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Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.
(S. J. Lec)

 

In einer engen Box war es,
auf Beton und standesgemäß,
daß sie die Glühbirne der Welt entdeckte.
Sie war das Ferkel Nummer vier,
drei andre lagen über ihr,
so ein Gedränge, daß sie fast erstickte.
Schon nach zwei Wochen Säugakkord
kam jemand und nahm Mutter fort.
Doch noch als die Erinnerung schon verblaßt war,
fieln manchmal dem jungen Schwein
der Mutter Worte wieder ein:
Die Würde des Schweins ist unantastbar,
hmmmmmmm, die Würde des Schweins ist unantastbar.

Der Kerker wurde ihr zu Haus,
an einem Fleck tagein tagaus,
und immer im eigenen Dreck rumsitzen.
Die feine Nase, der Gestank,
sie wurde traurig, wurde krank,
und als sie sehr krank wurde, gab es Spritzen.
Sie wurd zum Decken kommandiert,
das hat sie niemals akzeptiert,
daß Schweinesein nur Ferkelzucht und Mast war.
Und wenn man ihren Willen brach,
dachte sie dran, wie Mutter sprach:
Die Würde des Schweins ist unantastbar,
hmmmmmmm, die Würde des Schweins ist unantastbar.

Dann fuhr der Viehtransporter vor,
und packte sie an Schwanz und Ohr,
zusammen mit ihren Leidensgenossen.
Die zitterten und quiekten bang,
und fuhrn und standen stundenlang,
viel enger noch als üblich eingeschlossen.
Das Schwein ist schlau, so ahnt es schon,
die tragische Situation,
sie wußte, daß dies ihre letzte Rast war.
Sie hat den Schlachthof gleich erkannt,
und sie ging ohne Widerstand.
Die Würde des Schweins ist unantastbar,
hmmmmmmm, die Würde des Schweins ist unantastbar.

Sie hat den Himmel nie gesehn,
durft nie auf einer Weide stehn,
hat nie auf trocknem, frischem Stroh gesessen.
Sie hat sich nie im Schlamm gesuhlt,
freudig gepaart, und eingepoolt,
wie könnt ich dies Häufchen Elend essen.
Die Speisekarte in der Hand,
seh ich ueber den Tellerrand,
und kann die Bilder wohl nie mehr vergessen.
Ich möchte nicht, Du armes Schwein,
an Deinem Leid mit schuldig sein,
weil ich in diesem Restaurant zu Gast war.
Und ich bestell von nun an wohl
den überbacknen Blumenkohl.
Die Würde des Schweins ist unantastbar,
die Würde des Schweins ist unantastbar.

(Reinhard Mey)

 

Mein Testament:

Ich vererbe an meine Nachkommen:

Autobahnen, Industriegebiete, Müllberge, Tiefgaragen, Wüsten, Atommüll, Altlasten, verschmutzte Luft…

Auf so einen Erbanteil wird gerne verzichtet – doch dann ist es bereits zu spät!
 

Vor viereinhalb Millionen Jahren ist unsere Erde entstanden. 4600 000 000 ist ein gigantisch langer Zeitraum, dass man ihn sich nur durch einen vergleich richtig vorstellen kann.

Angenommen die Erde wäre genau einen Tag alt, also 24 Stunden: Dann gibt es seit zwei Stunden Pflanzen, seit einer Viertelstunde die Saurier und seit zehn Minuten die ersten Säugetiere. Wir Menschen leben seit fünf Sekunden, seit einer Sekunde bebauen wir den Acker und seit einer hundertstel Sekunde ist es den Menschen gelungen, die Erde auszubeuten, zu verdrecken, zu vergiften und zu verseuchen. In dieser hundertstel Sekunde geht der Mensch mit dieser Erde um, als hätte er noch eine Zweite in der Jackentasche!

(Greenpeace)
 

In der Industrie geht es immer nur um Geld. Doch was machen wir, wenn die Abgase, die aus den Industrie-Schornsteinen steigen, das Leben auf der Welt unmöglich machen? Dann wird der reichste Mensch nichts mehr von seinem teuer verdienten Geld haben, was soll er sich davon kaufen – eine neue Welt?
 
Über mich
Ein kritischer Blick
auf unser Konsumverhalten und dessen Folgen.
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