Svv(SelbstVerletzendes-Verhalten) :
Die Abkürzung SVV steht für SelbstVerletzendes Verhalten und ist entgegen der Annahme relativ weit verbreitet. Die Betroffen verletzten sich selbst mit Hilfe von scharfen oder spitzen Gegenständen, durch Verbrennen, Verbrühen oder sonstigem Zufügen von Wunden mit oder auch ohne jeglicher 'Hilfsmittel'. Es ist keine suizidale Absicht vorhanden.
- schneiden mit scharfen Gegenständen wie z.B. Rasierklingen und Messern
- oberflächlichen Hautverletzungen
- ungesunde Ernährung
- Ess-brech Sucht
- zuwenig Schlaf
- schlagen
- Beißen in Hände, Lippen oder andere Körperpartien
- Verbrühungen
- sich mit Zigaretten oder einem Bügeleisen Verbrennungen zufügen
- exzessiver Sport
SVV ist der sichtbare Ausdruck eines seelischen Notstandes und in der Regel kein Mittel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Selbstverletzungen stellen für sich allein genommen keine Krankheit dar, sondern sind lediglich ein Symptom, und treten immer vergesellschaftet mit einer weiteren psychischen Störung oder Krankheit auf. Das können Depressionen, Angstzustände, Essstörungen, Traumatisierungen, Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typ usw. sein.
Menschen die sich selbst verletzen, können häufig nicht mit ihren Gefühlen umgehen.
Meist kann man davon ausgehen das diesen Menschen früher einmal etwas zugestoßen ist was sie nicht richtig verarbeiten konnten, oft suchen sie eine Ausweg, versuchen so sich luft zu machen ihren sonst unterdrückten Gefühlen ausdrück zu verleihen.
- sich selbst nicht leiden können und sich verneinen
- sehr empfindlich auf Ablehnung reagieren
- chronisch ärgerlich sind, normalerweise auf sich selbst
- dazu neigen, ihre Angst zu unterdrücken
- einen hohen Grad aggressiver Gefühle besitzen, was sie sehr stark mißbilligen und dann häufig unterdrücken, oder nach
innen lenken
- impulsiver sind und es an Impulskontrolle mangelt
- dazu neigen nach ihrer momentanen Stimmungslage zu handeln
- dazu neigen, in den Tag hinein zu leben und nicht weiterzuplanen
- die depressiv und selbstmordgefährdet/selbstzerstörerisch sind
- unter chronischen Angstzuständen leiden
- leicht reizbar sind
- die sich selbst als nicht fähig erachten, mit Situationen und Emotionen umzugehen
- keine vielfältigen Möglichkeiten der Verarbeitung und Bewältigung besitzen
- glauben, daß sie nicht die Fähigkeit besitzen, ihr Leben zu meistern
- dazu neigen, "den Kopf in den Sand zu stecken", vermeiden Probleme
- kein Selbstvertrauen besitzen
- sich als machtlos empfinden
- sich überall, wo sie sind, allein fühlen
- sich emotional niemandem anvertrauen, sich auf niemanden verlassen können
Genaue Zahlen, wie viele Menschen sich in Deutschland selbst verletzen gibt es nicht, nach Schätzungen sind es ca. 800.000 Mädchen, mit Sicherheit sind es aber mehr. Daten über Jungen gibt es kaum, die Zahl wird aber als deutlicher geringer eingestuft, das Verhältnis ist etwa 5:1.
Das sich hauptsächlich Mädchen ritzen wird darauf zurückgeführt, dass sie nach gesellschaftlichen Normen ruhiger und fürsorglicher als Jungen sein sollen, ihre Aggressionen oft nicht ausleben dürfen. Schon in der Erziehung haben sie Angst vor Liebesentzug, da sich ihre Agressionen als erstes gegen die Mutter richten, dies führt zu einem nach Innen richten der Aggressionen, Jungen agieren eher fremdaggressiv.
SVV beginnt häufig in der Pupertät, sie ist eine schwierige Phase in der es ein grosses Aggressionspotential gibt, dass Mädchen schlecht nach aussen bringen können. Sie suchen die Fehler oft bei sich selbst, wenn sie einen Verlust von Liebe und Anerkennung erfahren, nachdem sie versucht haben ihre Interessen durchzusetzen, aus diesem Konflikt resultiert oft eine depressive oder aggressive Reaktion.
-Ne Persönliche Erklärung-
Svv(SelbstVerletzendes-Verhalten) :
Es ist wohl schwer zu erklären wieso und weshalb man mit sowas anfängt, wahrscheinlich kommt es von schweren Psychischenproblemen die man sicherlich eigentlich nicht für jeder Person hier ausbreiten will. Da ich das nich so unbedingt tun will versuch ich dem einfach mal aus dem Weg zu gehn und setzt an der Stelle mal nen Text ein den ich mal geschrieben hab ....
