...der Tag an dem die Füße den Boden nicht mehr berühren und die Zehen ins Leere greifen...

So viel auszudrücken, aber keine Ahnung wie es in Worte zu fassen ist...
Die letzte Zeit, wann auch immer das schleichend seinen Anfang genommen haben mag, bemerke ich eine stete Entrückung meinerseits aus allen Gefügen. Das beginnt mit scheinbaren Kleinigkeiten wie morgens aufstehen, das Bett nicht mehr machen, alles so liegen lassen, dem reduzieren der ehemals so geliebten RSP-Sammlung, der Mißachtung des Fernsehers, der Bücher, bis hin zum Lösen von all den Trivialitäten die man aus der Kinderzeit und frühen Jugend aufbewahrt hat...und dann diese seltsame Neigung über mich so neutral zu schreiben, die inflationäre Verwendung des "man", unpersönlich und weit weg.
Innen drin fühlt sich alles so leer an, da fehlt eine wichtige Sache, vielleicht ein Mensch, ich weiß nicht.
Morgen früh gehe ich mal nach den Schwänen gucken.
Der Kontakt zur Dame aus Bavaria wird auf ihren Wunsch hin erstmal reduziert.

Neben dieser Leere ist da eine immer größer werdende Wut, ohne daß sie sich benennen ließe, dieser brennende Drang zu schädigen und geschädigt zu werden, das Fleisch pochen und brennen zu spüren.

...und diese quälende Sehnsucht nach einer Frau....und die dazugehörigen Minderwertigkeitsgefühle, Ängste und Unwürdigkeit der eigenen Person im Angesicht der Weiblichkeit.

Immerhin etwas positives, am Freitag konnte ich mich nach fast 2 Wochen überwinden mal wieder die Dusche zu beehren. ^^

Falls es zu kalt wird ist der Schal nicht fern, aber der Sommer wird wohl quälend warm werden, sich einem auf die Brust knien und den schweißgetränkten Boden zum dampfen bringen.

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