlief ich nicht nur aus, sondern auch durch - bis Montag abend.

Die anderen zwei kinder-abstinenten Wochen verbrachte ich arbeitender Weise - schließlich mußte ich die krankheitsbedingt abwesend gewesene Woche aufholen und für den genau heute beginnenden, 1 1/2 Wochen dauernden Urlaub vorarbeiten.

Und jetzt ist es soweit - es ist Montag morgen, der erste Tag meines Urlaubs, ich sitze mit einem Kaffee vor meinem PC während mein Sohn als Lego-Polizist durchs Wohnzimmer mit einem Hubschrauber düst und meine Tochter eine Feuerwehr-Station aus kleinen bunten, quadratischen Steinen designt.

Gleich werden wir uns auf den Weg machen, um meine Gesundheit ärztlich überprüfen zu lassen - natürlich die körperliche, bei der geistigen ist ja eh schon alles verloren. Außerdem will ich heute zwei Schnecken für´s neu eingerichtete Aquarium besorgen, da ich nach gründlicher Recherche im Internet herausgefunden habe, das Schnecken gut gegen sich eventuell bildende Algen sein sollen - ja, wenn´s hilft?

In dem Sinne,

langsame Grüße

Misstique