Seelenschmerz
Es war fast wie immer, sie kam nach Hause und es gab Streit, einen aussichtslosen, auswegslosen Streit. Ein Gefühl von Hass-Liebe lag in der Luft zwischen ihr und dem Rest der Welt. Sie war enttäuscht worden, verletzt worden. Keiner konnte ahnen wie es ihr wirklich ging, wie es tief in ihr aussah. Sie flüchtete, versteckte sich vor ihrem eigenen Schmerz, tat so als ob alles in Ordnung wäre. So wie sie es immer tat wenn ein Stück ihrer kleinen Welt auseinander brach. Sie sperrte die Wut, den Schmerz, die Enttäuschung einfach weg, hinter eine Tür in ihrem Innern. Für den Moment lebte sie wieder, es war vergessen. Doch irgendwann würde dieser “Raum“ hinter ihrer Tür keinen platz mehr haben, keinen Raum mehr finden für mehr Erniedrigungen. Die Bohlen der Tür würden auseinanderbrechen, auseinanderbrechen an ihrem selbst. Es musste geschehen und es geschah. All der Schmerz in ihr, die Wut, die Enttäuschung, diese tiefe Pein wollten kommen, kamen, waren unaufhaltsam geworden. Vorwürfe hätten nun nicht mehr geholfen. Es war zu spät, sie versank ich ihrem endlosen Schmerz. Sie würde untergehen, ertrinken in ihren unkontrollierten Gefühlen. Der so verhasste Moment, der Punkt den sie so verabscheute war wieder da. Sie hatte sich geschworen “es“ nie wieder zu tun doch ihr Willen beugte sich dem Schmerz.
Es war befriedigend, genugtuend ihr Blut über ihre bleichen Glieder rinnen zu sehen. Sie beobachtete wie die rote, pulsierende Flüssigkeit ihres eigenen Körpers mit ihrer eigenen Konsistenz und ihrem selbst bestimmten Rhythmus über ihren eigentlich regungslos sein wollenden Körper glitt. Sie zitterte - erschrak sich vor ihrem Selbst. Verspürte einen Hass in sich, einen Hass der gegen sie selbst gerichtet war. Sie vernahm ein Gefühl von Ekel, von Abneigung gegen ihren blutüberströmten Körper. Es war nicht zu vermeiden das sie noch einmal zu stach, ein weiteres mal zu einem Schnitt ansetzen würde, ihr Blut abermals über sich selbst rinnen sehen würde ,es noch einmal spüren würde. Doch nun war wieder platz in ihren Versteck hinter der Tür, für neu zugefügten Schmerz, Enttäuschung, Wut und weitere so verletzende Worte. Es würde immer so weiter gehen, sie würde niemals aus sich selbst entkommen, ihr fehlt die Kraft dazu. Jemand müsste sie retten, sich vor ihrem Selbst beschützen. Doch dieser Jemand müsste sie lieben, ein Gefühl von tiefer Zuneigung für sie empfinden und wer sollte dies spüren, wenn nicht einmal sie selbst in der Lage ist sich zu lieben, sie sich für ihr Selbst so hasst.
Es war fast wie immer, sie kam nach Hause und es gab Streit, einen aussichtslosen, auswegslosen Streit. Ein Gefühl von Hass-Liebe lag in der Luft zwischen ihr und dem Rest der Welt. Sie war enttäuscht worden, verletzt worden. Keiner konnte ahnen wie es ihr wirklich ging, wie es tief in ihr aussah. Sie flüchtete, versteckte sich vor ihrem eigenen Schmerz, tat so als ob alles in Ordnung wäre. So wie sie es immer tat wenn ein Stück ihrer kleinen Welt auseinander brach. Sie sperrte die Wut, den Schmerz, die Enttäuschung einfach weg, hinter eine Tür in ihrem Innern. Für den Moment lebte sie wieder, es war vergessen. Doch irgendwann würde dieser “Raum“ hinter ihrer Tür keinen platz mehr haben, keinen Raum mehr finden für mehr Erniedrigungen. Die Bohlen der Tür würden auseinanderbrechen, auseinanderbrechen an ihrem selbst. Es musste geschehen und es geschah. All der Schmerz in ihr, die Wut, die Enttäuschung, diese tiefe Pein wollten kommen, kamen, waren unaufhaltsam geworden. Vorwürfe hätten nun nicht mehr geholfen. Es war zu spät, sie versank ich ihrem endlosen Schmerz. Sie würde untergehen, ertrinken in ihren unkontrollierten Gefühlen. Der so verhasste Moment, der Punkt den sie so verabscheute war wieder da. Sie hatte sich geschworen “es“ nie wieder zu tun doch ihr Willen beugte sich dem Schmerz.
Es war befriedigend, genugtuend ihr Blut über ihre bleichen Glieder rinnen zu sehen. Sie beobachtete wie die rote, pulsierende Flüssigkeit ihres eigenen Körpers mit ihrer eigenen Konsistenz und ihrem selbst bestimmten Rhythmus über ihren eigentlich regungslos sein wollenden Körper glitt. Sie zitterte - erschrak sich vor ihrem Selbst. Verspürte einen Hass in sich, einen Hass der gegen sie selbst gerichtet war. Sie vernahm ein Gefühl von Ekel, von Abneigung gegen ihren blutüberströmten Körper. Es war nicht zu vermeiden das sie noch einmal zu stach, ein weiteres mal zu einem Schnitt ansetzen würde, ihr Blut abermals über sich selbst rinnen sehen würde ,es noch einmal spüren würde. Doch nun war wieder platz in ihren Versteck hinter der Tür, für neu zugefügten Schmerz, Enttäuschung, Wut und weitere so verletzende Worte. Es würde immer so weiter gehen, sie würde niemals aus sich selbst entkommen, ihr fehlt die Kraft dazu. Jemand müsste sie retten, sich vor ihrem Selbst beschützen. Doch dieser Jemand müsste sie lieben, ein Gefühl von tiefer Zuneigung für sie empfinden und wer sollte dies spüren, wenn nicht einmal sie selbst in der Lage ist sich zu lieben, sie sich für ihr Selbst so hasst.
Traurig
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