eine neue Chef-Generation wächst heran
Gestern abend kam ich erst sehr spät nach Haus und an einen Eintrag ins Blog war nicht mehr zu denken. Ich war müde und fand nur noch auf die Schnelle den Weg ins Bett. Mein neuer Nebenjob ist anstrengend, aber lustig, wenn sich die richtige Einstellung da zu findet.
Im Bett wirkten die Eindrücke noch einwenig nach und dann rauschte ich schon in den 7.Himmel zu meiner Traumwolke ab, sie sich erst vor dem Auffwachen wieder auflöste.
Ich träume, ich sitze vorn auf einen Fahradlenker und habe den Blick auf die Straße für mich ganz allein. Hinter mir sitzt ein Mann, der sich ganz fest an anklammert, als wäre er der Sozius auf einen Motorrad, der sich hinter dem Fahrer vor dem Fahrwind schützen will. Sein Körper ist ganz eng an mich gepreßt und seine Hände liegen fest um meinem Oberbauch, ja sie berühren dabei sogar meine untere Brust. Ich spüre die zurückhaltenden Fingerspitzen noch. Wir fahren zu zweit eine Straße entlang, die ich selber nicht sehen kann, sondern ich sehe auch nur meinen Rücken.
Wenn ich mit Abstand meinen Traum betrachte, sehe ich darin das Verhältnis zu meinem neuen Chef. Bei den Vorgesprächen zu meinem Nebenjob hatte ich ein gutes Gefühl. Der Mensch hat eine gute Energie, so ging es gleich nach dem Gespräch durch meinen Kopf. Und der Traum sagt mir, dass wir in dieser Wirtschaftslage fest zusammenhalten werden. In meinen Augen ist er mutig, weil es sich getraut hat, eine neue Firma zu gründen und ich seinen Augen bin ich mutig, weil ich mich Elan gleich in den Job gestürzt habe.
Er gehört zur neuen ChefGeneration. In ihm ist schon das Bewußtsein gewachsen, dass ein Chef ohne engagierte Mitarbeiter ein Nichts ist und deshalb hat er Respekt vor jedem seiner Angestellten.
Bingo - ich habe einen - obwohl noch sehr jung an Jahren - exellenten Chef gefunden.
LaWe
Alles klarvergessene Zeit
Die Eintragungen sind so vielfältig wie die Menschen selbst und das macht das Schnöckern so unterhaltsam.
Aber eine Gefahr besteht für mich immer wieder. Ich vergesse darüber sehr oft die Zeit und diese muß ich in Anschluss mit einen TurboThempo nachholen.
Vielleicht hält das ja dann auch wieder fit und so ist die Schnöckerzeit dann doch keine vertane Zeit



LaWe
Alles klarTrauerArbeit
Die Trauer um meine Schwester war heut, nach fast drei Wochen, wieder so präsent wie am ersten Tag.
Es fiel mir nach ihrer Bestattung schwer, wieder in den Alltagstrott einzusteigen. "Ich kann doch nicht einfach so weiter leben, als wäre nichts gewesen?" Solche und ähnliche Vorwürfe quälten mich auf den Weg zur Arbeit.
Ich hatte die letzten 3 Wochen verbracht, als lebte ich in einer Höhle, die von der Außenwelt abgeschlossen war. So bliebt die Erde und die Zeit für mich stehen.
Aber nach der Beerdigung ist alles anders. Ein schlechtes Gewissen plagt mich, weil ich einfach so weiterlebe, als wäre meine Schwester noch da.
Ich fühle dabei einen Verrat an meine Schwester, obwohl mein Verstand es mir immer wieder einbleut - das Leben geht weiter.
LaWe
Eisige Bäume
Die vereiste Landschaft der letzten Tage hatte es mir angetan. Der Nebel verwandelte die Natur in eine bizarre Märchenlandschaft.
virtuelle Straße
Die E-mail von Petra rief mich als Bloger hier wieder auf den Plan. Das Layout erinnert an 20six und daher werde ich es so schnell nicht verlassen können. Die virtuellen Kontakte waren da sehr nett und leider blieben diese nach der Umstellung auf der Strecke.
Das sehe ich heut noch immer als schade an, denn diesen Aspekt haben die Betreiber sicher unterschätzt. Wahrscheinlich haben sie die technischen Wichtigkeiten überschätzt und die Kontakt-schmiede-möglichkeiten, die diese Software mit sich brachte, einfach unterschätzt.
Kontakte sind ja überhaupt das Wichtigste in Leben der Leute und ein wirksames Mittel gegen Vereinsamung. Und so haben die Community´s dieser Zeit eine wichtige Funktion im gesellschaftlichen Leben eingenommen. Viele Kontakte können hier geknüpft werden und für so manchen ist das die einzige Möglichkeit, Kontakte herzustellen, die ihm aus einer Isolation herauszuholen.
Damals, ja damals - wie sich das anhört - ja, da war alles anders.
Ich wuchs in einem Dorf und zu einer Zeit auf, als das Fernsehen die Familien noch nicht in den Wohungen festhielt und die Wirtschaft die Menschen im Gegensatz zu heut eher zusammenschmiedete. Alle saßen in einem Boot und saßen die Familien abends nach Feierabend auf den Bänken vor ihren Häusern, guckten und hörten, was es so Neues im Dorf gab. Auf der Straße vor den Häusern gingen auch Familien spazieren und plauschten sie mal mit dem oder einem anderen. Das heißt, die Leute gingen abends vor die Tür - statt heut hinter ihre Tür - und blieben auf diese Weise untereinander in Kontakt.
Eine ähnliche Funktion haben die Community´s mit ihren Blogs.
Abends, wenn Feierabend ist, dann setzen die Leute sich vor die Rechner und wollen einfach nur mal schauen, wie es dem virtuellen Nachbars rechts und links so ergangen ist, oder sie erzählen selber ihre Geschichten und wollen wissen, was der Nachbar dazu zu sagen hat.
Das wird für dann irgendwann zur Gewohnheit und in einem gewohntern Rahmen.
Und wenn sich der Rahmen ändert, dann ändern sich auch alles anderes, was mit der liebgewordenen Gewohnheit in Verbindung steht, eins zieht eben das andere nach sich.
Diesen Aspekt haben die Betreiber von 20six nicht beachtet und den Rahmen in der Annahme verändert, das alles andere beim Alten bleibt.
Das war eine Fehleinschätzung.
Die Folge, der Kern von 20six hat sich aufgelöst.
Zur Zeit schwirrt nur noch eine fast leere Hülle von dem herum, dort mal ein Kern war.
Vielleicht gelingt es Petra hier, eine Art gemütliche Dorfstraße zu schaffen, an deren Straßenrand die User nach Feierabend auf eine vertraute Weise ihre liebgewordenen Bewohnheiten nach zugehen und ihre leibgewordenen Kontakte zu pflegen.
In dem Sinne - Petra - drücke ich dir die Daumen und ich freue mich schon auf die Straße, die du für die User schaffen wirst und wenn sie gut geworden ist, dann wird die Straße eines Tages so belebt, wie damals bei 20six sein
einen Gruß an Pertra und die Blogger hier
LaWe
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