Meine Damen, gerade noch in Barceolona am Stand, jetzt schon wieder im Schmuddelwetter von Stuttgart City. Was für ein tiefer Fall. In meiner Verzweiflung habe ich soeben in der Mittagspause einen Glühwein gekippt, das wärmt von innen, wie die katalanische Sonne von außen. Beinahe hätte ich mir auch gleich einen selbstgehäkelten Schal und ein Wollmützchen am Aidshilfestand gekauft, aber leider haben mir die Farben nicht gestanden. Nötiger wäre das gewesen, hätte ich mir im fernen Schpannien (wie der Schwabe sagt), eine Frisur schneidern lassen wie die fesche Südländerin sie derzeit trägt: gerader Pony auf Halbmast geschnitten. Bei mir hätte das nach Bachelesfrisur ausgeschaut. Die Katalanin aber kleidet so eine pfiffige Haarmode ganz ungemein.
Es schneit und schneit vor meinem Fenster... Wie gut, dass ich zu Hause mein Corazón anknipsen kann, meine rotleuchtende Herzlampe, die ich mir als Souvenir mitgebracht habe. In ausgeschaltetem Zustand ist es ein weißes Herz aus Gips mit abgeschnittenen Aorten und Venen. Aber in erleuchtetem Zustand glüht es wie die Liebe. Heiß. Und rot. Da möchte ich jetzt sein: daheim in meinem Sitzsack mit meinem Corazón und von der Liebe träumen und von der Sonne und vom Abenteuer...
Für alle, denen es heute ähnlich geht wie mir, ein Lesetipp: Simone Borowiaks "Die Rettich, die Czerni und ich". Da geht es auch um Spanien. Und um die Liebe. Und es treibt euch die Tränen in die Augen - vor Lachen.
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