Vögel(n), Unzulänglichkeiten und Genickschüsse

Morgendepression, das habe ich schon lange nicht gehabt.
Gegen 4 Uhr war ich von einem Moment zum anderen hellwach, dem Heulen nahe und habe von da an einen Großteil der Zeit damit verbracht in verschiedenen Körperhaltungen ins Nichts zu starren und mir die Dinge aufzuzählen, die ich früher gerne mal gemacht oder erlebt hätte...erstaunlich wieviel zärtliches, nahes und sexuelles dabei war.
Gerade fällt mir meine Therapeutin ein, die dazu immer sagt "Sie waren damals eben sehr krank und dadurch sehr eingeschränkt in ihren Möglichkeiten." ....das könnte man fast als Entschuldigung vorhalten, aber ich sehe es dennoch eher als meine Unzulänglichkeit und somit meine Schuld an.
Den Rest des Morgens hat dann die zerfressende Sehsucht nach Berührung, Sex und Nähe eingenommen...und so viele Vorstellungen wie man zu Tode kommen könnte.
Das Bedürfnis für sein Leben bestraft und hingerichtet zu werden kam mit den ersten Vogelstimmen auf und irgendwann zwischen 7 und halb 8 sank der Körper dann zusammen und sog zwei Stunden Schlaf in sich auf.

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