LangeWeile
Die Langweile quält schon seit Wochen, um- und belagert mich. Die gewohnten Unterhaltungsmomente haben sich auch schon von der Langenweile auffressen lassen. Nach wenigen Momenten der Zurückhaltung drängt sie sich wieder in den Mittelpunkt und zerrt mich mit schweren Gliedern aus dem Geschehen und hält mich in ihrem Nebel ein. Aller verschwimmt zu der Einheitssoße „ Alles schon mal da gewesen“.
Der Kampf gegen die Langeweile stellt sich für mich schwieriger dar, als der Kampf gegen den inneren Schweinehund. Und der läßt sich nur schwer vertreiben. Aber wenigsten über ihm rübersteigen kann ich, was mir bei der Langenweile nicht gelingt. Die Mauer ist zu hoch, als das ich sie mit einen leichten Schwung überwinden könnte. Im Gegensatz zur „mir-ist- langweilig-Periode“ taucht der Schweinehund nur ab und zu mal auf. Morgens beim Aufstehen oder wenn sich der Abwasch wieder mal überdimensional hoch getürmt hat, oder wenn ich abends noch zum Training gehen will, oder , oder, oder...beherzt steige ich über ihn hinweg und schon ist er wieder aus dem Blickfeld. Der Schweinehund sitzt eben nicht so hartnäckig im Nacken, aber er ist ein guter Zuhälter für die Langweile. Mit seinen störrischen Verhalten kann er einen schon in die Langenweile überführen. Mit den gelangweilten Momenten geht die Trägheit einher. Sie kennt weder Spontaneität noch die Spritzigkeit. Der Bewegungsmangel ist ihr bester Freund. Er sorgt für die Spirale, die mich dann tiefer zieht, bis ich dann am Ende auf dem Boden liege und gar nicht mehr aus den Püschen kommen kann. Dann, ja dann ist mir aber auch alles zu viel. Jeder Gang, jede Frage, jedes Gespräch, alles zu viel, ich umgebe mich nur noch mit mürrischer Laune. Die Ausdünstung ist für das Umfeld so unangenehm, dass ein verziehen besser ist, als bleiben. Ja, die Langweile hat viele Helfer und Zuspieler. Sie tre Die Tat. Sie stellt aber nicht unser tägliches Tun dar.............................. |
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iben ihre schwachen Opfer der Langenweile direkt in ihre Tentakel, die wie ein Fliegenfänger wirken. Wer erst einmal daran festklebt, kommt so schnell nicht mehr los. Die aufzuwendende Kraft