Gas & Breakfast
Die Nacht findet ihr Ende tief im Kissen vergraben, wälzend über so viele Augenblicke die unwiederbringlich sind, nicht gelebt, nicht erlebt, nicht verstanden, bis heute unfähig zu verstehen, und am Ende sind es die Freundinnen und Passantinnen der Augenblicke, die man aus innigstem Bedürfnis heraus gerne lecken würde..leer in der Erinnerung.
Die Tage haben kein Gefühl mehr, ein Plath´scher Winter.
Der Arzt tastet ab, vorsichtige Berührung am Oberkörper, ein kindliches Gefühl des umsorgt werdens kommt auf, keine organischen Schäden, kein Krebs, ein paar Tabletten gegen die Hilflosigkeit.
„Haben sie schon eine Freundin?“ – fragt er...schon...das kam unerwartet, ein feiner Knick im Genick und die Freude über den Schmerz „Nein“ sagen zu können.
Der Heimweg ist gesäumt von Laternen, Fackeln, Eltern, Kindern, Lärm, und hin und wieder einer Frau die weh tut, während ich versuche wegzusehen und das Licht zu meiden.
Ich treibe durch den Tag, durchs Bett, schlucke Wasser, sinke bis zum Boden und bin noch da, und dann sehe ich Star Trek und weiß danach nichts mehr über das Davor.
Wieder angezogen, bis zum nächsten Mal, ich komme sicher nochmal wieder, guter Service, schöner Körper, im Treppenhaus kurz stehengeblieben um die Kleidung zu richten, vom Flur lästert sie bei einer Kollegin über mich, ein Gefühl der Demütigung begleitet mich ein wenig auf dem Weg und löst sich in Bestätigung auf, es ist richtig, so wie es ist. Bis zum nächsten Mal dann, vielleicht ja zusammen mit der Kollegin, wenn ich es mir leisten kann.
Freunde machen einen zu einem besseren Menschen, man kann mehr sein, als der Dreck, der man ist, oder redet es sich ein...
gefühlloses Fleisch...
Spritzgebäck vom Fickolaus...da mußte ich fast lachen...passend zur Jahreszeit.
Nur daß ich bezahle gibt mir kurz das recht, so etwas schönes wie Dich berühren zu dürfen...nur das.
...und wenn das Schiff morgen untergeht...was solls
Ein Parfum als Geschenk, ich weiß gar nicht wieso, Schuld, Mitleid, Traurigkeit über ein verlebtes Leben, Verständnis, Anerkennung, ich weiß es nicht...
Tiefe innige Freude, Sehnsucht nach Vergangenheit und Erleben, „Der Duft der großen weiten Welt“ – sagt sie gerührt...
...und ich kann es kaum ertragen sie anzusehen, alles ist nur noch traurig.
Ich will mit einer Frau zusammen sein, aber sie darf nicht mit mir zusammen sein, das könnte ich akzeptieren...alles andere ist falsch.
Es macht mich traurig heute nicht die Tüte abgestellt und die Katze gestreichelt zu haben, das einzig reale heute... ein Plath´scher Winter.
Die Worte und der Mensch dahinter sind nicht mehr greifbar, der Text wird entfernt, das Gefühl einen Teil seines Lebens, seines Ichs zu entfernen fühlt sich widererwarten nicht an.
Karmacoma – mal so dahingesagt.
Dann dieses Video, Ironic, die Alanis und der Gedanke „Das bist Du“, tut weh Dich zu sehen und ist schön.
Neulich stand ich im Flur vorm Behandlungszimmer meiner Therapeutin, sie war kurz nochmal nach oben ins Büro gegangen, ich holte mein Bisschen Schwanz raus, fing an mir einen runterzuholen, lief dabei etwas durch die Räumlichkeiten, nichts fühlte sich irgendwie an, ich dachte was soll das eigentlich, packte ein wusch mir nochmal im Bad die Hände und wartete die 2,3 Minuten bis sie kam und wir uns eine Stunde lang ermüdeten.
Was soll das eigentlich?
Die Chance die ich ausgeschlagen habe war die letzte, ich sehe ihr gerne noch nach und kann nicht mehr traurig sein, zu alt, zu kalt? Zu wenig... I´ve got nothing to give – geht durch den Kopf...warum englisch...weils deutsch pathetisch klingt?
Hier ist nicht Tokyo, hier gibt es nichts in der Einsamkeit der kalten Weite zu erforschen, keine Spur von Dir, oder mir. Ich mache so keinen Sinn.
Wo ist mein devotes koreanisches Fickstück, daß meine Gegenwart ertragen kann? Ihr steht mir nicht zu...euer Anblick tut so weh...das englische klingt nicht so pathetisch, nichts zu geben.
Ich bin 30 Euro wert, selten auch 50.