Ist es normal? oder nicht? bin ich vielleicht einfach nur ein bißchen anders?

Ich räume hier gerade ein wenig um, Schreibtisch raus andere Möbel unso Zeug. Find hier Unterlagen Zeichnungen, Skizzen all das Zeug was man eben als Teenager noch so hat oder aufhebt, weil man denkt, man kanns vielleicht wieder gebrauchen. All der Scheiss erinnert mich an Zeiten zurrück an die ich nicht denken möchte. Imprinzip ist es für mich immer negativ zurückzudenken. Wenn ich mich an etwas positives zurückerinnere, bin ich traurig, das es vorbei ist. War es eine negative Erinnerung ziehts mich runter, weil ich dran erinnert werde wie ich damals gelitten hab. Es ist für mich so oderso immer negativ an etwas zurückzudenken, weil es mich absolut melancholisch stimmt. Ist das normal? "Oh, das, das war damals echt toll :') *trauer*"..."Ach der Mist, oh gott, wieso hab ich das nur aufgehoben, so eine SCheiss-zeit *grummel* *wut*". Ein Freund von mir sagt immer, lebe im Jetzt. Das tue ich eigentlich auch immer. Nur vorher hab ichs nicht und alle Erinnerungen, machn mich krank, verrückt, Kirre. Ich denke viel nach vorne nach, aber nicht nach hinten, das wär zu viel. Abgesehn davon bin ich ein Mensch, der es hasst Dinge nicht mehr ändern zu können. Das macht Erinnerungen für mich so schlimm, weil man sie nicht mehr beeinflussen kann. Ist ja schon alles gelaufen. Die meiste Zeit bin ich glücklich wenn ich goldfischmäßig einfach an garnichts denke und mich immer wieder neu Freuen kann, über einen neuen Ipod, ein schönes Essen, ein'n schmusigen Flauschekater oder einfach nur tolle Uni-Leute. So total naiv-dummsinnig unnachdenkend, ja DA, da fühl ich mich immer am Besten. Aber wiezo, kannsch das nich einfach imma hamm c.c?

Ich würd gern noch so viel von dir lernen, aber ich schaffs einfach noch nicht die Dinge so zu sehen wie du, gelaufene Sachen sein zu lassen und sich eben nicht drüber aufregen oder sonstiges. Mir fehlt dazu einfach die nötige coolness. Und im Moment, will ich einfach nur fliehen, ins Auto und weg irgendwohin, irgendwas dummsinniges tun, wie schön essen, Flauschekater schmusen oder sich am neuen Ipod erfreuen oder meinen tollen netten Uni-leuten <3. Ich könnt grad echt >.<' durch wände gehn.

[unbekannt]
am  18. April 2009  um  19:17

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Erinnerungen sind doch nur Geschichten. Geschichten, von denen unser Kopf voll ist. Positive wie negative. Ob die Geschichten nun auf einem Erlebnis im "realen" Leben basieren, oder ob wir sie aus einem Buch oder Film haben - macht das im nachhinein wirklich noch einen Unterschied? Wichtig ist auf jeden Fall, daß wir uns nicht von diesen Geschichten beherrschen lassen...
am  19. April 2009  um  03:27

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Oh.. das seh ich eigentlich gar nicht so..
Ich mag all meine Erinnerungen und möchte auf keine verzichten. Weil sie mich zu genau dem Mensch gemacht haben, der ich jetzt bin. Und jedes einzelne kleine Teilchen gehört dazu (:
Außerdem lerne ich immer mehr, selbst in den schlechten Erfahrungen meines Lebens im Nachhinein noch ein Fünkchen Positives zu entdecken..
Aber es stimmt natürlich, dass sie einen nicht beherrschen und am Leben hindern sollen.
Also, Gesicht dem Wind entgegen und die Gedanken nochmal ordentlich lüften.. wird schon!
Liebste Grüße & eine schönes Restwochenende!
Die Katzi
am  19. April 2009  um  16:19

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Ja, habt ihr beide recht. Ich finde es einfach nur sehr schade, wenn ich Dinge sehe oder wiederfinde, wo mir ganz klar wird "Mensch, damals, da warst du noch so jung, da hast du die Welt noch mit anderen Augen gesehen, so total naiv und schön und heute, da kennst du die kalte Realtiät, bist so oft auf die Schnauze gefallen" Das ist es was mir fehlt. Ich würde mir wünschen mich über manche Dinge mehr freuen zu können, aber wenn man viel erlebt und einen die Erfahrungen prägen, dann sieht man irgendwann vieles eher unverspielt und auf rationaler Ebene. Das macht mich so traurig. Egal ob gute oder schlechte Erinnerungen. Euch auch noch ein sonniges Restwochenende 8-) ich hau mich mal in die Sonne.
[unbekannt]
am  19. April 2009  um  18:11

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Ja, die kalte Realität... ich habe sie erst spät entdeckt, aber wenn man sie einmal gefunden hat... oder umgekehrt sie einem gefunden hat... dann ist es so, als würde man aus einem Traum erwachen. Nicht unbedingt ein schöner Traum, meist... aber Poe kann das viel schöner ausdrücken:
Oh! that my young life were a lasting dream!
My spirit not awak'ning, till the beam
Of an Eternity should bring the morrow.
Yes! tho' that long dream were of hopeless sorrow.
‘Twere better than the cold reality
Of waking life, to him whose heart must be,
And hath been still, upon the lovely earth,
A chaos of deep passion, from his birth.
am  19. April 2009  um  18:51

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Man sollte seine Erinnerungen hegen und pflegen, egal ob es gute oder schlechte sind. Denn an beiderlei sind wir im Endeffekt gewachsen und alles schlechte hat uns gewissermaßen stärker gemacht, da wir es geschafft haben diese Zeit zu überstehen.
Ich weiß selbst, dass Erinnerungen manchmal sehr weh tun können, aber man darf diese KOnfrontation mit ihnen nicht scheuen.Am Ende sind es doch "nur" vergangene Dinge die uns nichts mehr tun können. ;)

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